KREIS SCHWEINFURT

Sie sind die Neulinge im amtierenden Kreistag

Ein solch großes Stühlerücken hat es in der Geschichte des Schweinfurter Kreistags selten gegeben: 29 der 60 Kreisräte sind neu in das Gremium eingezogen. Für einige von ihnen kam die Wahl völlig überraschend.

CSU

Christine Bender: Die Kolitzheimerin hat mit über 37 500 Stimmen das beste Resultat aller Neulinge erzielt. 2013 scheiterte sie nur knapp daran, wieder in den Bezirkstag einzuziehen. Doch nun ist sie stellvertretende Landrätin.

Thorsten Wozniak: Der „Shooting-Star“ der CSU kehrt an seine alte Wirkungsstätte zurück. Vor der Übernahme des Bürgermeisteramts in Gerolzhofen 2013 war er Pressesprecher im Landratsamt.

Frank Bauer: Sein innerparteiliches Engagement hat dem Stadtlauringer Gärtner eine gute Listenplatzierung gebracht, die ihn in den Kreistag gehievt hat.

Willi Warmuth: Sein Einzug in den Kreistag war nicht überraschend. Warmuth folgte dem verstorbenen Michael Herterich als Bürgermeister in Dittelbrunn nach und hat ihn nun auch beim Kreistagsmandat beerbt.

Nicole Weissenseel: Die Donnersdorferin ist in der Jungen Union aktiv und hat deren zweiten „garantierten“ Platz auf der CSU-Liste erhalten.

Michael Geck: Erstmals hat sich der ehemalige Sulzheimer Bürgermeister für den Kreistag beworben, was die Wähler honoriert haben.

Georg Brückner: Er hat sozusagen das Mandat von Kilian Hartmann übernommen. Brückner hat Einfluss: Der Schonunger hat einen Job in der freien Wirtschaft mit dem des Bezirksgeschäftsführers der CSU getauscht.

Klaus Schenk: Neben Gerhard Eck die zweite kräftige Stimme im Kreistag aus Donnersdorf. Schenk ist Ecks Nachfolger als Bürgermeister.

Norbert Hart: Der Oberwerrner hat von Hans Mock die Organisation des „Politischen Aschermittwochs am Tag danach“ mit hochkarätiger CSU-Prominenz übernommen – und nun auch Mocks Kreistagsmandat.

Sebastian Witzel: Der Dittelbrunner ist der Kreisvorsitzende der Jungen Union.

Beate Glotzmann: Ihr Bekanntheitsgrad dürfte ihr bei der Wahl geholfen haben: Sie ist Leiterin der Tourismusstelle in Gerolzhofen.

Barbara Wiederer: Die Wipfelderin ist CSU-Ortsvorsitzende und stellvertretende Kreisschatzmeisterin der Frauen-Union.

Matthias Ruß: Familientradition: Sein Vater Hermann Ruß ist erst vergangene Woche aus dem Kreistag verabschiedet worden, Ruß Junior übernimmt seinen Platz.

Ulrich Werner: Der Bergrheinfelder ist bekannt als Diözesansekretär der Katholischen Arbeitnehmerbewegung.

Gabriele Jakob: Die Euerbacherin ist seit langem intern in der CSU aktiv. Sie hat ihr Mandat mit einer Stimme Vorsprung vor dem Schwanfelder Bürgermeister Richard Köth gewonnen.

SPD

Stefan Rottmann: Mit nur drei Stimmen Vorsprung hat Rottmann im März 2012 das Bürgermeisteramt in Schonungen gewonnen. Nun hat er mit 6000 Stimmen Vorsprung seine Parteigenossen im Kreistag distanziert. Der Lohn: stellvertretender Fraktionschef. Mittelfristig wird der SPD-Hoffnungsträger den Vorsitzenden Hartmut Bräuer beerben.

Erich Servatius: Bei der Bürgermeisterwahl 2013 war er in Gerolzhofen zwar unterlegen, doch für den Kreistag holte er sich ein überzeugendes Ergebnis als Viertplatzierter der SPD.

Hans Fischer: Sein Name und seine unkonventionelle Art ziehen: Der Ex-Bürgermeister von Schwebheim katapultierte sich vom SPD-Listenplatz 43 auf den fünften Rang.

Zehra Akçay: Die Rechtsanwältin aus Dittelbrunn ist das erste Mitglied des Kreistags mit türkischen Wurzeln. Die Fraktion hat sie zur stellvertretenden Vorsitzenden bestimmt.

Doris Schneider: Die Werneckerin ist kommunalpolitisch kaum in Erscheinung getreten. Ihre Wahl ist eine Überraschung.

Thomas Wohlfahrt: Für den Umweltschutz engagiert sich der Oberwerrner schon lange in der SPD. Für den Sprung in den Kreistag hat ihm seine Bürgermeisterkandidatur in Niederwerrn genützt.

Freie Wähler

Hubert Zink: Über sein wiedergewonnenes Mandat im Gerolzhöfer Stadtrat hat Zink den Sprung in den Kreistag geschafft. Er sitzt nun im Kreisausschuss.

Sabine Lutz: Sie stand kurz vor dem politischen Aus. In der Stichwahl hat sie ihren Bürgermeisterposten in Grafenrheinfeld behalten. Erstmals angetreten, schaffte sie es vom schwierigen Platz 18 aus in den Kreistag.

Bettina Bärmann: Die Niederwerrnerin ist neue Bürgermeisterin. Den Schwung hat sie für ihre Wahl in den Kreistag mitgenommen.

Grüne

Paul Knoblach: Der Biobauer aus Garstadt hat sich vom sechsten Listenplatz nach vorne geschoben und das zweitbeste Grünen-Ergebnis erreicht. Als Neuling vertritt er die Grünen nun gar im Kreisausschuss.

Udo Rumpel: Der Mühlhausener steht für die Energiewende. Rumpel hat das erste Windrad im Landkreis Schweinfurt gebaut.

Thomas Vizl: Sein langjähriges Engagement für die mit den Grünen verbandelte Liste geo-net hat den Gerolzhöfer Stadtrat nun in den Kreistag gespült.

Birgit Schmitt: Seit 2008 gehört die Floristin dem Wernecker Gemeinderat an und hat ihr Mandat dort verteidigt.

FDP

Michael Galm: Überraschend hat die FDP ihr zweites Mandat verteidigt. Noch überraschender hat es der Bergrheinfelder Bäcker Galm vom zwölften Listenplatz aus eingenommen.

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