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Neue Mitte Ebertshausen nimmt Gestalt an

So soll sie aussehen, die neu gestaltete Mitte Ebertshausen. Links die Festscheune und daneben das neue Dorfgemeinschaftshaus und die Feuerwehr-Gerätehalle.
Foto: Büro Perleth | So soll sie aussehen, die neu gestaltete Mitte Ebertshausen. Links die Festscheune und daneben das neue Dorfgemeinschaftshaus und die Feuerwehr-Gerätehalle.

Joachim Perleth vom gleichnamigen Ingenieurbüro stellte dem Rat noch einmal die fortgeschrittenen Planungen zur neuen Mitte Ebertshausen vor. Dabei stellte er die Anregungen der Bürger zur Diskussion.

Die Bürger werden sich selbst um das Herrichten der Festscheune kümmern, allerdings baten sie den Außenanstrich, für den ein Gerüst nötig ist, zu vergeben. Diese Kosten hat Perleth bereits in seinen Finanzplan eingebaut. Auch der Wunsch der freiwilligen Feuerwehr den Eingang zur Feuerwehrhalle mit einem Vordach zu schützen, sei unschwer und kostengünstig einzuplanen. Bemängelt wurde von den Bürgern, dass man durch die Fenster des Jugendraums im Obergeschoss auf das Flachdach des die Gebäude verbindenden Foyers käme. Hier wurde eine Absturzsicherung verlangt. Achim Zehner beruhigte, man werde das so regeln, dass da keiner raus kann. Für Ebertshausen sei das Ensemble Feuerwehrhalle, Dorfgemeinschaftshaus und Festscheune das "non plus ultra", ein Zugewinn für den Ortsteil und es werde von den Bürgern "einhellig begrüßt".

Längere Diskussionen gab es darüber, dass der Jugendraum im Obergeschoss nicht barrierefrei erreichbar sein wird. Es gäbe die Möglichkeit eines Treppenlifts oder eines Aufzugs, erklärte Perleth. Wenn man schon 3,1 Millionen Euro in die Hand nehme, sollte man auch im Obergeschoss auf Barrierefreiheit achten, meinte Fred Conrad. Das Gebäude gelte als barrierefrei, weil die Jugend, sollte einmal der Fall eintreten, dass jemand so stark gehbehindert ist, nach unten ausweichen könnte, erklärte Bürgermeisterin Birgit Göbhardt. Außerdem könne man in diesem Fall ja immer noch einen Treppenlift einbauen, ergänzte Steffen Sperber der einen Aufzug für "total übertrieben" hielt. Albin Sterzer fragte nach einem Raum für ambulante Behandlungen, falls ein Arzt einmal zu externen Sprechstunden käme. Dafür könne man den Veranstaltungsraum mit Trennwänden verkleinern, schlug Perleth vor.

Die Bedenken wegen eines möglichen Hochwassers teilte der Architekt nicht, der Standort sei kein hochwassergefährdeter Bereich. Genaue Berechnungen gebe es nicht, das habe man beim Wasserwirtschaftamt nachgefragt. Wenn überhaupt müsste man also einen Fachplaner engagieren, der die hydraulischen Berechnungen macht. Uwe Heid fragte nach, ob denn die Außentreppe die vom Jugendraum nach unter führe wirklich nötig sei. Ein zweiter Fluchtweg sei vorgeschrieben, erklärte Perleth.

Nach der Kostenschätzung des Büros Perleth belaufen sich die Gesamtbaukosten auf 3 116 500 Euro. Davon entfallen 2 038 739 Euro auf die Dorfgemeinschaft und 1 077 688 Euro auf die Feuerwehr. Die Kosten für die Dorfgemeinschaft können im Amt für ländliche Entwicklung in einer Höhe von bis zu 80 Prozent gefördert werden. Dann verblieben für die Gemeinde noch 407 747 Euro. Steffen Sperber hätte diese 80-prozentige Förderung gerne schwarz auf weiß gesehen, bevor er zustimmt. Das aber, so Perleth, sei nicht möglich, weil dies immer erst in der Leistungsphase drei geschehe. Die Bürgermeisterin betonte, dass ihnen eine höchstmögliche Förderung mehrfach zugesagt worden sei und man auch ein bisschen Vertrauen ins Amt haben sollte. Außerdem dränge die Zeit, denn das neue Feuerwehrauto für Ebertshausen könne erst bestellt werden, wenn die Gerätehalle abgesegnet sei. Auch koste jede Verzögerung unnötig Geld. Albin Sterzer fragte schließlich nach dem Zeitplan. Man wolle die einzelnen Gewerke im Herbst 2020 ausschreiben, so dass im Frühjahr 2021 mit dem Bau begonnen werden könne, so Perleth.

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