Heidenfeld

Siebenergeheimnis im Neubaugebiet an der Sulz

Mit modernster Vermessungstechnik und traditionellen Gerätschaften werden die neuen Bauplätze vermessen. Das Foto zeigt (unten von links) Klaus Korbacher und Burkhard Graf mit dem Anlegegerät mit Senkel, mit dem die Grenzpunktpositionen ausgelotet werden, dahinter stehend (von links) Peter Hartmann und Lisa Weissenseel vom ADBV sowie Siebener Alfred Hart.
Mit modernster Vermessungstechnik und traditionellen Gerätschaften werden die neuen Bauplätze vermessen. Das Foto zeigt (unten von links) Klaus Korbacher und Burkhard Graf mit dem Anlegegerät mit Senkel, mit dem die Grenzpunktpositionen ausgelotet werden, dahinter stehend (von links) Peter Hartmann und Lisa Weissenseel vom ADBV sowie Siebener Alfred Hart. Foto: Daniela Schneider

Es tut sich was im Heidenfelder Neubaugebiet An der Sulz: Aktuell sind dort die Siebener (Feldgeschworene) gemeinsam mit dem Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (adbv) unterwegs, um in einer Kombination aus modernster Vermessungstechnik und alten Traditionen nach festgelegten Koordinaten im Bebauungsplan Grenzpunkte in Form von Grenzsteinen und Meißelzeichen anzubringen.

Jedes Dorf hat da, wie Feldgeschworener Alfred Hart erklärt, seine eigenen Traditionen und natürlich auch sein ganz eigenes berühmtes stets nur mündlich überliefertes "Siebenergeheimnis", das er natürlich auch diesmal nicht verrät. Fest steht nur: Die Siebener platzieren geheime Zeichen in einer bestimmten Anordnung, die später den Siebenern helfen, Lageveränderungen festzustellen oder verschwundenen Grenzmarkierungen aufzuspüren.

Heute wird das natürlich auch mit modernen Messmethoden dokumentiert und so arbeiten die gemeindlich bestellten, ehrenamtlich tätigen Siebener auch diesmal als Hüter der Grenzen und Abmarkungen eng mit den Vermessungsbeamten Lisa Weissenseel und Peter Hartmann zusammen, die übrigens auch nicht in das Siebenergeheimnis eingeweiht werden.

Zwei Wochen dauert die Vermessung

Etwa zwei Wochen werden sie laut Weissenseel gemeinsam das Baugebiet mit den knapp 40 Bauplätzen vermessen und Grenzmarkierungen setzen, dann geht es, wie Bürgermeister Peter Gehring in der letzten Gemeinderatssitzung verkündete, mit dem Verkauf der Bauplätze los. Ab September, so Gehrings Prognose, kann dann gebaut werden.

Der Bürgermeister informierte dazu über weitere Neuigkeiten aus der Großgemeinde: Das Rathaus soll ans Glasfasernetz und die Außenstellen mit sicherer Leitung angebunden werden. Landschaftsarchitektin Miriam Glanz hat das Gewässerentwicklungskonzept fertiggestellt; das wird nun dem Wasserwirtschaftsamt vorgelegt. Dazu hatte Simon Stock einiges auf dem Herzen: Er beantragte die erneute Prüfung von möglichen Bauplätzen für Hirschfeld, plädierte für eine Umgestaltung des Wäldchens am neuen Hirschfelder Sportplatz und wünschte sich eine Bekanntgabe der Ergebnisse der gemeindlichen Messstelle für Radioaktivität, die es laut Martin Weth wohl im Internet gibt.

Gemeinderäte hatten viele Anliegen

Dazu bat er, die Bürger darauf hinzuweisen, dass Rückhalteventile in den Hausanschlüssen verbaut werden sollen, da trotz Kanalsanierungen bei Starkregen der Kanal überlastet ist. Armin Götz fragte nach den Entwässerungssituation auf den Problemspargeläckern, da wurde der Gemeindeweg geschottert, ansonsten hat sich nichts geändert, auch wenn, wie Andreas Hetterich bemerkte, wohl nun auf einem anderen Acker der Spargel angebaut wird Bernd Wehner fragte nach einer Sanierung des Schweinfurter Wegs in Röthlein, das soll inklusive Kanalbefahrung im nächsten Jahr in Kooperation mit Maßnahmen des Landkreises stattfinden.

Harald Fuchsberger wies darauf hin, dass die Röthleiner Hindenburg-Straße als Einbahnstraße schlecht gekennzeichnet ist. Auf Anfrage von Jürgen Lorenz stellte der Bürgermeister fest, dass das Projekt "Kanuanlegestelle" abgeschlossen ist, die dürren Bäume dort allerdings, wie Martina Schneider-Gleitsmann monierte, noch unter die Gewährleistung fallen, alle anderen Planungen wie ein Sonnensegel, ist laut Gehring gemeindliches "Privatvergnügen.

Detlev Reusch fragte nach dem Geschwindigkeitsmessgerät am Rathaus, da werden Ergebnisse in der nächsten Gemeinderatssitzung präsentiert, dazu erkundigte er sich, ob ein gemeindlicher Landschaftsplan existiert. Das will Gehring prüfen, abschließend wünschte sich Reusch statt des Rasens dann eine Blühwiese mit Vorbildcharakter vor dem Rathaus. Wie der Bürgermeister feststellte, wird das wohl schwierig, schließlich würden die Brautpaare auf dem Rasen gerne Fotos machen.

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