Grafenrheinfeld

Schwebheimer Solarpark als Vorbild für Grafenrheinfeld?

Weitgehende Einigkeit herrschte in der ersten Sitzung des Jahres des Grafenrheinfelder Gemeinderats. Mit nur zwei Gegenstimmen billigte der Rat den Bebauungsplan "Gartenweg" unter Berücksichtigung der in der Sitzung beschlossenen Maßnahmen aufgrund der Bedenken und Anregungen aus der öffentlichen Auslegung.

Einer der Einwände kam vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA). Das WSA betreibt im Ortskern von Grafenrheinfeld eine Grundwassersenkungsanlage (GSA) – bestehend aus einer Sickerrohrleitung und drei Pumpwerken sowie Nebenanlagen. "Die im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans ,Gartenweg' betroffenen Grundstücke befinden sich im Einflussbereich der GSA", heißt es in der Stellungnahme.

Die Anlagen der GSA selber sind durch die geplanten Bauleitplanungen nicht betroffen, ein Einfluss auf den Betrieb der GSA wird somit auch nicht erwartet. Dennoch bittet das WSA die Gemeinde, dass durch die baulichen Veränderungen des Ortskerns, keine negativen Auswirkungen auf den Betrieb der GSA entstehen dürfen. Dem will der Rat bei seinem Bauvorhaben nachkommen. Mit der Bekanntmachung des Satzungsbeschlusses tritt der Bebauungsplan "Gartenweg" in Kraft.

Keine Anregungen und Bedenken äußerte der Gemeinderat zur Bauleitplanung der Nachbargemeinde Schwebheim für den Photovoltaik-Solarpark Schwebheim II. Gemeinderätin Sabine Braun äußerte allerdings den Wunsch, dass sich Grafenrheinfeld den Solarpark des Nachbars als Vorbild nehmen könnte. "Mir gefällt das sehr gut. Wann fangen wir damit an?", fragte Braun das Gremium.

Geht es nach Gerhard Riegler, dem zweiten Bürgermeister Grafenrheinfelds, dann gar nicht, denn er befürwortet es nicht, zu sehr auf die landwirtschaftlichen Flächen (wie in Schwebheim) zuzugreifen. "Denn wir brauchen etwas zu Essen", betont er. Daniele Verne, Brauns Mitstreiterin in der Fraktion Bündnis90/Die Grünen, warf dazu noch ein: "Bevor uns Glöckle noch weiter mit Sand und Kies aufbaggert, können wir schon überlegen, ob wir da nicht lieber eine Photovoltaikanlage hinmachen." Riegler dazu: "Das ist zu spät. Das hätten wir vor zehn Jahren machen müssen."

Über die Vergabe der drei eingegangenen Angebote zwischen 130.000 und 174.000 Euro für die Teilsanierung der Alte Amtsvogtei wurde in der anschließenden nichtöffentlichen Sitzung entschieden.

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