Grafenrheinfeld

Vorerst keine Lüftungsgeräte für die Grundschule

Die mögliche Beschaffung von mobilen Lüftungsgeräten für die Grundschule Grafenrheinfeld wurde bereits am 4. Oktober in der Bau- und Umweltausschussitzung erstmals behandelt. Die Diskussion hatte ergeben, dass der Ausschuss in der Sitzung keine Entscheidung treffen konnte und wollte. Viel mehr sollten auch die Elternbeiräte und die Lehrervertretung, die in der vergangenen Woche zu einer Besichtigung des Echtbetriebs eines Lüftungsgerätes eingeladen wurden, in die Entscheidung maßgeblich einbezogen werden. Es sei wichtig, dass die Eltern und Lehrer sich einen wirklichen Eindruck vom Gerät machen könnten.

Beim Termin wurde die Lautstärke des Geräts als störend empfunden. Außerdem wurden die Vorteile des Gerätes "als zumindest eingeschränkt" bewertet, da trotzdem weiter die Lüftungsintervalle eingehalten werden müssten.

Entgegen der häufigen Annahme, mit dem Einsatz von Lüftungsgeräten wäre das Problem gelöst – das sei nicht der Fall, erklärte Bürgermeister Christian Keller auf der Gemeinderatssitzung am Montag in der Kulturhalle, als das Thema ebenfalls auf der Tagesordnung stand. "Das Gerät erspart keine manuelle Lüftung." Die Elternbeiräte gaben die Empfehlung an den Gemeinderat ab, vorerst keine Lüftungsgeräte zu beschaffen. Es wurde als fraglich erachtet, ob die Vorteile gegenüber den Nachteilen überwiegen. Förderanträge für Lüftungsgeräte können aber noch bis Ende des Jahres gestellt werden. Die Geräte müssen dann bis Juni 2022 beschafft werden.

Gemeinderatsmitglied Werner Binder regte an, bis Ende des Jahres es noch einmal mit Probegeräten anderer Hersteller zu versuchen. Womöglich würden diese nicht ganz so laut sein wie das Modell, das die Gemeinde zur Verfügung hatte. Bürgermeister Keller wies darauf hin, dass die förderfähigen Geräte sich alle in einem ähnlichen Lautstärkewert bewegen. Zwei Geräte anzuschließen, um die Lautstärke zu drosseln, sei aus Finanz- und Platzgründen schwierig darzustellen.

"Ich finde es sehr gut, dass die Gemeinde die Leute mit ins Boot genommen hat, die das Thema tatsächlich interessiert", findet Ratsmitglied Mathias Kupczyk, der der Einschätzung der Eltern und Elternbeiräte vertraut. Er verwies auch auf die Aussagen des Kultusministerium, das eine Ausstattung aller Schulen mit Luftfiltern für nicht tauglich hält, weil man am Lüften nicht vorbeikommt. Außerdem hält Kupczyk den Zeitpunkt für zu spät. "Wenn die Anlagen im Sommer eintreffen, wenn wir die beschaffen würden, weiß vielleicht der ein oder andere gar nicht mehr, wie man das Wort Pandemie schreibt." Die Beschaffung wird erst einmal zurückgestellt.

Verabschiedet wurde vom Rat auf der Sitzung, dass die Gemeinde ihr Vorverkaufsrecht für fünf Grundstücke "Am Bauernwehr" nicht ausübt. Die Grundstücke gehen von der ROSBO GmbH an die ROSBO V1 GmbH.

Gebilligt wurden sowohl der Planentwurf zum "Kapellenweg III" als auch der für das "Maincenter" mit diversen Änderungen hinsichtlich der Stellungnahmen aus der vorgezogenen Bürgerbeteiligung und der frühzeitigen Behördenbeteiligung bzw. der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange. Der Gemeinderat beauftragte die Verwaltung, die Verfahren und die öffentlichen Auslegungen durchzuführen.

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