Dingolshausen

Schweinestall wird für Bioproduktion umgebaut und erweitert

Im Neubaugebiet in Bischwind wird derzeit viel gebaut.
Im Neubaugebiet in Bischwind wird derzeit viel gebaut. Foto: Gerald Effertz

Viele Bürger konnte Bürgermeisterin Nicole Weissenseel-Brendler als Zuhörer der Sitzung des Gemeinderats von Dingolshausen willkommen heißen. Das Gremium beschäftigte sich zu Beginn mit Bauanträgen. So wurde dem Bau eines Doppelhauses und eines Einfamilienhauses in der Gemarkung "An den Äckern" mehrheitlich zugestimmt. Das Einfamilienhaus bekommt ein Walmdach. Der geringfügigen Abweichung der Dachneigung wurde zugestimmt. Das Doppelhaus erhält ein flach geneigtes Pultdach.

Befreiuungen für einen Neubau in der Pfarrer-Otto-Storg Straße in Bischwind – es ging um die Breite eines Zwerchgiebels und die Farbe der Ziegel (Granit) stimmte der Rat ebenfalls zu. Für den Neubau einer landwirtschaftlichen Lagerhalle im hinteren Teil eines Grundstücks in der Hauptstraße in Dingolshausen wurde ebenfalls grünes Licht gegeben, nachdem die Forderung des Gemeinderats hinsichtlich der Haupteinfahrt über ein eigenes Grundstück erfüllt wird.

Beim Bauantrag für einen Biomastschweinestall wurde wegen der Größe des Vorhabens eine Ausnahme gemacht und dem Antragsteller Rederecht eingeräumt. "Wir wollen uns richten für die Zukunft", machte der Landwirt deutlich. Im ersten Bauabschnitt gehe es darum, den bestehenden Stall umzubauen. Hier sollen Strohhalle, Abferkelstall und Deck-und Wartestall installiert werden. Im zweiten Bauabschnitt wird der neue Biomastschweinestall errichtet.

Schweinezuchtbetrieb will komplett aus dem Ort raus

Derzeit wird ein Teil des Betriebes noch im Altort geführt, künftig soll alles im Außenbereich stattfinden. Der Antragsteller ging auf Nachfragen der Räte auf die beabsichtigte Kapazität und Größe der Anlage ein, erläuterte Besonderheiten wie die geplante Kot-und Harntrennung, informierte über Baumaterialien und über die vorgesehene Verkehrsführung zum Stall. Auch Fragen zum Brandschutz wurden thematisiert.

Grundsätzlich signalisierte das Gremium Zustimmung, unter der Vorraussetzung dass das Amt für Landwirtschaft die Privilegierung des Vorhabens bestätigt. Der Beschluss enthält außerdem den Hinweis: "Das Landratsamt muss aufgrund des geringen Abstands zu bestehender Wohnbebauung Geruchs-und Lärmbelästigung prüfen."

Bebauungsplan in kleiner Runde diskutieren?

Für Abschnitt IV des Baugebiets "Mönchstockheimer Weg" muss ein Bebauungsplan erstellt werden. Ob man sich an ähnlichen Bebauungsplänen orientiert oder "neue Vorgehensweisen überdenken sollte", stellte Barbara Behr zur Diskussion. Sie meinte, dass sich im Vorfeld vielleicht eine kleine Gruppe beratschlagen könnte. Marion Heger sagte dazu: "Jeder kann Aspekte einbringen". Norbert Götz ist der Ansicht, diese Themen sollten im kompletten Gremium diskutiert werden. Dem Gemeinderat ist es zusammenfassend wichtig, vorausschauend zu planen.

Um an Zuschüsse aus dem Förderprogramm der "Gigabitrichtlinie" zu kommen, schließt sich die Gemeinde Dingolshausen der interkommunalen Zusammenarbeit der Mitgliedsgemeinden der VG Gerolzhofen an. Es geht um eine bessere Versorgung mit Internet, im besten Fall überall durch Glasfaserkabel.

Für den Gemeinderat steht am Dienstag, 28. Juli, ab 8.30 Uhr ein Ortstermin an. Man trifft sich mit Vertretern des Planungsbüros Struchholz erst auf dem Friedhof in Dingolshausen, danach auf dem in Bischwind.

Bauhof hat keine Zeit für den Zaun

Um den Zaun um den Trinkwasserbrunnen der Gemeinde zu erneuern, lagen Angebote vor, allerdings ohne Montage. Nachdem der Bauhof den Zaun aus Zeitgründen aber nicht selbst aufstellen kann, wurde Bürgermeisterin Weissenseel-Brendler beauftragt, neue Angebote mit Montage einzuholen.

Im Gemeindehaus in Bischwind sind Heizkörper defekt. Die Arbeiten wurden, zusammen mit dem Auftrag zur Umverlegung von Heizungsrohren, an eine Firma vergeben.

Auch unter Verschiedenes gab es einiges zu besprechen: Der stellvertretenden Bürgermeisterin Heger war der aufgebrochene Container am Zeltplatz aufgefallen. Norbert Götz wird sich dies anschauen. Die Bürgermeisterin informierte, dass für den Zeltplatz viele Mietanfragen vorliegen. "Die Friedhofsfläche im neuen Teil des Friedhofs in Dingolshausen ist noch nicht eingesät", antwortete die Bürgermeisterin auf eine Frage von Gemeinderätin Barbara Behr.

Wie sieht es mit einer Bushaltestelle im Neubaugebiet aus? Das war Bürgermeisterin Weissenseel-Brendler von Eltern gefragt worden. Das Gremium will deswegen ans Landratsamt herantreten. Eine Übergangslösung für den langen Weg der Kinder zur jetzigen Bushaltestelle "könnten an kritischen Stellen Schülerlotsen sein", schlug die stellvertretende Bürgermeisterin Heger vor.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Dingolshausen
  • Bau
  • Bauanträge
  • Baustoffe
  • Bebauungspläne
  • Brandschutz
  • Heizungsrohre
  • Landwirtschaftsämter
  • Schweineställe
  • Schweinezuchtbetriebe
  • Stadträte und Gemeinderäte
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!