US-Kommandeur Runey: „Es geht immer um Hilfe“

Interview: Colonel Michael Runey Der letzte amerikanische Standortkommandeur in Unterfranken über die Schließung der Schweinfurter Garnison, das Leben in Zeiten weltweiter Konflikte, die ständige Bereitschaft zu kämpfen und die Tiefe deutscher Freundschaft.
Leben in der Fremde: „Ich sage den Neuankömmlingen, Deutschland ist ähnlich genug, um sich vertraut zu fühlen, und anders genug, um frustriert zu werden.“Fotos: Anand Anders
| Leben in der Fremde: „Ich sage den Neuankömmlingen, Deutschland ist ähnlich genug, um sich vertraut zu fühlen, und anders genug, um frustriert zu werden.“Fotos: Anand Anders

Michael Runey, 44, soeben zum Colonel befördert, wird der letzte Standortkommandeur der US Army in Unterfranken sein. Die Schweinfurter Garnison, die er seit 2011 leitet, schließt Ende September 2014. Runey selbst wird bereits am 22. Mai verabschiedet, danach übernimmt ein ziviler Manager die Abwicklung des Standorts. Von einst 12 000 Soldaten, Angehörigen und Angestellten sind jetzt schon 5000 abgezogen, bis Ende des Sommers sollen nur noch 3000 übrig sein. Schließung und gleichzeitige Etatkürzungen wegen der Haushaltssperre werfen in der Militärgemeinde viele Fragen auf – denen sich Runey in einem ...

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