Schweinfurt

Vom Baustahl bis zum Tanzenden Haus: Fotokreis stellt aus

Schülerin Sabrina Mantel vor der Fotografie „Das tanzende Haus“, aufgenommen in Prag. Der SKF-Fotokreis stellt im Bayernkolleg derzeit 53 ausgewählte Schwarz-Weiß-Fotografien zum Thema „Architektur und Strukturen“ aus.
Foto: Martina Müller | Schülerin Sabrina Mantel vor der Fotografie „Das tanzende Haus“, aufgenommen in Prag. Der SKF-Fotokreis stellt im Bayernkolleg derzeit 53 ausgewählte Schwarz-Weiß-Fotografien zum Thema „Architektur ...

Sabrina Mantel (21) ist begeistert von der Ausstellung mit 53 Schwarz-Weiß-Fotografien des SKF-Fotokreises. Die Bayern-Kolleg-Schülerin interessiert sich besonders dafür, seit einiger Zeit schon ist sie selbst mit der Kamera auf der Suche nach Gebäuden mit interessanter Geschichte, die in ihren – ebenfalls schwarz-weißen – Fotografien zum Ausdruck kommen soll.

„Architekturen und Strukturen“ sollen die Exponate zeigen, und der SKF-Fotokreis hat sich streng daran gehalten. Unter „Strukturen“ fallen etwa jene Fotografien, die in Baufirmen entstanden, „Matte“ zum Beispiel, das schlicht einen Stapel Baugittermatten zeigt, oder Kanthölzer. Manche Nahaufnahmen von Strukturen könnten auch als Rätselbilder durchgehen: getrockneter Schlamm mit seinen Rissen und Furchen, die Detailaufnahme vom Giraffenfell mit seinen viereckigen weißen Karos, eine fantastische Wolkenformation über dem Dorf Hambach, ein Strommast, eine Häuserspiegelung, die Waben des Schweinfurter Theaters.

In der Abteilung „Architekturen“ hängen nicht weniger anspruchsvolle Fotografien im langen Gang im Erdgeschoss des Bayernkollegs: vom Innenraum einer Kirche in Bad Füssing, den Gochsheimer Gaden im Laternenlicht, vom Dachboden der „Alten Schmiede“, vom Mega-Wolkenkratzer in Abu Dhabi bis zum „Tanzenden Haus“ in Prag.

Interessiert stehen die Schüler des Erwachsenen-Gymnasiums vor den Fotografien, diskutieren über einzelne Exponate oder lassen sie auch nur still auf sich wirken. Zeit, sich die 53 Werke ausgiebig zu betrachten, haben sie. Die Ausstellung wird bis Anfang Januar hängen, sagt Schulleiter Peter Rottmann zu deren Eröffnung am Freitagmittag. Schwarz-Weiß-Fotografien könnten in ihrer puristischen Art die Motive in besonderer Weise zum Ausdruck bringen und ihre Geschichte erzählen. Rottmann hat das Thema und den Schwarz-Weiß-Wunsch vorgegeben.

Das „hat uns besonders gefordert“, räumt Rüdiger Horeis, der ehemalige, langjährige Vorsitzende des SKF-Fotokreises, ein. Aus über 300 Bildern von 18 Mitgliedern seien in mehreren Arbeitsabenden 53 Exponate ausgewählt worden. Es sei die erste Schwarz-Weiß-Ausstellung des Fotokreises überhaupt – und der besteht seit 50 Jahren. Und, so Horeis: „Der einheitliche Druck, die einheitliche Rahmung mit den Passepartouts verleiht dem Ganzen einen Galeriecharakter.“ Die Fotografien sind relativ jung, alle in den letzten drei Jahren entstanden, sagt Vladimir Budin. Vier Tage hat er benötigt, um sie auf Baryt-Papier zu drucken. 1300 Euro hat der Fotokreis für die perfekte Präsentation der Fotografien aufgewendet – von denen die wenigsten in schwarz-weiß aufgenommen worden waren. Die Mehrzahl seien Farbbilder, die erst umgewandelt worden seien. Die Betrachter sehen es diesen Werken wohl nicht an.

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