Geldersheim

Nach dem Umzug baut der AZV neu

Soll einem kompletten Neubau weichen: das jetzige Sozialgebäude der Kläranlage Geldersheim.
Foto: Uwe Eichler | Soll einem kompletten Neubau weichen: das jetzige Sozialgebäude der Kläranlage Geldersheim.

Nun ist es amtlich: Der Abwasserzweckverband (AZV) Obere Werntalgemeinden hat seinen neuen Sitz in Geldersheim, was auch in der Satzung Einzug gehalten hat. Im November ist die Verwaltung vom RMG-Gebäude Poppenhausen an die Kläranlage umgezogen.

Auch die Verbandsversammlung fand nun in Geldersheim, in der Schulturnhalle, statt, unter Leitung des neuen Verbandsvorsitzenden Willi Warmuth. Das große Thema war der Neubau an Stelle des betagten Sozial- und Personalgebäudes, direkt hinter der Toranlage der Kläranlage: Peter Friedrich vom Schweinfurter Büro RWP hatte den Vorentwurf dabei.

In den ehemaligen Betriebswohnungen, einem Doppelhaus, sind momentan die Umkleiden und Duschen untergebracht. Die dreiköpfige Verwaltung teilt sich derzeit im Betriebsgebäude ein Zimmer. Daraus soll ein kompletter Neubau werden: mit einem zweistöckigen Verwaltungstrakt, der durch die Kunden vom Parkplatz aus separat erreichbar ist, mit einem modernen Sozial- und Aufenthaltsbereich, rund um einen Lichthof. Die Stellplätze vor dem Tor werden erweitert. Vorgesehen ist ein Kellerraum für die AZV-Archivordner (die teilweise in den Mitgliedsgemeinden untergebracht sind), aber auch ein Sitzungs- und Besprechungsraum.

Ökologische Details

Über ökologische Details, wie Dachbegrünung, Photovoltaik oder Holzbauweise, wird noch gesprochen. Gerechnet wird mit Kosten von 2,87 Millionen Euro. Baubeginn könnte nächsten Herbst sein, Einzug Ende 2022.

Der Altbau könne leider "null" weiterverwertet werden, meinte Friedrich auf Nachfrage von Thomas Kundmüller (Geldersheim). Eine Aufstockung wäre schon durch die Statik fraglich gewesen.

Verbandsrat Andreas Schmitt (Oerlenbach) sah den Neubau an der falschen Stelle. Man könne ihn leider nicht mehr verrutschen, meinte AZV-Betriebsleiter Jürgen Seufert, aufgrund von "Zwangspunkten" wie den Sulzgraben. Schmitt regte an, zumindest Einsparungen zu prüfen.

Auch Inge Stephan (Niederwerrn) hatte Bedenken angesichts von fast 4000 Euro Kosten pro Quadratmeter: "Wir entscheiden hier für die nächste Generation." Sie würde bei den Ausgaben den eigenen "Fußabdruck" gerne so gering wie möglich halten.

Es gehe um viel Geld, gab Bürgermeisterin Simone Seufert (Euerbach) zu, man müsse die Anlage aber auch zukunftsfähig halten.

"Definitiv nicht haltbar"

"Die Zustände sind definitiv nicht haltbar", meinte Oerlenbachs Rathauschef Nico Rogge. Auch Daniela Sell sah als AZV-Geschäftsleiterin keine Alternativen, die Modernisierung beinhalte keinen Luxus. Der Kostenrahmen sei bei einem öffentlichen Auftraggeber üblich, sagte RWP-Ingenieur Frank Schmierlein.

Das Projekt wurde bei einer Gegenstimme auf den Weg gebracht.

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