Schutzgebiet im Steigerwald wird kassiert

Totholz       -  (ong)   Totholz, wie die alte Buche im Rienecker Stadtwald, ist kein Abfall, sondern wertvoller Lebensraum. Der Zunderschwamm befällt tote oder absterbende Bäume. Als sogenannter Schwächeparasit dringt er in teilweise noch lebende Wirtsbäume über Ast- und Stammwunden ein und zersetzt im Innern das Holz. Die über lange Zeit entstehende Weißfäule lässt den Baum häufig in mehreren Metern Höhe abbrechen. Als es noch keine Feuerzeuge und Streichhölzer gab, nutze man Teile des Fruchtkörpers, den Zunder, zum Feuermachen.
Foto: Helmut Hussong | (ong) Totholz, wie die alte Buche im Rienecker Stadtwald, ist kein Abfall, sondern wertvoller Lebensraum. Der Zunderschwamm befällt tote oder absterbende Bäume. Als sogenannter Schwächeparasit dringt er in teilweise noch lebende Wirtsbäume über Ast- und Stammwunden ein und zersetzt im Innern das Holz. Die über lange Zeit entstehende Weißfäule lässt den Baum häufig in mehreren Metern Höhe abbrechen. Als es noch keine Feuerzeuge und Streichhölzer gab, nutze man Teile des Fruchtkörpers, den Zunder, zum Feuermachen.

Das erst Mitte April vom inzwischen ausgeschiedenen Bamberger Landrat Günther Denzler (CSU) ausgewiesene Naturschutzgebiet im Ebracher Forst soll nach dem Willen von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und der CSU-Mehrheit im Landtag durch den neuen Bamberger CSU-Landrat Johann Kalb baldmöglich wieder aufgehoben werden. „Der neue Landrat weiß, dass das Quatsch ist, und deshalb hebt er es auch auf“, sagte der unterfränkische CSU-Bezirksvorsitzende Gerhard Eck nach einer Sondersitzung des CSU-Arbeitskreises „Umwelt“ im Landtag.