Euerbach

Trend zu Baumbestattungen auf Friedhöfen

Dem Wunsch nach neuen Bestattungsformen kommt die Gemeinde Euerbach auf ihren drei Friedhöfen nach. Baumbestattungen in Euerbach und Obbach sowie eine Erweiterung der Urnenmauer in Sömmersdorf stehen derzeit an.

Die erste Baumbestattung habe es kürzlich in Euerbach gegeben, erklärte Bürgermeisterin Simone Seufert in der Gemeinderatssitzung. In einem bestimmten Radius um zwei Bäume herum können 40 selbst auflösende Urnen in die Erde versenkt werden. Der Ort ist mit einem Nagel markiert. Um an die Namen der Toten zu erinnern, soll eine Stele aus Muschelkalk aufgestellt werden. Auf den vier Seiten können je zehn Namen mit kleinen Tafeln angebracht werden. Einverstanden war der Gemeinderat mit dem Auftrag für die Stele an die Schleeriether Firma Schneider für 1055 Euro.

Urnenmauer wird erweitert

Um weitere Urnenbestattungen in Sömmersdorf zu ermöglichen soll die Urnenmauer auf dem Friedhof erweitert werden. Zehn Urnennischen, fünf in jeder Reihe, sollen ergänzt werden. Für 16 916 Euro erhielt ebenfalls die Firma Schneider den Auftrag.

Von den aktuellen Arbeiten am Friedhof Obbach berichtete zweite Bürgermeisterin Gabi Jakob. Der Eingang zur Aussegnungshalle ist verbreitert, eine Falttür wird dort eingebaut, für die derzeit Kosten eruiert werden. Momentan laufen die Elektroarbeiten. Für eventuelle neue Fenster werden ebenfalls Kostenvoranschläge eingeholt. Auch im Obbacher Friedhof werden Baumbestattungen möglich sein. Gepflanzt werden soll nach den Vorstellungen der ehrenamtlichen Friedhofstruppe eine Winterlärche.

Bei der inzwischen abgeschlossenen Renaturierung des Obbacher Mühlbachs zwischen Euerbach und Obbach war festgestellt worden, dass mit dem Eigentümer der Nachbarflächen die Verrohrung eines bestehenden Entwässerungsgrabens vereinbart gewesen war. Im Leistungsverzeichnis waren diese Arbeiten vergessen worden, so die Bürgermeisterin. Für 8049 Euro habe die Baufirma dies miterledigt.

Keine Entlüftungsgeräte für Schule

Ob die Gemeinde am neuen Förderprogramm des bayerischen Kultusministeriums für Entlüftungsgeräte in Schulen partizipieren will, fragte Gemeinderat Uwe Böhm nach. Da in der Grundschule die Fenster geöffnet werden könnten, kämen solche Geräte nicht in Frage, meinte Verwaltungsleiter Klaus Wolf. Geprüft werde derzeit aber, ob man sogenannte Co2-Sensoren für die Klassenzimmer beschaffen werde.

Gemeinderat Steffen Brand informierte, dass der Obst- und Gartenbauverein Euerbach, dessen Vorsitzender er ist, 3000 Blumenzwiebeln im neuen und alten Friedhof gepflanzt habe. Weitere 300 Tulpen habe der Kreisverband gesponsert, die an den Fahnenmasten am Rathaus gesetzt wurden. Bürgermeisterin Seufert dankte für diese Initiative.

Noch keine Lösung gibt es für eine kleine Unterstellmöglichkeit für die Geräte der Flurbereinigung, die an der Südseite des Bauhofs angedacht ist. Wie Seufert auf Nachfrage von Bernd Weiß sagte, stehe das Problem der Entwässerung noch dagegen.

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