Schweinfurt

Schweinfurt: Borkenkäfer sitzen in der der Fichte

Aus ihren Wäldern im Norden lässt die Stadt das vom Borkenkäfer befallene Fichtenholz in den Industrie- und Gewerbepark Maintal abtransportieren.
Das Käferholz wird im Maintal zwischengelagert
Das Käferholz wird im Maintal zwischengelagert Foto: Gerd Landgraf

In 2018 und 2019 herrschte für den Borkenkäfer ideales Wetter. Zudem hatte Sturmholz die sowieso schon von der Dürre und der Hitze geschwächten Nadelbestände im Stadtwald in ein Schlaraffenland für Buchdrucker und Kupferstecher (die zwei für die Fichte gefährlichsten Arten) verwandelt. Da heuer ein ähnlich hohes Borkenkäferpotenzial zu notieren ist, muss das befallene und geschlagene Holz raus aus dem Wald, damit nicht noch der restliche Bestand an Fichten den bis zu sechs Millimeter großen Baumschädlingen zum Opfer fällt.

Im Stadtwald stehen Fichten vor allem in den Waldungen rund um Maden- und Weipoltshausen. Von dort werden die Stämme der eingeschlagenen Fichten abtransportiert, um das Brutmaterial für den Käfer zu reduzieren. Einen Lagerplatz mit mindestens 500 Meter Abstand zum Wald hat sich das städtische Forstamt im Südosten des Industrie- und Gewerbeparks Maintal (zwischen Oslostraße und der aktuellen Kiesausbeute an der Naherholungsanlage Baggersee) ausgeguckt.

Mindestabstand 500 Meter

Dort türmen sich die Fichtenstämme bereits meterhoch und "es kommen noch mehr", sagt Florian Haensel, der Leiter des städtischen Forstamts. Die langen Transportwege werden in Kauf genommen, da die Suche nach einem geeigneten Zwischenlager auf städtischem Grund nicht einfach war. Gefördert wird die Maßnahme durch den Staat mit zwölf Euro pro Festmeter bei einem Mindestabstand von einem halben Kilometer bis zum nächsten Wald. Da so sichergestellt wird, dass der Käfer, der unter der Rinde steckt, keine weiteren Bestände befällt, kann der Stadtforst auf den Einsatz von Insektiziden verzichten.

Haensel hätte das angefallene Holz natürlich am liebsten verkauft, doch der Preis für Fichte ist durch das Überangebot völlig eingebrochen. Besser sähe es momentan für die anderen Baumarten, insbesondere für das Laubholz, aus, sagt Haensel. Zwar sei der Regen 2020 spät, aber dann doch noch gekommen. Jetzt hat er die Hoffnung, dass sich die Bäume von den Schäden aus 2018/19 erholen.

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