Röthlein

Ortstermin beim Brunnen

Wasser marsch: Begutachtet wurde vom Gemeinderat der Brunnen auf dem neugestalteten Liborius-Wagner-Platz in Heidenfeld.
Wasser marsch: Begutachtet wurde vom Gemeinderat der Brunnen auf dem neugestalteten Liborius-Wagner-Platz in Heidenfeld. Foto: Daniela Schneider

Vor Ort betrachtet fällt doch manche Entscheidung leichter - das dachte sich auch Bürgermeister Peter Gehring und lud seinen Gemeinderat und Bürger zum Besichtigungstermin nach Heidenfeld. Dort sorgt die Gestaltung der Dorfplätze schon seit längerem für Diskussionen: Auf dem Liborius-Wagner-Platz soll eine Wasseranlage entstehen, die nun aus genehmigungsrechtlichen Gründen anders ausfällt als ursprünglich gedacht.

Statt stetem bachähnlichem Lauf mit teuer aufzubereitendem Zisternenwasser wird nun ein Brunnen in Betrieb gehen, der - mit Frischwasser in Trinkwasserqualität gespeist - aus einem Loch heraus sprudelt und per Schalter bedient wird. Der anvisierten Schwengelpumpe erteilte das Gremium mehrheitlich als "stilistisch unpassend" die Absage.

Beruhigt waren die Räte allerdings vom Bachlauf in der gepflasterten Rinne; wie Andreas Hetterich dank herbeigeschleppten Wassers simulierte, fließt das ganz ordentlich in Richtung Schacht.

Für Diskussionen sorgte auch ein Bauantrag der Firma Beuerlein: Im Außenbereich Röthleins plant die Firma die Erweiterung einer bereits genehmigten Lagerhalle um eine zweite Halle. Des Weiteren sollen eine ebenfalls 2019 genehmigte Abfüllstation und Sozialcontainer nach Westen verlagert, ein Sedimentationsbecken errichtet und zur klaren Abgrenzung die Einfriedung um das Grundstück komplettiert werden.

Soweit so gut. Probleme hatten die Gemeinderäte allerdings mit den weiteren Planungen: Beantragt wurde nämlich auch die Asphaltierung von etwa 20 000 Quadratmetern auf dem Gelände, laut Bauherr zur Reduzierung von Staub und "Schmutzaustrag auf öffentliche Straßen", sowie eine Versickerung auf einem benachbarten Grundstück, das im Flächennutzungsplan als "Sonderfläche Solarenergie" ausgewiesen ist.

Oliver Schmitt hatte Bedenken hinsichtlich der Größe der geplanten Asphaltfläche, die, so verdeutlichte Andreas Hetterich,  in etwa der Größe zweier Sportplätze entspricht. Als "heftig" bezeichnete Detlev Reusch die Planungen. Er monierte, dass "da hinten langsam ein Gewerbegebiet" entsteht und befürchtete dazu, dass das gelagerte Abbruchmaterial möglicherweise aus dem Rückbau des Kernkraftwerkes stammen könnte.

Dazu nahm Bauherr Jan-Felix Beuerlein Stellung: Auch wenn das gelagerte Material vom Landratsamt genehmigt und nicht Gegenstand des Bauantrages ist, schloss Beuerlein eine Lagerung jeglichen KKW-Rückbaumaterials kategorisch aus. Er wies auch darauf hin, dass das geplante Versickerungsbecken nicht dauerhaft sei, also - so die Nachfrage Reuschs - die Möglichkeit eines Solarfeldes nicht verbaut werde.

Bürgermeister Peter Gehring fragte nach einer Ausgleichfläche auf dem Gelände. Das sei laut Beuerlein schwierig, deshalb ziehe man dazu Flächen von außerhalb heran. Die Ausführungen zerstreuten wohl mehrheitlich die Befürchtungen und so erteilte das Gremium abschließend mit 10:5 Stimmen das Einverständnis.     

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