Werneck

Mit Reden, spielen und singen den Alltag bereichern

Im Rahmen einer Feierstunde bedankte sich die Bezirkseinrichtung Schloss Werneck für 40 Jahre ehrenamtlichen Besuchsdienst in den Pflegeheimen bei den Damen vom Sozialdienst katholischer Frauen. Mit im Bild (in der Mitte) Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, die Vorsitzende des SkF-Ortsverein Schweinfurt Elisabeth Maskos (rechts) und ihre Stellvertreterin Inge Weigand (links) sowie (rechts außen) Heimleiterin Verena Michel-Öftring und Verwaltungsdirektor Bernd Pallasch.
Foto: Gerald Gerstner | Im Rahmen einer Feierstunde bedankte sich die Bezirkseinrichtung Schloss Werneck für 40 Jahre ehrenamtlichen Besuchsdienst in den Pflegeheimen bei den Damen vom Sozialdienst katholischer Frauen.

Wer den Namen hört denkt unwillkürlich an den bekannten Kugellager-Konzern in Schweinfurt. Doch beim SkF, dem „Sozialdienst katholischer Frauen“, macht nicht nur das kleine k, sondern vor allem die Tätigkeit den Unterschied. Seit 40 Jahren leisten SkF-Frauen vom Ortsverein Schweinfurt in der Bezirkseinrichtung Schloss Werneck einen ehrenamtlichen Besuchsdienst. Im wöchentlichen Wechsel bereichern sie in zwei Gruppen das Leben und den Alltag der Bewohner auf den gerontopsychiatrischen Stationen der Pflegeheime Haus Erthal und Albert-Schweitzer Haus.

Dank und Anerkennung für diesen langen Einsatz erfuhren die Ehrenamtlichen vom SkF nun im Rahmen einer Feierstunde. Dass sie für die Bewohner der Heime da sind, ihnen Zeit, Zuwendung und menschliche Wärme schenken, sei ein ganz besonderes und unverzichtbares Engagement, würdigte Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel die Helferinnen. Es beweise Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe und trage dazu bei, dass die Gesellschaft ein soziales Gesicht behält. 1899 von Agnes Neuhaus in Dortmund gegründet, umfasse der Sozialdienst heute deutschlandweit 143 Ortsvereine mit 19.000 Mitgliedern und Ehrenamtlichen sowie 6500 hauptberuflichen Mitarbeitern, ließ Dotzel wissen.

Liebevolles Verhältnis

Inge Weigand, die stellvertretende Schweinfurter Vorsitzende und Koordinatorin der Einsätze, bescheinigte ihren Frauen Empathie, Fröhlichkeit und Herzlichkeit bei der Begegnung mit den Bewohnern. Sie bringen zu den Besuchsnachmittagen Kuchen oder auch mal ein Eis mit und machen auch den Rauchern mit Zigaretten eine Freude. Sie kennen die Lebensgeschichte der Männer und Frauen, die oft wenig oder gar keinen Besuch von außen bekommen. Sie reden, spielen und singen mit den Bewohnern, wobei gerade die Musik die Seele und Herzen öffnet, weiß Weigand. Beim Sommerfest der Heime feiern sie mit den Bewohnern, bei Beerdigungen kommen sie um Abschied zu nehmen.

Nach einer Kontaktaufnahme durch die Klinik kam es 1978 durch Gerda May und ihre Schwägerin Elke May zur Gründung des „Laienhelferkreises“, dessen Mitglieder die Patienten auf den Langzeitstationen des Psychiatrischen Krankenhauses alle 14 Tage besuchten, erinnerte die Leiterin der Heime, Verena Michel-Öftring, an die Anfänge. Seit 1996 im Rahmen der Enthospitalisierung aus den Langzeitstationen die Heime hervorgingen, werden die Bewohner dort besucht. Sie dankte ebenfalls für die Hilfe und Unterstützung des Besuchsdienstes, dessen Arbeit sehr geschätzt sei. Dem schloss sich auch Verwaltungsdirektor Bernd Pallasch an.

Für ihr Engagement geehrt

Damen der ersten Stunde sind keine mehr dabei. Doch einige der aktiven SkF-Frauen bringen es auf über 30 Jahre Besuchsdienst in Werneck. Geehrt wurden von den zwei Besuchsteams: Karin Kern, Christine Wagenhäuser, Helga Barth, Saba Fischer, Jutta Füller, Sabine Finke, Juliane Reuß, Brigitte Pfeuffer, Marie-Therese Rudloff und Christina Meder. Außerdem Inge Weigand-Roll, die wöchentlich die Bewohner vom Haus Erthal zusätzlich alleine besucht sowie die dortige Bewohnerfürsprecherin Maria Herbert, die auch regelmäßig Besuche macht.

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