Gerolzhofen

Nach anonymem Test: Auszeichnung für die Tourist-Information

Das Fremdenverkehrsbüro wurde jetzt nach einem verdeckten  "Mystery Check" für drei weitere Jahre vom Deutschen Tourismusverband mit der "i-Marke" zertifiziert.
Der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft, Gerolzhofens Bürgermeister Thorsten Wozniak (von links), freut sich mit Beate Glotzmann, Leiterin der Tourist-Information, und der Mitarbeiterin Elisabeth Laufer über die weitere Verwendung der „i-Marke“. Dazu wurde am Alten Rathaus eine neue Gültigkeitsplakette, ähnlich einer TÜV-Marke, auf das Schild der i-Marke aufgeklebt.
Foto: Klaus Vogt | Der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft, Gerolzhofens Bürgermeister Thorsten Wozniak (von links), freut sich mit Beate Glotzmann, Leiterin der Tourist-Information, und der Mitarbeiterin Elisabeth Laufer über die ...

Die Tourist-Information im alten Rathaus am Marktplatz von Gerolzhofen ist die Visitenkarte der Stadt Gerolzhofen und das Informationszentrum für die Region Weinpanorama Steigerwald. Die Einrichtung der Verwaltungsgemeinschaft wurde im August 2020 wieder für weitere drei Jahre vom Deutschen Tourismusverband mit der "i-Marke" in einem freiwilligen Prüfverfahren zertifiziert.

Schon seit 2008 stellt sich die Tourist-Information im Herzen der Altstadt Gerolzhofens einer Prüfung der angebotenen Qualität. Die ersten drei Prüfungen bis 2017 wurden vom Tourismusverband Franken im Rahmen seiner Qualitätsoffensive durchgeführt. Seit 2017 laufen die Qualitätschecks (alle drei Jahre) im Rahmen der "i-Marke" des Deutschen Tourismusverbands.

Zahlreiche Prüfpunkte

Zu den verbindlichen Qualitätsstandards gehören das Erscheinungsbild außen sowie auch in der Tourist-Information selbst. Die räumliche Ausstattung spielt fast so eine große Rolle wie die Beratung und der Service am Counter. Qualifiziertes Personal, der Einsatz moderner Kommunikationsmittel, das Serviceangebot vor Ort und kundenorientierte Öffnungszeiten sind nur ein Ausschnitt dieses Spektrums. Weitere Faktoren sind das Leistungsangebot und die Informationsbereitstellung der Tourist-Information, wie zum Beispiel die Prospekte präsentiert werden. Auch der Zustand der Toiletten und die Barrierefreiheit spielen eine Rolle. Selbst ob es einen Kinderbereich gibt, wo die Kleinen sich beschäftigen können, während die Beratung läuft, fließt in die Qualitätsbewertung ein.

"Häufig läuft der erste Kontakt mit den Gästen einer Stadt, einer Region über die Tourist-Information", wird Beate Glotzmann in einer Pressemitteilung zitiert. Deshalb sei es wichtig, nicht nur einen guten Eindruck bei den Besuchern zu hinterlassen, sondern kompetente Auskunft zu erteilen und Dienstleister zu sein. "Hierbei nimmt eine Tourist-Information eine gewisse Vorbildfunktion für alle touristischen Leistungsträger ein – vom Bäcker, über den Einzelhandel bis hin zum Gastgeber."

Prüfer kommt incognito

Getestet wird die Qualität der Tourist-Information häufig so, dass es die dort Beschäftigten nicht sofort mitkriegen. Beim sogenannten "Mystery Check "wird das Angebot vor Ort persönlich von einem beauftragten Prüfer unter die Lupe genommen, der sich zunächst nicht zu erkennen gibt. Auch dieses Mal kam der Prüfer unangemeldet an einem Sommertag im August kurz vor dem Brunnenschoppen, den das Team der Tourist-Information an diesem Tag gerade vorbereitet hatte.

Beate Glotzmann kann sich noch sehr gut an den Tag erinnern. Radfahrer fragten nach einer Unterkunft, das Telefon klingelte und der Brunnenschoppen musste vorbereitet werden. Und dann stand auch noch der Tester in der Rüstkammer. „Da heißt es Ruhe bewahren“, lächelt Glotzmann mit einem Augenzwinkern. „Bisher hat unser Team sehr gut abgeschnitten, ich bin stolz auf meine Mitarbeiter und unsere Leistungen. Mit der diesjährigen Bewertung lagen wir wieder über dem bayerischen und bundesdeutschen Durchschnitt.“

Fahrradständer fehlen

Einen wesentlichen Kritikpunkt fand der Prüfer: Es fehlen Fahrradständer im direkten Umfeld des Alten Rathauses. Dies sollte baldmöglichst geändert werden. Die Fahrradständer vor dem Anwesen Fehlbaum seien zu weit weg. "Dies habe ich aber nicht in der Hand", sagt Beate Glotzmann. Die Fahrradständer seien zwar geplant, doch auch zwei Jahre nach dem Ende der Rathaussanierung noch nicht aufgebaut. Und nun soll offenbar damit gewartet werden, bis die Umgestaltung des Marktplatzes anläuft. Aus ihrer Sicht, so Glotzmann weiter, böte sich aber der Bereich, wo jetzt schon der Schilderbaum mit den Hinweisen auf die Radwege steht, für das Aufstellen von Fahrradständer an. Diese Ständer könnten schnell und einfach auch wieder abgebaut werden, wenn ein großes Fest, beispielsweise das Weinfest, ansteht.

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