Schweinfurt

Lichtblick während Coronakrise: Fünf Minuten Zeit zum Zuhören

Das Angebot der Kontaktstelle Ehrenamt der Stadt und der Disharmonie wird sehr gut angenommen. Was den Mitbürgern am meisten gefällt und wie lange die Aktion laufen soll.
Fünf Minuten Zeit zum Zuhören heißt eine Aktion der Kontaktstelle Ehrenamt und der Disharmonie, bei der Künstler ältere Mitmenschen einmal in der Woche anrufen und ihnen einen Wunsch erfüllen: ein Gedicht vorlesen, eine kurze Geschichte oder ein Lied vorsingen.
Foto: Karolin Krämer | Fünf Minuten Zeit zum Zuhören heißt eine Aktion der Kontaktstelle Ehrenamt und der Disharmonie, bei der Künstler ältere Mitmenschen einmal in der Woche anrufen und ihnen einen Wunsch erfüllen: ein Gedicht vorlesen, ...

"Fünf Minuten Zeit zum Zuhören" heißt das neue Angebot von Heide Wunder von der Kontaktstelle Ehrenamt der Stadt und der Disharmonie. Gerade jetzt ein wichtiges Thema vor allem für ältere Mitmenschen zu Hause, wenn ab 2. November in ganz Deutschland wegen der gestiegenen Corona-Infektionen die Kontakte untereinander drastisch reduziert werden müssen und Restaurants, Kneipen, Bars sowie das komplette Kulturleben gezwungen werden zu schließen.

Beim Projekt „Fünf Minuten Kultur zum Zuhören“ überbringen Künstler all denjenigen, die Musik, Poesie, Erzählungen, Witz – eben Kultur – in der aktuellen Zeit vermissen, einen kulturellen Genuss durch das Telefon. Zu einem vereinbarten Termin an einem Mittwoch rufen die Künstler kulturbegeisterte Menschen persönlich an und lesen fünf Minuten eine Geschichte, ein Märchen oder Gedichte vor. Für Musikliebhaber gibt es fünf Minuten Musik oder Gesang am Telefon. Es können die Kategorien: Gedichte, Lieder zum Mitsingen oder Zuhören, Geschichten, Märchen oder eigene Wünsche ausgewählt werden.

Gerade die älteren Mitbürger nutzen das neue Angebot gerne

Heide Wunder ist sehr zufrieden damit, wie das Angebot bisher angenommen wurde. "Wir wollen den Menschen, die daheim sind, etwas Gutes tun", erklärt sie und erzählt von Anrufen älterer Mitmenschen, die ganz gerührt sind und sich überschwänglich bedanken für die Idee, nachdem sie das erste Mal angerufen worden waren. "Man freut sich einfach Mittwoch zwischen 16 und 19 Uhr auf einen netten Anruf", so Wunder. Dankbar ist die Koordinatorin der Kontaktstelle Ehrenamt für das Engagement der Disharmonie und der teilnehmenden Künstler wie zum Beispiel Hans Driesel, Manfred Manger oder Ingo Schäfer. Die Bürger rufen bei der Kontaktstelle an, teilen ihre Wünsche mit, die die Stadt dann an die Disharmonie weitergibt.

Das für die Bürger kostenlose Angebot soll es auf jeden Fall bis Weihnachten und vielleicht darüber hinaus geben, versichert Wunder. Die Terminvereinbarung für "Fünf Minuten Kultur zum Zuhören" übernimmt die Kontaktstelle Ehrenamt der Stadt Schweinfurt unter Telefon (09721) 516860.

Wunder freut sich auch über Mitbürger, die sich an sie wenden, um sich ehrenamtlich zu engagieren. Das ist eine der Hauptaufgaben der Kontaktstelle, bei der man sich melden und sagen kann, in welchem Bereich (Sport, Kultur, Handwerk) man sich engagieren möchte. Wunder hat eine Liste mehrerer Vereine, deren Kontaktdaten und Flyer sie dann weitergibt. "Wir bringen freiwillig Interessierte und gemeinnützige Organisationen zusammen und beraten dabei individuell", so die Ehrenamts-Beauftragte.

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