Schweinfurt

Trotz Corona: So viel Ufra-Tradition wie möglich

Mehr Abstand, weniger Menschen: Wie die Ufra 2020 auch unter Pandemiebedingungen aber möglichst wie gewohnt den Ausstellern eine Plattfom geben will. Start am 26. September.
Spannende Modellautorennen sind nur ein Grund, den Besuch der Ufra 2020 auch in Coronazeiten in den Terminkalender aufzunehmen. Das Team von TTSC-Racing, das im Außenbereich eine Rennstrecke aufbauen wird, auf der auch offizielle Vorausscheidungen gefahren werden, hat schon einmal einen Flitzer im Ufra-Look gestylt. Katherina Köhler von der Sandner GmbH, die die Ufra veranstaltet, präsentierte das Auto.    
Spannende Modellautorennen sind nur ein Grund, den Besuch der Ufra 2020 auch in Coronazeiten in den Terminkalender aufzunehmen. Das Team von TTSC-Racing, das im Außenbereich eine Rennstrecke aufbauen wird, auf der auch offizielle Vorausscheidungen gefahren werden, hat schon einmal einen Flitzer im Ufra-Look gestylt. Katherina Köhler von der Sandner GmbH, die die Ufra veranstaltet, präsentierte das Auto.     Foto: Helmut Glauch

Diese Ufra wird anders, auch wenn der Veranstalter, die Sandner GmbH Schweinfurt versucht, so viel traditionelles Ufra-Feeling wie möglich in die Messe zu packen. "Keine Ufra-Light, die da in der Kürze der Zeit auf die Beine gestellt wurde ", wie die Leiterin des Sandner-Teams, Katherina Köhler, bei der Pressekonferenz in der Rathausdiele betonte. Aber auch keine Ufra, bei der das Geldverdienen an erster Stelle steht. "Diese Ufra ist eine Bühne für die Menschen, die  seit dem Februar keine oder deutlich weniger Aufträge haben, vom Zeltbauer bis hin zum Hotelier."

Dass die Messe überhaupt vom 26. September bis zum 4. Oktober ihre Pforten öffnen kann, verlangt ein umfangreiches  Hygiene-Konzept. Tickets gibt es beinahe ausschließlich online (www.ufra-online.com). Lediglich ein kleines Restkontingent an Karten liegt für Besucher, denen es nicht möglich ist sich online anzumelden, am Einlass bereit. Mit der Registrierung legt sich der Besucher gleich auf eines der Messebesuchs-Zeitfenster fest (täglich von 10 bis 14 Uhr und von 15 bis 19 Uhr). So werden sich nie mehr als 3300 Gäste gleichzeitig auf die 18 Messehallen verteilen.        

Lichtschranken und Einlass-Ampel an jeder Halle

Ein durch Lichtschranken gesteuertes Ampelsystem vor jeder Halle und die Vorgabe immer auf Einbahnstraßen im "Rechtslauf" durch die Hallen zu gehen, sorgen zusätzlich dafür, dass nie zu viele Menschen in einer Halle sind und "Begegnungsverkehr" vermieden wird.  Maskenpflicht, Desifektionsspender, Abstandregeln, Niesettikette – auch sonst gilt selbstverständlich das ganze Pandemie-Einmaleins für die Messebesucher. Um dies alles einhalten und überwachen zu können, habe man das Team auf dem Volksfestplatz verdoppelt, so Katherina Köhler.   

Auch die Präsenz der Partnerstädte, die traditionell mit Ständen und Aktionen die Messe bereichern, ist wegen Corona komplett gestrichen. Weder aus dem schottischen Motherwell noch aus dem französischen Châteaudun und dem finnischen Seinäjoki werden Delegationen zur Ufra kommen. Nicht nur weil Verkostungen von Spezialitäten aus den Partnerstädten derzeit nur unter erschwerten Bedingungen möglich wären, sondern auch, weil die Vertreter der Städte damit rechnen müssten, nach ihrer Rückkehr in Quarantäne zu müssen.    

Die Hallen stehen schon. Am 26. September öffnet die Ufra. Fast 300 Aussteller präsentieren sich nicht nur unterm Hallendach, sondern verstärkt auch unter freiem Himmel.
Die Hallen stehen schon. Am 26. September öffnet die Ufra. Fast 300 Aussteller präsentieren sich nicht nur unterm Hallendach, sondern verstärkt auch unter freiem Himmel. Foto: Oliver Schikora

Im Optimalfall werden es heuer also nur rund 55 000 Ufra-Besucher sein. Eine Zahl, die nur dann erreicht wird, sollten alle erwähnten Online-Fenster mit je 3300 Gästen ausgebucht sein. Zum Vergleich: Bei der letzten Ufra 2018 wurden gut 70 000 Tickets verkauft.   

Ganz abgesehen von der Pandemie, was in diesen Wochen und Monaten nicht ganz einfach ist, soll die Ufra so original wie möglich über die Bühne gehen. Statt Tierhaltung in der Halle gibt es "Menschen, Tiere, Sensationen" in einem Freiluft-Tiergehege. Halle 1 gehört traditionell der Stadt Schweinfurt, die Umweltschutz, Klima und Abfallberatung in den Mittelpunkt ihrer Präsentation stellt. Landratsamt, Touristinfo 360 Grad,  Polizei und viele Schweinfurter Vereine und Institutionen präsentieren ihre Arbeit oder informieren über Karriere-Chancen. "Main Connect" bietet Spiel- und Mitmachangebote, die Menschen helfen sollen, Lösungen zu entwickeln und das "Wir-Gefühl" zu stärken.   

Vom Modellbau-Auto bis zum Flugtaxi

Auch "Essen und Trinken" findet nicht nur unter Corona-Bedingungen in Halle 17 statt (Registrierung wie derzeit bei jedem Restaurant-Besuch), sondern wird auch unter freiem Himmel angeboten. Die Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) stellt ihren neuen Studiengang Robotik vor, fokussiert das Thema "künstliche Intelligenz" und lädt ein zum Rundgang durch ein künstliches Gehirn. "Airbus" stellt ihr Flugtaxi, den "City Airbus", vor und das Team von TTSC-Racing baut im Außenbereich eine Rennstrecke auf und lässt flotte Modellbau-Autos ihre Highspeed-Runden drehen. Die Modelle eines namhaften Reisemobil-Herstellers sind ebenfalls unter freiem Himmel zu bewundern.  

Viel Technik, viel Digitales, viel Innovatives, so lässt sich der Anspruch dieser Ufra unter Corona-Vorzeichen zusammenfassen. Dazu kommt, was der Ufra-Besucher kennt und nicht missen möchte – der bewährte Mix aus Unterhaltung und Produktinformation. Nahezu 300 Aussteller, ein gutes Drittel davon stammt aus Schweinfurt und der Region, werden wie gewohnt vom Gurkenhobel bis zum Premium-Reisemobil auf gut 33 000 Quadratmetern ihre Produkte und Leistungen präsentieren.         

"Das kriegen wir hin", gab sich Katherina Köhler bei der Pressekonferenz zuversichtlich hinsichtlich des Gelingens dieser etwas anderen, aber dann doch auch wieder typischen Ufra mit vorwiegend gewohnten Elementen.   

Alle Informationen rund um die Ufra 2020 unter www.ufra-online.com

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