Gernach

Lichter leuchteten an St. Martin

St. Martin teilt seinen Mantel mit dem frierenden Bettler. In Gernach wurde St. Martin trotz Corona gefeiert.
Foto: Erhard Scholl | St. Martin teilt seinen Mantel mit dem frierenden Bettler. In Gernach wurde St. Martin trotz Corona gefeiert.

"Durch die Straßen auf und nieder, leuchten die Laternen wieder: rote, gelbe, grüne, blaue, lieber Martin komm´ und schaue":  So beginnt ein gern gesungenes Martinslied. Und in der dritten Strophe heißt es: "Und wir gehen lange Strecken mit Laternen an den Stecken: rote, gelbe, grüne, blaue…".

Beides war in diesem Jahr wegen Corona nicht möglich. Weder konnten die Laternen in Gernachs Straßen leuchten, noch konnten die Kinder mit ihren Geschwistern, Eltern, Omas und Opas "lange Strecken gehen".

Aber Sankt Martin wurde in Gernach trotzdem gefeiert  – nur ganz anders. Man traf sich zur Wortgottesfeier, der Pfarrer Thomas Amrehn am Parkplatz des TSV-Sportheims vorstand. Lichter im Abstand von 1, 50 Meter wiesen den  Gottesdienstbesuchern ihren Platz zu. Ein kreativer Einfall, denn so war der Parkplatz auch in ein schönes Licht getaucht, das  die Erinnerung an die Martinslichter wachrief, zusammen mit den Martinslaternen, die einige Kinder mitgebracht hatten.  

Die Kommunionkinder aus Gernach und Kinder von KOMM-IN gestalteten die Wortgottesfeier mit. Als Herold verkündete Raphael Weber-Faust wichtige Ereignisse aus der Lebensgeschichte des Heiligen Martin. Elias Berchold als Bettler, der fror, und dem niemand Schutz und Unterkunft bot, sowie Nicole Schneider als Darstellerin des Heiligen Martin, riefen  die Legende vom Heiligen Martin, der seinen Mantel mit dem armen Bettler teilt, in Erinnerung.

"Durch die Jahrhunderte erinnert uns der heilige Martin und die Legende von der Teilung seines Mantels immer wieder daran, dass Mitgefühl wichtiger ist als Macht und Geld", sagte Pfarrer Amrehn in seiner kurzen Ansprache. "Wie Martin können auch wir anderen Menschen Hoffnung machen, wenn wir mit ihnen teilen, uns ihnen zuwenden."  Auch wenn man nicht mit den Laternen durch das Dorf ziehen konnte, sang man gemeinsam die bekannten Martinslieder.

Die Fürbitten wurden von KOMM-IN-Kindern und den Kommunionkindern vorgetragen. Sie trugen die Nöte der Menschen, die unter den Einschränkungen von Corona leiden, aber auch die Nöte und Konflikte der Welt vor Gott. Nach dem gemeinsam gesprochenen Vater unser und dem Segen erhielt jeder Gottesdienstbesucher noch einen Schokoriegel mit dem Bild des Heiligen Martin – nicht zum selber Essen, sondern um ihn mit jemandem zu teilen. Klar, dass der Schokoriegel coronasicher verpackt war.

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