Niederwerrn

Niederwerrner Schausteller klagt gegen Freistaat

Während deutsche Schausteller zum Protest nach Berlin fahren, liegt die Normenkontrollklage eines unterfränkischen Unternehmers bereits beim Verwaltungsgerichtshof in München.
Schausteller-Chef Karl Uebel aus Niederwerrn (Lkr. Schweinfurt) sieht in einer Bestimmung der Bayerischen Infektionsschutzverordnung ein faktisches Berufsverbot und klagt dagegen mit zwei Mitstreitern vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Im Bild: Gäste in einem Fahrgeschäft von 'Uebel & Sachs' beim Volkacher Weinfest im August 2019.
Schausteller-Chef Karl Uebel aus Niederwerrn (Lkr. Schweinfurt) sieht in einer Bestimmung der Bayerischen Infektionsschutzverordnung ein faktisches Berufsverbot und klagt dagegen mit zwei Mitstreitern vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Foto: Patty Varasano
Die deutschen Schausteller sehen sich "durch das Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober faktisch mit einem Berufsausübungsverbot belegt", schreiben sie auf der Homepage ihres Verbands. Ihre letzten Einnahmen hätten sie auf den Herbstkirmessen oder Weihnachtsmärkten 2019 erzielt. Mehr als 5000 Familienunternehmen seien massiv in ihrer Existenz bedroht.Rollende Großkundgebung in BerlinUm auf diese dramatische Situation aufmerksam zu machen, organisiert der Deutsche Schaustellerbund (DSB) am 2. Juli eine "rollende Großkundgebung" mit Schaustellerfahrzeugen zum Brandenburger Tor in Berlin.