Dittelbrunn

Rotstift soll noch einmal gespitzt werden

"Damit gehen wir wieder auf Null": Bürgermeister Willi Warmuth zeigte sich wenig erfreut, als im Gemeinderat der Rückwärtsgang eingelegt worden ist. Das Gremium hat mit elf zu acht Stimmen beschlossen, das Projekt "Kindergarten an der Schule Dittelbrunn" auf die ursprünglich angedachten 4,8 Millionen Euro zu deckeln, gemäß Antrag von Gemeinderat Harald Klein.

Die Zeitverzögerung liege nicht am Gemeinderat, betonte der UBL-Vertreter. In der vorangegangenen Sitzung war von bis zu 6,3 Millionen Euro Kosten die Rede gewesen. Nach Berücksichtigung diverser Einsparpotentiale, vom Sonnensegel bis zum Verbindungsweg, lagen Gesamtkosten von 5,47 Millionen Euro auf dem Tisch. Nun soll der schon deutlich geschrumpfte Rotstift noch einmal gespitzt werden.

Die gemeinsame Fraktion von FWG, UBL und CDW hatte zuvor schriftlich nachgefragt, wie sich die Kostenmehrung und eine mögliche Neuverschuldung auf die Finanzplanung auswirken würden. Der aktuelle Haushalt sei nicht betroffen, so Warmuth. 2022 und 2023 werde man "konservativ gerechnet" jeweils 350 000 Euro nachfinanzieren müssen.

Harald Klein und Jürgen Sittler wollten wissen, wie hoch die förderfähige Summe wäre, für die Dittelbrunn auf 50 bis 70 Prozent Zuschuss hofft. Das müsse zunächst die Regierung prüfen, meinte Architekt Joachim Perleth, der zusammen mit Matthias Beck die Planerseite vertrat. Rainer Patzke erinnerte daran, dass der Freistaat ökologische Bauweisen fördern wolle: Durch die Holzbauweise seien von vorneherein Mehrkosten von 20 Prozent entstanden.

Lukas Hartung hakte bei Kinderzahlen und Raumprogramm nach. Der geplante viergruppige Kindergarten sei wahrscheinlich überdimensioniert, bei einer Nutzung des Schul-Physikraums könnte man ihn kleiner bauen. Im Anschluss wurde viel gerechnet, rund um die 738 Kinder der Gemeinde.

Geschäftsleiterin Dagmar Aberle verwies auf bereits volle (oder überbelegte) Gruppen, neue Baugebiete, den Generationenwechsel am Sonnenteller oder den Trend zum "Coronababy". Inklusive der "Schneckengruppe" (die bis 2023 im Container untergebracht ist) und dem Bedarf in Pfändhausen fehlten aktuell 85 Plätze, so der Bürgermeister.

Beim Raumprogramm ist knapp die Hälfte der 1200 Quadratmeter zuschussfähig: Wasch- und Technikräume werden nicht berücksichtigt." Das Verhältnis ist absolut in Ordnung", meinte Architekt Perleth, man baue möglichst das, was gefördert werde. Udo Jablonski warnte noch einmal vor massiven Preissteigerungen bei Holz, Lars Neubauer (CSU) plädierte aus Sicherheitsgründen dafür, die eingesparten Lamellenfenster wieder aufzunehmen, was mehrheitlich gebilligt wurde. Für die Kiga Pfändhausen wurde der Bedarf einer zweiten Regelgruppe á 20 Kinder anerkannt.

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