Schweinfurt

Roland Breitenbach: Der Pfarrer, der sich nicht hindern ließ

Er nahm sich immer Zeit für den anderen. Er hörte zu. Er war unbequem für seine Kirche, war kritisch, eigen. Ein Nachruf auf den Schweinfurter Pfarrer Roland Breitenbach.
Pfarrer Roland Breitenbach im März 2019 beim Gottesdienst mit Büttenpredigt. Für seine 'Reime gegen die Ungereimtheiten der Kirche' war er berühmt.
Pfarrer Roland Breitenbach im März 2019 beim Gottesdienst mit Büttenpredigt. Für seine "Reime gegen die Ungereimtheiten der Kirche" war er berühmt. Foto: Anand Anders
Jede Begegnung mit ihm hat Spuren hinterlassen. Ein gutes Gefühl. Roland Breitenbach war ein freundlicher Mensch. In seiner Gegenwart hat man sich einfach wohlgefühlt, hat Empathie verspürt. Ganz selbstverständlich war das schnelle Du. So wie die ehrlich gemeinte Frage: "Wie geht’s es dir?" Roland Breitenbach nahm sie sich einfach. Die Zeit für den Anderen.Eigentlich hatte er ja Journalist werden wollen, hat er einmal erzählt. Bei der "Bild"-Zeitung hatte er einen Wettbewerb gewonnen, einen Artikel schreiben dürfen und sich dann über die reißerische Überschrift geärgert. Das war’s dann mit dem Traumberuf.