Schonungen

Viele Lichter und Laternen leuchten

Nachhaltigkeit auch bei den Lichterlaternen: Erzieherin Eva-Maria Stühler bemalt mit den Kindern die Holzseitenteile in bunten Farben.
Foto: Rita Steger-Frühwacht | Nachhaltigkeit auch bei den Lichterlaternen: Erzieherin Eva-Maria Stühler bemalt mit den Kindern die Holzseitenteile in bunten Farben.

Am 11. November ziehen normalerweise die Kindergartenkinder mit Eltern, Großeltern und Geschwistern mit Laternen und Singen durch die Straßen. Aber was ist in Zeiten von Corona noch möglich? Kindertageseinrichtungen in der Gemeinde Schonungen gestalten diesen Gedenktag an den heiligen Martin, der im vierten Jahrhundert in Frankreich als Bischof wirkte, auch in diesem Jahr in besonderer Weise, sodass an diesem Tag viele Lichter und Laternen leuchten.

"Wir wollen die religiösen Gedenk- und Festtage, die wir grundsätzlich in unserer katholischen Einrichtung feiern, nicht außer Acht lassen – auch in Corona-Zeit", bekräftigt Susanne Stubenrauch, die Leiterin der Kindertagesstätte Mainberg. Schon eifrig haben die Kinder ihre Laternen gebastelt. Ihr buntes Papier, durch das das Lichtlein leuchtet, ist heuer mit einem Holzrahmen an den vier Seiten eingefasst. "Nachhaltigkeit, das ist ein Bereich der Konzeption für unsere Arbeit mit den Kindern", erklärt Susanne Stubenrauch. Deshalb soll die Laterne auch mehrere Jahre verwendet werden.

Andacht halten

Am Morgen des 11. Novembers wird Kaplan Benjamin Odo eine Andacht mit den Kindern in der Kindertagesstätte halten. Danach ziehen sie Martinslieder singend und mit ihren Laternen durch die Räume des Kindergartens und durch das Freigelände. Wenn alle wieder in den Lichthof der Einrichtung zurückgekehrt sein werden, stärken sich die Kinder bei Kinderpunsch und einem als "Martinsgans" geformten Butterhörnchen.

Ein Laternenumzug in der Kindertagesstätte und deren Freigelände ist auch in Reichmannshausen und Hausen geplant. "Aber nur als interne Feier für unsere Kinder", betont Julia Straub, Erzieherin im Kindergarten Sankt Georg Reichmannshausen.

Gemeinsames Backen

In Hausen ist "Sankt Martin" den ganzen Tag im Kindergartenalltag an diesem Tag präsent. "Um 7.15 Uhr stimmen wir uns mit Geschichten und Liedern auf das Fest ein", erklärt die Leiterin der Kindertageseinrichtung Eleonore Ciasto. Weiterer Höhepunkt soll das Backen von "Martinsmännern" mit Claudia Hegmann sein, die als Imbiss mit Kinderpunsch am Nachmittag verzehrt werden. Sie übt schon seit Tagen mit den Kindern einen Laternentanz ein.

Am Abend wird Pfarrer Andreas Heck die Kinder bei einer Andacht segnen. Bei Einbruch der Dunkelheit ziehen die Kinder mit ihren Laternen durch den weitläufigen Garten, wo wie jedes Jahr ein Martinsfeuer lodert. "Um 17.15 Uhr endet unser erlebnisreicher Martinstag", erklärt Claudia Hegmann, die wie Eleonore Ciasto die Hausener Kindertagesstätte leitet.

Päckchen für Rumänien

Den Gedanken des Teilens stellen einige Kindertageseinrichtungen in den Mittelpunkt bei der Feier des Sankt Martinstages. So bringen die Kinder der Montessori-Kindertagesstätte Forst bis zum 11. November Lebensmittel und Weihnachtspäckchen. Diese werden von der Leiterin Anja Hoffmann zu Elisabeth Seemann von der Rumänienhilfe Karl in Sömmersdorf gebracht. Von dort gehen die Spenden auf die Reise in das Balkanland, um Kindern und Familien zu Weihnachten eine Freude zu machen. "Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Päckchen von anderen Kitas oder aus der Gemeinde kommen. Sie können bis 11. November bei uns im Kindergarten kontaktlos abgeben werden", so Anja Hoffmann.

An der Aktion "Meins ist Deins" des Bistums Aachen und des Kindermissionswerks beteiligte sich die Kindertagesstätte Liborius Wagner in Schonungen. In Anlehnung an die Geschichte des Mantelteilens von Sankt Martin brachte jedes Kind bis Ende Oktober ein gut erhaltenes Kleidungsstück, die über die "aktion hoffnung" Augsburg second-hand vermarktet werden. Der Erlös dient der finanziellen Unterstützung von Caritas-Kinderzentren in der Ukraine. "Auch in dieser momentan schwierigen Zeit an Andere denken, teilen, geben", meint die Leiterin Ulrike Kroll.

Das Thema "Teilen" setzt auch der AWO-Naturkindergarten Schonungen in seiner Lichterfeier zu Sankt Martin um. Jedes Kind wird mit einem Licht in der Hand und geführt von einem Elternteil bei Einbruch der Dunkelheit an diesem Tag einen Rundweg in der Waldabteilung Hegholz, wo der Kindergarten liegt, in dem gesetzlich derzeit möglichen Abstand gehen. An Stationen, die Erzieherin Nicole Hofmann vorbereiten wird, geht es um Licht teilen, Lieder hören, Essen teilen und den in den im Kindergarten selbst gepressten Apfelsaft als Heißgetränk genießen.

Zusammen mit der Erzieherin Katharina Fingas packten die Kinder ein Paket für die Ukraine. 
Foto: Foto Kindertagesstätte | Zusammen mit der Erzieherin Katharina Fingas packten die Kinder ein Paket für die Ukraine. 
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