Waldsachsen

Naturgärten laden ein: Hier fühlen sich Mensch und Tier wohl

Liebevolle Dekorationen sind Hingucker im Garten von Birgit Helbig in Waldsachsen.
Foto: Rita Steger-Frühwacht | Liebevolle Dekorationen sind Hingucker im Garten von Birgit Helbig in Waldsachsen.

Die „NaturGartenTour“ des Bezirksverbandes der Vereine für Gartenbau und Landespflege startet auch im Landkreis Schweinfurt am kommenden Sonntag, 13. Juni. Insgesamt öffnen in Unterfranken 20 vom Verband zertifizierte Naturgärten ihre Pforten. Bei Aktionen und Führungen können Besucher so naturnahe Gartengestaltung mit großer Artenvielfalt, aber oft auch liebevollen Deko-Ideen kennenlernen. Eine, die ihren Garten für neugierige Blicke öffnet ist Birgit Helbig. Sie lädt am Sonntag, 13. Juni, um 17.30 Uhr in ihr „grünes Idyll“ in Waldsachsen (Marktsteinacher Straße 16) ein.

„Mein Garten ist so gestaltet, dass sich Mensch und Tiere darin wohlfühlen“, versichert Birgit Helbig. Seit etwa zwei Jahrzehnten gestaltet sie den ehemaligen 2500 Quadratmeter großen Kartoffelacker hinter dem ehemals landwirtschaftlichen Gehöft in ein grünes Paradies um. Im vergangenen Jahr erhielt ihr Garten das Zertifikat "Naturgarten". Wie die Besucher bei der Führung sehen können, sind die Kriterien dafür überreich erfüllt. Bei schönem Wetter kann man ein Brummen, Summen und Schwirren der Insekten wahrnehmen. Denn die große Artenvielfalt der Pflanzen, wie verschiedene Geraniumarten, bieten reichlich Nektar für Bienen, Schmetterlingen & Co. Wildrosen mit offenschaligen Blüten locken Insekten an.

Augenmerk auf standörtliche und naturnahe Pflanzensorten

Sehr viel Beachtung schenkt die Gartenbesitzerin auch dem unterschiedlichen Zeitpunkt der der Blüte der im Garten vorhandenen Pflanzen. So leuchten als vorherrschende Blühpflanzen in Gelb die Narzissen im Frühjahr, die Rosen in Rot- und Rosetönen im Sommer und im Herbst sind vor allem die Fetthennen Nahrungsquelle für verschiedene Insekten.

„Im Naturgarten geht es darum, verschiedene Lebensräume zu schaffen, aber er muss nicht ungepflegt sein.“
Birgit Helbig, Besitzerin eines Naturgartens in Waldsachsen

„Schon bei der Pflanzenauswahl achte ich auf standörtliche und naturnahe Sorten“, meint Birgit Helbig. Und sie setzt hinzu: „Wo Insekten sind, da kommen auch die Vögel“. Neben reichhaltigen Futterquellen finden sie hier im Garten auch in den Sträuchern wie Holunder oder Schneeball sowie den hohen Gräsern Unterschlupf vor Feinden und Nistgelegenheiten. Da es sich, wie typisch für die Gemarkung Waldsachsen, hier um einen schweren Lehmboden handelt, sucht man vergeblich nach Azaleen und Zypressen.

Lauschige Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein

Der alte Baumbestand, zu dem auch fünf Walnussbäume gehören, beschattet in unterschiedlicher Intensität lauschige Sitzgelegenheiten. Eine Quelle auf dem Hofgelände speist den Teich, in den das Wasser aus einem mehrere Tonnen schweren Findling plätschert. Dass der Stein aus der Gegend kommt, ist für Birgit Helbig selbstverständlich, denn nur örtliche Materialen finden hier Verwendung. So grenzen niedrige Holzzäunchen die Pflanzinseln ein. Totholz- und Steinhaufen sind Lebensräume für Eidechsen und Molche. „Im Naturgarten geht es darum, verschiedene Lebensräume zu schaffen, aber er muss nicht ungepflegt sein“, betont sie. So darf mal hier und da ein Stück Rasen beim Mähen stehen bleiben, wenn dort besonders schön Wiesenkräuter blühen.

Ein Naturgarten lädt ein: Birgit Helbig verbringt viel Zeit in ihrem Garten mit Arbeit, nimmt sich aber auch Zeit hier zu entspannen.
Foto: Rita Steger-Frühwacht | Ein Naturgarten lädt ein: Birgit Helbig verbringt viel Zeit in ihrem Garten mit Arbeit, nimmt sich aber auch Zeit hier zu entspannen.

Birgit Helbig will bei den Besuchern ihrer Führungen oftmals auch zu einem Umdenken anregen: „Mein Ziel ist es, mit meinem Garten so zu inspirieren, dass sich die Gäste überlegen, ob sie wirklich eine Steinwüste in ihrem Garten anlegen wollen.“

Dekoartikel in Rost und Zink sowie Naturmaterialien

Mit Dekoartikeln, die bei Birgit Helbig meist in Rost und Zink sowie Naturmaterialien gehalten sind, setzt sie Akzente. Ideen und Anregungen, die ihren naturnahen Garten so sehenswert machen, teilt sie auch auf ihrem Instagram-Account landhaus_garten

Weitere Führungen bietet Birgit Helbig zur gleichen Uhrzeit und mit schriftlicher und telefonischer Anmeldung sowie der Beachtung der dann jeweils gültigen Corona-Regeln am 29. Juni, 7. Juli, 31. August sowie am 14. und 26. September an.

Im Landkreis Schweinfurt laden außerdem zu Führungen durch ihre Naturgärten ein Henriette Dornberger, Wetzhausen, (19. Juni), Familie Scheder, Lülsfeld, (12. September) und Rita Popp, Gerolzhofen, (12. September). Infos unter: www.bv-gartenbauvereine -ufr.de/naturgartentour.

 Begrüßungsschild in Naturmaterial
Foto: Rita Steger-Frühwacht |  Begrüßungsschild in Naturmaterial
Auch ein Paradies für Vögel findet sich hier.
Foto: Rita Steger-Frühwacht | Auch ein Paradies für Vögel findet sich hier.
 Aus einem Findling wird der Teich gespeist.
Foto: Rita Steger-Frühwacht |  Aus einem Findling wird der Teich gespeist.
Stilvoll in Szene gesetzt: Milchkanne & Co.
Foto: Rita Steger-Frühwacht | Stilvoll in Szene gesetzt: Milchkanne & Co.
Lauschige Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein.
Foto: Rita Steger-Frühwacht | Lauschige Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein.
Funkien und Tränendes Herz fühlen sich im Schattenbereich wohl.
Foto: Rita Steger-Frühwacht | Funkien und Tränendes Herz fühlen sich im Schattenbereich wohl.
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