Werneck

Planungswettbewerb für ein Bürgerhaus in Werneck

Als künftiges Bürgerhaus ist die ehemalige Grundschule schon länger im Gespräch. Ob Sanierung und Umbau oder doch ein Neubau die bessere Lösung ist, soll jetzt im Rahmen eines Planungswettbewerbs geklärt werden, den die Gemeinde ausrufen will.
Foto: Gerald Gerstner | Als künftiges Bürgerhaus ist die ehemalige Grundschule schon länger im Gespräch. Ob Sanierung und Umbau oder doch ein Neubau die bessere Lösung ist, soll jetzt im Rahmen eines Planungswettbewerbs geklärt werden, den ...

Bereits seit dem Schuljahr 2007/2008 hat die Wernecker Grundschule in der Schönbornstraße wegen sinkender Schülerzahlen ausgedient. Wie es mit dem 1931 eingeweihten Gebäude grundsätzlich weitergeht, beschäftigt den Gemeinderat seit 2011.

Beauftragt wurde damals das Architekturbüro Gerber mit einem Nutzungs- und Sanierungskonzept. Im Zuge des 2014/15 auf den Weg gebrachten Gemeindeentwicklungskonzeptes wurde dann die Sanierung und der Umbau der Grundschule zum Bürgerhaus und Haus der Begegnung als "Leuchtturmprojekt" für Werneck vorgesehen, schilderte Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl bei der jüngsten Gemeinderatssitzung die bisherigen Aktivitäten.

Auch im Städtebauförderprogramm fand das Projekt Bürgerhaus seinen Niederschlag. Im Jahresantrag für 2018 wurden 50 000 Euro für Planung und Konzepterstellung angesetzt. Geklärt werden sollte zum einen, wie ein Bürgerhaus durch Umbau und Sanierung der ehemaligen Wernecker Grundschule verwirklicht werden kann oder ob es – mit Blick auf eine energetische Sanierung und die erforderliche Barrierefreiheit - doch sinnvoller wäre, das alte Gebäude abzureißen und das Projekt Bürgerhaus mit einem Neubau umzusetzen.

Weil noch nichts passiert sei, dränge die Städtebauförderung auf eine Entscheidung, sagte Baumgartl. Baulich in Angriff genommen werden könnte das Projekt Bürgerhaus wegen einer Zwischennutzung des Schulgebäudes durch die Julius-Kardinal-Döpfner-Schule zwar erst zum Ende des Schuljahres 2020/21. Doch sollte das Projekt jetzt durch einen Architektenwettbewerb angestoßen werden und dies in den Jahresantrag der Städtebauförderung für 2020 einfließen, sagte Baumgartl.

Auf Vorschlag der Verwaltung beauftragte der Gemeinderat bei acht Gegenstimmen das Büro für Städtebau&Architektur Holl/Wieden/Partnerschaft HWP aus Würzburg für 48 510 Euro mit der Durchführung und Betreuung des Planungswettbewerbs. Ziel des Architektenwettbewerbs ist es, durch die Beteiligung einer größeren Zahl konkurrierender Büros möglichst die beste Lösung zu finden, sagte Architekt und Stadtplaner Thomas Wieden. Er erläuterte vor der Abstimmung detailliert den Ablauf des Wettbewerbs. Wie Wieden ausführte, hat das Büro HWP nicht nur große Erfahrung in der Betreuung von Planungswettbewerben, sondern kann auch auf bisher 31 Wettbewerbserfolge als Teilnehmer verweisen.

Als Grundlage für die Auslobungsunterlagen wird das Büro zunächst das frühere Nutzungs- und Raumprogramm aktualisieren. Dazu wird es Gespräche mit allen potenziellen Nutzern geben, von der Volkshochschule, Seniorenarbeit, Jugendtreff und Musikschule bis hin zu Vereinen und Gruppen. Das letzte Wort hat dann der Gemeinderat, der das Programm absegnen muss. Ansonsten sei das Projekt gut vorbereitet, da es viele Voruntersuchungen schon gäbe.

Vor der Auslobung des Wettbewerbs muss der Gemeinderat noch die Besetzung des Preisgerichts mit erfahrenen Architekten sowie Vertretern der Regierung und der Gemeinde als auch die Höhe der Preisgelder beschließen. Empfehlungen hierfür wird das Büro geben. Im Raum stehen dafür noch einmal Kosten von circa 40 000 Euro. Durchgeführt werden soll ein nicht offener Wettbewerb, bei dem die Anzahl der teilnehmenden Architekturbüros begrenzt wird.

Von der Konkretisierung der Rahmenbedingungen als ersten Schritt, der Erarbeitung und Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen, der Bewertung der eingereichten Arbeiten durchs Preisgericht bis hin zur öffentlichen Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten sind zehn bis zwölf Monate veranschlagt. Danach würde auf der Basis der Empfehlungen des Preisgerichts eine Auftragsvergabe anstehen, bei der der Gemeinderat wieder das letzte Wort hat.

Für das Projekt Bürgerhaus kann mit 50 Prozent Zuschuss durch die Städtebauförderung gerechnet werden. In gleicher Höhe würden bereits die durch den Planungswettbewerb entstehenden Kosten für das Büro HWP als auch die Honorare für die Fachpreisrichter und die Preisgelder gefördert, erklärte Baumgartl auf mehrmalige Nachfrage aus dem Ratsgremium.

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