Geldersheim

Verkehrsgürtel wird enger geschnallt

Mal gehen die Lichter aus, mal an, im ersten Fall bei der VR-Bank, im zweiten beim Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz: Auch Geldersheim blickt auf ein Jahr der gemischten Gefühle zurück.
Foto: Uwe Eichler | Mal gehen die Lichter aus, mal an, im ersten Fall bei der VR-Bank, im zweiten beim Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz: Auch Geldersheim blickt auf ein Jahr der gemischten Gefühle zurück.

Die lange Frankenstraße wird 2021 saniert, anlässlich einer Auswechslung von Kanälen sowie der meisten Hausanschlüsse durch den Abwasserzweckverband. "Es wird ohnehin eine Baustelle", stellte Markus Schraub vom Planungsbüro FMP in der Gemeinderatssitzung fest. Der Sachverständige berichtete von Setzungen und Flicken, ebenso von überstehenden Straßeneinläufen – "kontraproduktiv" bei den Starkregenereignissen der letzten Jahre. Auch die Gehwegsbreite passe nicht, der aufgefüllte Untergrund sei auf Dauer nicht tragfähig.

Zwecks Verkehrsberuhigung wird die Straße nun optisch verschmälert, die Fahrbahnbreite soll auf 4,75 Meter schrumpfen und gepflasterte Seitenstreifen zum Ausweichen erhalten. Auch die Gehwege sollen gepflastert werden, in einer rollatorenfreundlichen Variante. Bei dieser Gelegenheit will die ÜZ Mainfranken Glasfaser-Leerrohre in die Häuser legen. Schraub rechnet mit rund 500 000 Euro Kosten, wobei sich ein Preisschwund auf dem Tiefbaumarkt nutzen ließe.

Thomas Hübner sieht durch die erforderliche Verdichtung ein Risiko für Wasserrohrbrüche. Laut RMG seien in der Straße massive Gussrohre verlegt,  berichtete Schraub: "Die stecken wahnsinnig viel weg." Martin Schlör fragte nach Grünflächen. Platz für Bäume soll geprüft werden, ist allerdings begrenzt.

Bürgermeister blickt auf das Jahr 2020 zurück

Nach dem grünen Licht für die Sanierung war Zeit für den Jahresrückblick: der erste in der Amtszeit von Thomas Hemmerich. Dank des disziplinierten Verhaltens der Bürger sei Geldersheim bislang "recht glimpflich durch die Pandemie" gekommen, lobte der Bürgermeister. Der neue Gemeinderat hat seinen Einstand bei einer Fahrradtour gegeben. Die Projektbesichtigung soll alljährlich wiederholt werden. Neue Straßenbeleuchtung, neue Bushaltestelle, der Bau der Aussegnungshalle, Kita-Neubau, Denkmalpflege, Pflanzaktionen, Straßensanierungen – all das war 2020 geboten. Im kommenden Jahr wird es verstärkt ums Baugebiet "Oberer Schweinfurter Weg", die Flächennutzungsplan-Änderung, die Nachnutzung des Geländes "Gärtnerei Schemmel" oder die Kita, Bauabschnitt II, gehen.  

Thomas Starek fragte nach der "Geldersheimer Zufahrt", die der Zweckverband Conn Barracks für den Gewerbepark verlangt: Ob auf der zweiten Anbindung, von der SW31 her, Lkw fahren würden? Die Straße werde nur in Notfällen geöffnet, so Thomas Hemmerich, falls die Hauptzufahrt an der B303 gesperrt ist. Geldersheim erhalte an der Kreisstraßen-Abzweigung zugleich das Gelände für einen neuen Bauhof.

Eine unfrohe Botschaft gab es auch noch: In der Filiale der VR-Bank sollen die Lichter ausgehen, wie schon im Fall der Sparkassen-Niederlassung. Ein gemeinsamer Drucker und Automat beider Banken sei zumindest im Gespräch, meinte der Bürgermeister, ebenso wie ein "Geld ins Haus"-Service für Senioren. Den hat auf jeden Fall das Kommunalparlament im Angebot. Auf Vorschlag der Freien Wähler wird das Sitzungsgeld dem Altenheim gespendet, für hausinterne "Events" in der Coronakrise.

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