Sennfeld

Nur eine Pferdekoppel oder eine Ranch?

Einen Bauantrag für eine Pferdekoppel im Außenbereich und noch dazu in der weiteren Schutzzone des Wasserschutzgebiets für drei Sennfelder Trinkwasserbrunnen sollte der Gemeinderat Sennfeld in seiner jüngsten Sitzung beurteilen. Das warf weitere Fragen auf.

Einen Acker am Häckerspfad will der Bauherr einzäunen, in Grünland umwandeln und dort drei Pferde weiden lassen. Ein drei Meter breiter Blühstreifen rings um die Fläche wurde ebenfalls beantragt. Das Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen hatte kein grundsätzliches Verbot des Vorhabens gesehen, hielt Zweiter Bürgermeister Helmut Heimrich, Leiter der Gemeinderatssitzung, fest. Aber die Gemeinde als örtlicher Wasserversorger solle gehört werden.

Diese könne zustimmen, wenn das Landratsamt mit seiner Abteilung Wasserrecht etwaige Beeinträchtigungen des Wasserschutzgebietes ausschließen könne, lautete der Beschlussvorschlag der Verwaltung.

Landratsamt soll prüfen, ob Umnutzung nötig ist

Allerdings konnte der Gemeinderat nicht klären, wie es um die bestehende Scheune auf dem Acker steht, die als Pferdestall genutzt werden soll, wie Heimrich sagte. Der Bauantrag beinhaltete dazu keinen Antrag für diese Nutzung. "Wenn ein Pferdestall dazu kommt, dann ist das eine Ranch, also etwas anderes als nur eine Wiese in einer Koppel", meinte Sebastian Tietze.

Das Landratsamt soll prüfen, ob eine Umnutzung der Scheune nötig sei und ob dafür ein gesonderter Antrag gestellt werden muss, lautete die Ergänzung des Beschlussvorschlags, dem die Mehrheit der Gemeinderäte gegen die Stimmen von Sebastian Tietze und Gerold Schömig zustimmte.

Dagegen vertagte das Gremium eine Entscheidung über eine Terrassenüberdachung in der Dachsgrube, die die östliche Baugrenze überschreitet. Denn auf dem Nachbargrundstück plant die Gemeinde das Nahwärmenetz und wartet noch auf dessen Beurteilung durch die Immissionen-Abteilung beim Landratsamt.

Keine Einwände hatte der Gemeinderat gegen die Erweiterung der Unterstellhalle der BRK-Wasserwacht um fünf mal zehn Meter. Ein neues Rettungsfahrzeug soll darin untergestellt werden. Ebenso war das Gremium einverstanden mit der Nutzungsänderung eines Abstellraums zu einem Hobby- und Gästeraum in der Hauptstraße.

Wasserrohrbruch bei der Schule

Zweiter Bürgermeister Heimrich informierte über einen Wasserrohrbruch zwischen der Schule und der Turnhalle. Derzeit werden die Reparaturkosten eruiert. Sollten sie zu hoch sein, werde der Gemeinderat dazu gehört.

Mehrere Schotterwege wurden und werden derzeit ausgebessert, gab Heimrich bekannt: Am Sennfelder See, dort auch von den Stadtwerken, an der Hellen Lohe. Auch der Weg zur Wehranlage sei Gegenstand eines Gesprächs mit dem Schweinfurter Oberbürgermeister, ergänzte Verwaltungsleiter Thomas Wagenhäuser. Der Radweg an der S-Kurve sei ebenfalls Thema.

Fehlende Abfalleimer am Aussichtsturm und am Spielplatz Konrad-Wagner-Straße bemängelte Jürgen Bandorf. Am Aussichtsturm seien bewusst keine aufgestellt, die Verursacher sollten ihren Unrat mit nach Hause nehmen, sagte Michael Klüpfel. Fehlende Sitzbänke würden geprüft und wieder aufgestellt, so Heimrich.

Fertig gestellt ist der Flyer über "Sennfelds alte Flur- und Seenamen", der im Rathaus ausliegt. Die acht großen Übersichtstafeln werden noch aufgestellt.

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