Euerbach

Photovoltaik auf dem neuen Kindergarten

Der Rohbau steht, das Dach am neuen Kindergarten mitten in Euerbach ist gedeckt. Dort soll auch eine Photovoltaikanlage montiert werden.
Der Rohbau steht, das Dach am neuen Kindergarten mitten in Euerbach ist gedeckt. Dort soll auch eine Photovoltaikanlage montiert werden. Foto: Silvia Eidel

Die beiden Großbaustellen in der Gemeinde, der Bau der Kinderkrippe mit Tagespflege und die Erweiterung der Grundschule, schreiten gut voran und beschäftigten erneut den Gemeinderat. Als "unerfreulich" und "ärgerlich" beurteilten die Räte dagegen einige kleine Schwarzbauten an einem Gewerbegrundstück, die sie im Nachhinein genehmigen sollten.

Etliche Arbeiten an den zwei neuen gemeindlichen Gebäuden wurden vom Gemeinderat vergeben. Metallbauarbeiten an der Grundschule erhielt die Schlosserei Weisenseel (Niederlauer) für 28 555 Euro zugeschlagen, ebenso für Metallgeländer am Kindergarten für 21317 Euro. Dort soll die Firma Metallbau Vorndran (Kleinwenkheim) zudem für 42 292 Euro Alu-Glas-Elemente fertigen.

Weil eine Photovoltaikanlage auf dem Gebäude der Kinderkrippe vom Gemeinderat erst nachträglich beschlossen worden war, enthielt die Ausschreibung diese Position nicht, was nun nachgeholt wird, informierte Bürgermeisterin Simone Seufert. Für die Elektroprojektierung gestand der Gemeinderat dem ausführenden Büro Bopp (Schweinfurt) rund 3400 Euro mehr zu. Für die PV-Anlage mit geschätzten Kosten von 20 000 Euro ermächtigte der Rat die Gemeindeverwaltung aus Zeitgründen, den Auftrag an den günstigsten Bieter zu vergeben.

Einen Besitzerwechsel hat es bei einem Gewerbegrundstück am Oberwerrner Weg gegeben, so Seufert. Der neue Eigentümer will die Betriebsleiterwohnung zum Büro und zur Produktion umnutzen, die Garage als Lager verwenden und einen Lagerraum zwischen den Garagen und der Produktionshalle errichten. Soweit gab es keine Einwände aus dem Gemeinderat.

Drei Anbauten baurechtlich nicht erfasst

Allerdings hatte der neue Besitzer laut Seufert festgestellt, dass drei kleinere Anbauten an der Produktionshalle – eine Schleuse, eine Überdachung für Müllcontainer und ein Technikraum mit Stickstofftank – baurechtlich nicht erfasst sind, wie sich die Bürgermeisterin ausdrückte. Für diese "Schwarzbauten" stellte der neue Eigentümer nun im Nachhinein Bauanträge.

So ein Agieren sei in keinster Weise wünschenswert, sagte Seufert. Allerdings habe die Gemeinde auch andere Bauten im Nachhinein genehmigen müssen. In diesem Fall gehörten die drei kleinen Anbauten zur Produktionsstätte dazu.

Nicht in Ordnung sei so ein Verhalten, urteilte Andreas Schraut und fragte, wie die Gemeinde so etwas verhindern könne. Die Gemeinde sei nur für das Planungsrecht zuständig, erläuterte Verwaltungsleiter Klaus Wolf. Für die Bauaufsicht müsse das Landratsamt Schweinfurt sorgen, dieses müsse überwachen, was tatsächlich gebaut werde.

Als extrem ärgerlich stufte Jochen Kraft die Situation ein. Jeder Privatmann müsse seine Bauten genehmigen lassen. Ein Absegnen der Pläne hinterher durch den Gemeinderat würde Nachahmer einladen. Solch ein Vorgehen sei aber die Ausnahme, betonte die Bürgermeisterin. Dem Beschlussvorschlag, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen, folgte der Gemeinderat schließlich einstimmig.

Einverstanden zeigte er sich auch mit dem Neubau eines Einfamilienhauses in Obbach in der Frühlingsstraße 10 sowie mit einem Haus mit Carport auf einer Teilfläche der Euerbacher Hauptstraße 1.

Öffentlicher Fußweg überwuchert

Überwuchert ist ein gemeindlicher Fußweg in Sömmersdorf von der Zinnstraße zur Steingrube, weshalb Fußgänger auf ein daneben liegendes Privatgrundstück ausweichen, informierte Seufert. Dessen Besitzer baten die Gemeinde, dies zu unterbinden.

Über die Dorferneuerung könne der Weg als alleiniges Projekt nicht ausgebaut werden, allenfalls im Zusammenhang mit einer Planung für die Zinnstraße. Was aber noch sehr lange dauern werde, so Seufert. Manfred Peter plädierte dafür, dass der Bauhof das Gebüsch samt Wurzeln entfernen und damit den öffentlichen Weg wieder begehbar machen solle. Dem stimmte der Gemeinderat zu.

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