Schweinfurt

„Mein Königreich für ein Pferd“

Shakespeares Drama zeigt anhand von Aufstieg und Fall des Monarchen Machtstrukturen und Mechanismen auf.
Foto: Sabine Haymann | Shakespeares Drama zeigt anhand von Aufstieg und Fall des Monarchen Machtstrukturen und Mechanismen auf.

Nur ein Ziel brennt in ihm – er will den Thron! „Richard III.“, um 1592/93 verfasst, ist eines der frühen Werke William Shakespeares und gilt als das Meisterstück unter seinen Königsdramen. Bis heute hat die Titelfigur nichts von ihrer Verführungskraft eingebüßt: Ein machtbesessenes, skrupelloses Ungeheuer, das uns dennoch gerade durch diese offen zur Schau gestellte, moralfreie Lebensführung fasziniert. Anhand des Aufstieg von Richard und seinem Fall werden Machtstrukturen und Mechanismen aufgezeigt, die erschreckend aktuell sind.

Jeweils um 19.30 Uhr am Montag, 18. Februar (Schauspielmiete blau und freier Verkauf) sowie am Dienstag, 19. Februar (Schauspielmiete rot und freier Verkauf) wird Manfred Langners Inszenierung für Schauspielbühnen in Stuttgart – Altes Schauspielhaus gezeigt. Die Titelrolle spielt Max Tidof, bekannt aus zahllosen Fernsehproduktionen und Filmen wie „Abgeschminkt!“ oder „Die Comedian Harmonists“ – für seine Rolle in diesem Kino-Hit wurde er mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet.

Drama in fünf Akten

In Shakespeares Drama in fünf Akten will Richard, Duke of Gloucester, König von England werden. Dafür beseitigt er mit Intrigen berechnend und kühl mordend der Reihe nach seine Verwandten, die in der Erbfolge vor ihm stehen, und Adelige, die sich ihm widersetzen.

Er umwirbt Prinzessin Anna, die Witwe seines Neffen Eduard, und macht ihr im Trauerzug für den ermordeten König Heinrich, ihrem Schwiegervater, einen Heiratsantrag. Sie nimmt an, dass Richard ihren Gatten und dessen Vater getötet hat, und reagiert empört, lässt aber das Schwert fallen, das ihr Richard mit entblößter Brust als Liebesbeweis hinhält. Mit Hilfe des ihm ergebenen Herzogs von Buckingham erreicht er endlich sein Ziel und besteigt den Thron von England. Doch das Maß ist voll.

Unter Führung des jungen Grafen Heinrich von Richmond aus dem Hause Tudor sammeln sich seine Gegner und rüsten zum Kampf. Am Vorabend der Entscheidungsschlacht bei Bosworth erscheinen dem jungen Richmond die Geister der Toten und verkünden ihm den Sieg, während den englischen König schwere Gewissensbisse befallen. Richard III. kommt in der Entscheidungsschlacht um, nachdem sein eigenes Pferd getötet wurde („Ein Pferd, ein Pferd, mein Königreich für ein Pferd!“), und Graf von Richmond ergreift als Heinrich VII. das Zepter.

Auf der Bühne stehen unter anderem Reinhold Weiser, Axel Weidemann, Stephanie von Borcke, Kim Zarah Langner, Martin Böhnlein, Marcus Born, Christoper Bangerter und Serjoscha Ritz.

Vorverkauf ab Samstag, 5. Januar, Tel. (0 97 21) 51 49 55 oder 5 10 – oder Internet: www.theater-schweinfurt.de

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