Ebertshausen

Pläne für neue Mitte Ebertshausens sind fertig

Im Dorfkern von Ebertshausen wird mit Festscheune, Dorfgemeinschaftshaus, Feuerwehrhaus und Festplatz ein Zentrum für die Begegnung der Bürger entstehen.
Im Dorfkern von Ebertshausen wird mit Festscheune, Dorfgemeinschaftshaus, Feuerwehrhaus und Festplatz ein Zentrum für die Begegnung der Bürger entstehen. Foto: Rita Steger-Frühwacht

Breite Zustimmung fanden die Pläne von Frank Kriebel für die "Neue Mitte" von Ebertshausen, die der Architekt im Pfarrheim Vertretern der Dorfgemeinschaft und Bürgermeister Johannes Grebner präsentierte. Um den Platz von Waaghäusle und Dorfbrunnen werden sich in Zukunft eine Festscheune, ein Dorfgemeinschaftshaus, das Feuerwehrhaus und im hinteren Bereich ein Festplatz gruppieren.

"Die neue Mitte Ebertshausen" ist das zweite Projekt im Rahmen des Modellprojekts "Seestern", das 2010 startete und im Integrierten Entwicklungskonzept der Gemeindeallianz Schweinfurter Oberland die Anrainerortschaften des Ellertshäuser Sees umfasst. Bereits saniert wurden im Üchtelhausener Ortsteil Ebertshausen in einem Verfahren der Dorferneuerung die Erdkeller in der Ballingshäuser Straße.

Wichtig war den Bürgern, dass Festscheune, Dorfgemeinschaftshaus, Feuerwehrhaus und Festplatz als Ensemble in der Dorfmitte entstehen. Architekt Frank Kriebel betonte, dass alle Einrichtungen barrierefrei begehbar sein werden. Durch eine geringfügige Anhebung der überplanten Fläche wären die Gebäude bei Hochwasser im Ort bestmöglich vor dem Eindringen von Wasser geschützt. "Das Dorf hat sich zusammengetan, um die Feuerwehr im Dorf zu lassen", meint Joachim Zehner.

Dorfgemeinschaftshaus wird neu entstehen

Als markantestes Gebäude in diesem Projekt ragt die Festscheune heraus. Diese ist -wie alle übrigen für die "Neue Mitte Ebertshausen" überplanten Flächen- bereits im Besitz der Gemeinde. Für die Innenrenovierung verwies Joachim Zehner auf das große Engagement der Dorfgemeinschaft, das diese in Eigenleistung ausführen wird. "Was möglich ist, werden wir schon tun." Nur der Außenanstrich des Gebäudes ist im Kostenrahmen des Projekts enthalten, da dafür ein Gerüst aufgestellt werden muss.

An den von der Dorfstraße abgewandten Bereich der Festscheune schließt sich der Neubau des Dorfgemeinschaftshauses an, wobei ehemalige Stallungen umgebaut werden und die Versorgungsräume aufnehmen. Der Saal wird rund 65 Personen Platz bieten und über einen Ausschank verfügen. Dieser sowie die Küche können bei Veranstaltungen auf dem benachbarten Festplatz genutzt werden. Im Dorfgemeinschaftshaus sind Foyer, Sanitäreinrichtungen, Garderobe, Putzraum und Stuhllager vorgesehen. Eine Treppe führt in das Obergeschoss, wo ein Jugendraum eingerichtet wird. Ferner sind hier noch ein Raum für die Feuerwehrjugend und eine Teeküche untergebracht.

Neues Feuerwehrhaus seit 2002 im Gespräch

Joachim Zehner freute sich, dass die Pläne für das neue Feuerwehrhaus schon weit fortgeschritten sind. Man könne das neue Feuerwehrauto erst bestellen, wenn die Baugenehmigung vom Landratsamt vorliegt. Seit Jahren gibt es im Dorf Diskussionen über ein neues Fahrzeug und damit auch über ein neues Gerätehaus. Zehner lobte die Weitsicht der Gemeinde, die schon vor Jahren das Gelände in der Dorfmitte erwarb.

Das bisherige Feuerwehrhaus steht am Dorfrand in der Schlettachstraße und war in den 1950er Jahren für Gemeinschaftsgefrieranlagen der Dorfbewohner errichtet worden. Um 1970 wurde es Feuerwehrhaus. Allerdings reicht der Stellplatz darin nicht mehr für ein modernes Feuerwehrauto. Für das alte ist nach über 40 Jahren Ersatz nötig. "Schon seit 2002 wird über ein neues Feuerwehrauto und ein neues Feuerwehrhaus nachgedacht", erinnert sich Jugendwart Klaus Saal.

Im geplanten Gebäudekomplex für die Feuerwehr sind eine Gerätehalle für das Auto, ein Lagerraum mit Kraftstromanschluss, Umkleideräume und ein Kommandantenzimmer vorgesehen. Durch eine Verbindung zum Mittelteil des Dorfgemeinschaftshauses können die Feuerwehrleute die Sanitäreinrichtungen dort mitnutzen.

Der Festplatz wird etwa 300 Quadratmeter groß und erhält eine wassergebundene Decke. Bewirtung und Ausschank können durch die Küche der davor liegenden Festscheune erfolgen. Der gepflasterte Weg, der neben dem Festplatz zum Feuerwehrhaus führt, wird drei Meter breit sein. Das Oberflächenwasser der gesamten Außenanlagen wird an der Oberfläche in den Vorfluter geführt. Im Außenbereich wird eine Bocciabahn angelegt, Grünbeete auf Holzrosten gestalten die Fläche. Unter dem asphaltierten Gehweg werden Leerrohre verlegt, die bei Festen für die Infrastruktur genutzt werden können.

Letzter Pinselsstrich soll im Dezember 2022 erfolgen

Wie geht es weiter? Am 1. September werden die jetzigen Pläne dem Gemeinderat vorgelegt, danach entscheidet das Landratsamt. Bürgermeister Johannes Grebner schätzt, dass im Dezember 2022 "der letzte Pinselstrich an der Wand ist" und alle Gebäude fertiggestellt sein werden. Er hält die Investitionen besonders mit Blick auf die örtliche Wehr für absolut angebracht: "Die Ebertshäuser Feuerwehr war lange zurückhaltend mit ihren Forderungen an die Gemeinde."

Die Kosten für die neue Mitte von Ebertshausen liegen bei rund drei Millionen Euro. Zuschüsse von bis zu 79 Prozent erhält die Gemeinde vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken für Dorfgemeinschaftshaus, Festscheune und Festplatz. Für die Gerätehalle der Feuerwehr gebe es von der Regierung von Unterfranken ebenfalls Zuschüsse, versicherte Planer Kriebel.

In die Jahre gekommen: Das jetzige Feuerwehrhaus in Ebertshausen, das für ein neues Fahrzeug zu klein ist.
In die Jahre gekommen: Das jetzige Feuerwehrhaus in Ebertshausen, das für ein neues Fahrzeug zu klein ist. Foto: Rita Steger-Frühwacht

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