SCHWEINFURT

Schweinfurt ist im Herzen

Namen sind Nachrichten. Der Anregung der Redaktion an den Schweinfurter Stammtisch, sich zu outen, sind einige der Zürich-Schnüdel gefolgt.

Thomas Halbig, einst FOS, heute 37 Jahre alt und Banker. Statt Frankfurt machte Zürich „wegen der sympathischeren Handball-Mannschaft“ das Rennen. Seit zehn Jahren lebt er in Zürich. Es „ist einfach herrlich hier zu wohnen, überschaubar, dennoch Großtadt-Flair und doch irgendwie ein Dorf“. Zurück nach Schweinfurt? „Nein, es gibt keine beruflichen Möglichkeiten. Aber trotzdem gerne mal am Wochenende. Darum Gründung des Stammtisches, damit etwas Schweinfurt in Zürich ist.“

Corinna Pollak sieht das genauso: „Es wird Fränkisch kommuniziert.“ Die 25-Jährige lebt und arbeitet seit 2009 in Zürich und sorgt in ihrem Schweizer Unternehmen für eine „fröhlich-transparente Kommunikation – auf Fränkisch“, teilt sie mit. Zuletzt einige Jahre bei der Schweinfurter IHK tätig und wohnhaft in Schweinfurt Zentrum, hat sie berufsbegleitend eine Aufstiegsfortbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin absolviert. Im internationalen Zürich arbeitet sie nun im Marketing/Kommunikation für Toyota Material Handling, studiert neben dem Beruf International Business Communication und fühlt sich „mehr als pudelwohl“.

Die Sehnsucht nach der Schweinfurter Luft stillt sie durch die monatlichen Besuche des Schnüdel-Stammtisches. „Hier spreche ich meinen Dialekt und fühle die Herzlichkeit meiner Schweinfurter Kollegen“, so Pollak. „Ein Schnüdel bleibt immer ein Schnüdel und darauf sind wir alle stolz“, lacht sie.

Oliver Rieger (45) folgte seiner heutigen Frau Cordula, die 1999 einem Arbeitsplatz-Angebot in Zürich erlag. Mittlerweile hat er sein Herz auch an diese „kleine Groß-stadt“ verloren. Zürich biete dank Oper, Theater, Museen eine kulturelle Vielfalt, verfüge über eine herrliche Innenstadt mit schier endlosen Lokalen und Kaffees. Hinzu komme das Leben an einem großen See, die direkte Nähe zu den Bergen, berichtet der frühere Rathenau-Gymnasiast. 2006 wurde Sohn Nikolas, 2009 Tochter Caroline geboren, Oli Rieger nennt seine Familie in der Schweiz „angekommen“. Dennoch: „Mit zunehmendem Abstand zu Schweinfurt genieße ich immer mehr die Zeit in Schweinfurt und mit Schweinfurtern.“

Anna Lippert besuchte das Celtis-Gymnasium. Sie lernte Zürich aufgrund einer Fernbeziehung ab 2009 „off und on“ kennen. Seit Januar 2012 lebt die Schweinfurterin fest in Zürich. Warum? Hierzu die Aussage ihres Schweizer Lebensabschnittsgefährten: „Auf Dütschland zügeln...? Na guät, aber go schaffe gang i dete nöd!" Auch unser gutes Fränkisch ist nicht immer gleich zu verstehen.

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