Kolitzheim

Nächster Schritt auf dem Weg zur Umgestaltung des Weihers

Bauanträge, Stammheimer Weiher und Feststellung des Jahresabschlusses für die Wasserversorgung und die Photovoltaikanlagen waren die Hauptpunkte der Gemeinderatssitzung des Kolitzheimer Gemeinderats. Die Sitzung wurde von der stellvertretenden Bürgermeisterin Katharina Graf geleitet.

Bei der Bauvoranfrage für den Neubau eines Hauses in Unterspiesheim wurde angeregt, die Außenansicht des Neubaus in Richtung Hauptstraße ähnlich der des bestehenden Gebäudes zu gestalten. Dem Neubau einer landwirtschaftlichen Hofbiogasanlage im Außenbereich von Kolitzheim wurde das gemeindliche Einvernehmen als landwirtschaftlich privilegiertem Bauvorhaben erteilt. Diese Anlage könnte auch das Rathaus und der vorgesehene Anbau mit Wärme beliefern. Die bestehende Planungsunsicherheit könne man in Kauf nehmen: Es sei kaum zu erwarten, dass das Vorhaben nicht genehmigt wird.

Differenzierte Diskussion zur Umgestaltung des Weihers

Sehr differenziert war die Diskussion zur Umgestaltung des Weihers und dessen Umfeld in Stammheim. Landschaftsarchitekt Ralf Warm vom Architekturbüro arc.grün stellte die Planungen vor. Die Anregungen der Stammheimer Bürgerinnen und Bürger aus der Versammlung im Juli waren darin aufgenommen worden. Das Amt für ländliche Entwicklung fördert das Projekt mit 50 Prozent informierte Kämmerer Werner Knoblach.

Wichtigste Punkte der Diskussion: die Gestaltung der Mauer um den See, die Gestaltung des Beckens des Weihers und des Geländers um den Weiher. Die Versicherung schreibt vor, dass dieses Geländer auf Grund der Tiefe des Weihers von 1,10 Meter mindestens 90 Zentimeter hoch sein muss. Im Umgriff des Weihers wird das gleiche Pflaster verwendet wie vor dem Rathaus. Die Mauer um den See auf der Straßenseite werde saniert, die weitere Mauer um den See müsse abgerissen und neu errichtet werden. Die Bäume bleiben erhalten, der Brunnen wird leicht versetzt, die Brunnentechnik wird erneuert. Die Wannenausbildung werde mit wasserundurchlässigem Beton ausgeführt.

Mehrkosten wegen Blendmauerwerk aus Naturstein

Von den drei angebotenen Varianten wurde die Ausgestaltung der Wanne mit Blendmauerwerk aus Naturstein von der großen Mehrheit der Räte ausgewählt. Die Mehrkosten von etwa 27 000 Euro dafür seien angemessen, da sich der Anblick des Weihers an der Tradition orientieren soll. Die Gestaltung des Geländers war auch schon bei der Versammlung im Sommer Gegenstand ausführlicher Diskussionen – so auch bei der Gemeinderatssitzung.

Die drei vorgelegten Varianten überzeugten nicht, daher verständigte man sich darauf, dass ein neuer Entwurf vorgelegt werden solle, der eine möglichst ungestörte Sicht auf den Weiher ermögliche. Dies sei am ehesten möglich durch dünne, senkrecht angeordnete, nach außen geneigte Edelstahlstäbe. Der Vorschlag von Ralf Warm, die neuen Versionen mit der Versicherung abzuklären, fand allgemeine Zustimmung.

Erhöhte Kosten und Verzögerungen können eintreten

Die neuen Vorschläge werden im Gemeinderat erneut diskutiert. Bei einer Begehung mit der Polizei soll geklärt werden, wie viele Parkplätze möglich seien, so ein weiterer Beschluss. Die Anregung von Renate Moller, eine Lademöglichkeit für Elektroautos und Elektro-Fahrräder vorzusehen, wurde insofern aufgegriffen, dass eine Fahrad-Ladestation vorgesehen werden soll. Für die Auto-Ladestation sei der Platz um den Weiher nicht der richtige Ort. Hier müsse man auch weiter denken und eine Lösung für alle Ortsteile vorsehen.

Nach aktuellen Preisen beläuft sich die Kostenberechnung auf 570 000 Euro. Dazu kommen die Mehrkosten für die Natursteinumrandung des Weihers in Höhe von etwa 27 000 Euro. Ralf Warm machte darauf aufmerksam, dass sich die Kosten aufgrund der aktuellen Situation am Baumarkt noch erhöhen und dass auch Verzögerungen eintreten könnten.

Genehmigung für Schulhausneubau ist auf der Zielgeraden

Der Durchführungsbeschluss, den der Gemeinderat fasste, macht den Weg frei, den Zuschussantrag an das Amt für ländliche Entwicklung zu stellen.

Kämmerer Werner Knoblach stellte die Finanzsituation der Wasserversorgung und der Photovoltaikanlagen der Gemeinde vor. Die Einnahmen für die Wassergebühren lagen im Jahr 2020 aufgrund der Gebührenerhöhung um etwa 76 000 Euro höher als im Vorjahr. Die Bilanz in Aktiva und Passiva belief sich auf etwa 1,8 Millionen Euro. Die Genehmigung für den Schulhausneubau sei "auf der Zielgeraden" informierte Kämmerer Werner Knoblach auf Nachfrage von Michael Ortner. An der geforderten Ergänzung des Konzepts der Ganztagsbetreuung arbeiten Lernlandschaft, Schulleitung und Gemeindeverwaltung.

Weitere Artikel
Themen & Autoren / Autorinnen
Kolitzheim
Erhard Scholl
Bauanträge
Brunnen
Bürgermeister und Oberbürgermeister
Elektroautos
Gebäude
Jahresabschlüsse
Kommunalverwaltungen
Kostenberechnung
Landwirtschaft
Ortsteil
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (0)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!