Euerbach

SuedLink-Korridore im Osten und Westen

Eine Winterlinde, um die herum künftig Baumbestattungen möglich sind, setzte der Gemeindebauhof Euerbach auf dem neuen Teil des Obbacher Friedhofs. Mit dabei waren (links) Klaus-Peter Müller von der ehrenamtlichen Friedhofsgruppe sowie Bauhofmitarbeiter Philipp Beller (rechts).
Foto: Klaus-Peter Müller | Eine Winterlinde, um die herum künftig Baumbestattungen möglich sind, setzte der Gemeindebauhof Euerbach auf dem neuen Teil des Obbacher Friedhofs.

Wenn der SuedLink, die Gleichstromleitung vom Norden Deutschlands in den Süden, gebaut wird, könnte die Gemeinde Euerbach gleich zweimal betroffen sein: An der A 71 bei Euerbach und auf der Gemarkung von Obbach.

Eine Mitteilung der Bundesnetzagentur über die Entscheidung zum 1000 Meter breiten Trassenkorridor, genauer den beiden Korridoren, legte Bürgermeisterin Simone Seufert in der Gemeinderatssitzung den Räten vor.

Der Suedlink, bestehend aus zwei Leitungen, verläuft vom Norden her parallel, zuletzt entlang der A 71 bis Oerlenbach, und soll weitgehend als Erdkabel verlegt werden. Der eine Strang, von der Stadt Wilster in Schleswig-Holstein nach Bergrheinfeld, behält ab Oerlenbach die Autobahnlinie Richtung Süden bei, denn am Felsenhof bei Bergrheinfeld will Tennet die Konverterhalle errichten. Ob die tatsächliche Trasse innerhalb des Korridors nun links oder rechts der A 71, auf Euerbacher oder Geldersheimer Gemarkung verläuft, sei noch nicht geklärt, sagte Seufert.

Kanzlei prüft Unterlagen

Ebenso steht auch die genaue Trasse der zweiten Höchstspannungsleitung von Brunsbüttel – nahe bei Wilster – nach Großgartach bei Heilbronn in diesem Abschnitt D noch nicht genau fest. Der Korridor weist aber darauf hin, dass die Leitung zwischen Oerlenbach und Ebenhausen die A 71-Linie verlässt, dann kurz nach Westen verläuft, um dann in südwestlicher Richtung weiter zu führen, zwischen Greßthal und Rütschenhausen. Dabei liegt der Korridor auch direkt am Reichthalshof und damit auf Obbacher Gemarkung. Ob dies so komme, wisse man aber derzeit nicht, so Seufert. Die Gemeinde habe die Unterlagen an die Würzburger Rechtsanwaltskanzlei Vocke weitergeleitet, die die Gemeinde im SuedLink-Verfahren vertritt.

Einen weiteren Jugendbeauftragten bestellte der Gemeinderat: Der nachgerückte Obbacher Rat Moritz Hutter soll seine Kollegen Johannes Schäfer (Sömmersdorf) sowie Jonas Weigand und Andreas Schraut (Euerbach) in dieser Aufgabe unterstützen.

Als Ersatz für den 36 Jahre alten und defekten Häcksler des Bauhofs schlug Bauhofleiter Sebastian Marx den Kauf einer Vorführmaschine des TS-Industrie-Holzhackers für 28 188 Euro plus 452 Euro Versandkosten vor. Jonas Weigand schlug alternativ vor, statt des Kleinhäckslers einen dringend nötigen Rückewagen für den Wald anzuschaffen, das Schnittgut an den Häckselplatz zu fahren und dort durch den Großhäcksler zerkleinern zu lassen. Die Ratsmehrheit folgte aber dem ursprünglichen Vorschlag.

Hundehaltung wird teurer

Angepasst wird die Hundesteuersatzung von 2001: Zum einen an die aktuelle Rechtsprechung, zum anderen werden auch die Steuersätze leicht angehoben. Der Gemeinderat beschloss daher, für den ersten Hund statt 20 nun 25 Euro Steuer zu verlangen, für den zweiten Hund statt 25 nun 30 Euro und für jeden weiteren Hund statt 30 nun 35 Euro. Kampfhunde sollen statt 300 jetzt 375 Euro Steuern kosten, hier soll es auch keine Befristung oder Ermäßigung geben.

Etwa 4000 bis 5000 Euro an Einnahmen habe die Gemeinde jährlich aus der Hundesteuer, sagte Kämmerer Paul Eck auf Nachfrage von Andreas Schraut. Inwieweit die Kosten gedeckt würden, soll eruiert werden.

Für die Haushaltsjahre 2011 bis 2018 wurde eine überörtliche Rechnungsprüfung der Jahresrechnungen durchgeführt, informierte die Bürgermeisterin. Zu den verschiedenen Anmerkungen des Prüfers fasste der Gemeinderat Beschlüsse zur künftigen Beachtung.

Am Friedhof Obbach ist die Winterlinde gepflanzt, um die herum die Urnen bei der Baumbestattung in den Boden versenkt werden, gab Seufert bekannt.

Aufgrund der Corona-Situation müssen die Euerbacher First Responder aktuell ihren Dienst einstellen, lautete eine weitere Information.

Von der Sitzung des Büchereikuratoriums berichtete Andrea Lettowsky. Derzeit sei das Team in der Vorbereitung des Umzugs vom Alten Rathaus in das Ausweichquartier Am Oberen Schloss 4.

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