Kolitzheim

Vorschlag für einen größeren Sitzungssaal findet zustimmung

Corona gab den Anstoß für die Überlegung, das Obergeschoss des neuen Feuerwehrhauses, in dem fünf Büroräume für die Gemeindeverwaltung vorgesehen waren, so umzugestalten, dass ein größerer Sitzungssaal für den Gemeinderat entsteht. Ein größerer Sitzungssaal böte die Möglichkeit, auch in Corona-Zeiten die Sitzungen des Gemeinderats im Sitzungssaal abzuhalten, weil der Abstand von 1, 50 Metern eingehalten werden könnte. Darüber hinaus böte der Sitzungssaal dann mehr Raum für Besucher der Gemeinderatssitzung. Außerdem könne man den Raum auch für andere Zwecke, wie etwa Trauungen nutzen, so die Begründung des Bürgermeisters für diese Überlegungen, zu denen er die Meinung des Gemeinderats einholen wollte.

Von den ursprünglich fünf Büros, die im Neubau vorgesehen waren, würden zwei wegfallen. Durch Teilung des bisherigen Sitzungssaales könnte man das Trauzimmer neu in den Teil des ehemaligen Sitzungssaales mit dem Gemälde der Gemeindeteile verlegen. Das bisherige Trauzimmer könnte als Büro dienen, ein weiterer Büroraum stehe im bisherigen Rathausgebäude zur Verfügung.

Überlegungen des Architekten fanden Zustimmung bei den Gemeinderäten

Der jetzige Sitzungssaal habe eine Größe von 75 Quadratmeter, der in Aussicht genommene neue Sitzungssaal biete eine Fläche von etwa 160 Quadratmeter. An Raumhöhe könne man durch Nutzung des Pultdaches bis auf 3, 10 Meter gewinnen, so Florian Göger auf Nachfrage von Jonas Redweik. Natürlich kämen noch Mehrkosten für die zwei großen Leimbinder, die nötig würden, die Überarbeitung der Statik und die Erstellung eines Tekturplanes hinzu.

Da die Wände in Trockenbauweise ausgeführt würden, wären spätere Umbauten mit relativ wenig Aufwand möglich. Ein zweiter Notausgang sei nach aktuellem Kenntnisstand nicht nötig, so die Antwort auf die Frage von Reinhard Heck. Die Überlegungen, die er mit Architekt Florian Gröger vorbesprochen hatte, fanden die Zustimmung des Gremiums. Der Architekt wurde beauftragt, diese Umbaupläne weiter zu verfolgen und eine Kostenschätzung vorzulegen. Er versicherte auf Nachfrage von Matthias Schöpf, dass sich der Bau durch diese Umplanungen nicht verzögere.

Diskussionen um das Beheizen des Gebäudes

Eine längere Diskussion entstand nach den Ausführungen von Bettina Richter von der Firma Rauch + Richter GbR Planungsbüro für Haustechnik, Gochsheim. Sie stellte die Möglichkeiten vor, wie das neue und das bestehende Gebäude beheizt werden könnten. Horst Herbert informierte, dass das bestehende Rathausgebäude mit Ölheizung beheizt werde, die schon 20 Jahre alt ist. Dieses Bestandsgebäude stamme aus den sechziger Jahren, sei daher nicht nach dem heutigen Standard gedämmt.

Bettina Richter ergänzte, dass die Ölheizung entsprechend gesetzlicher Vorschriften nach 30 Jahren entfernt werden müssten. Darüber hinaus sollten öffentliche Gebäude hinsichtlich ihrer Energieversorgung Vorbildfunktion haben. Das bestehende Gebäude müsse man nach wie vor mit Hochtemperatur beheizen - außer man erneuert das gesamte Heizsystem, was einen enormen Kostenaufwand bedeuten würde.

Es wäre denkbar, den Altbau mit Ölheizung weiter zu betreiben, und den Neubau mit Luftwärmepumpe oder mit Solewärmepumpe. Die Investitionen für die Solewärmepumpe, die ihre Energie aus dem Erdreich bezieht, würden mit 35 Prozent bezuschusst. Die Kosten dafür beliefen sich auf etwa 52 000 Euro. Bei der Erdwärmepumpe ergibt sich eine höhere Energieausbeute, mit einer Kilowattstunde Stromeinsatz könnten 5,6 Kilowatt Heizleistung gewonnen werden.

Kosten für verschiedene Lösungen werden berechnet

Mit einer Pelletheizung könnten beide Gebäude gemeinsam beheizt werden. Die Kosten dafür beliefen sich auf voraussichtlich 7700 Euro pro Jahr. Für die Lagerung der Pellets ist noch keine Möglichkeit vorgesehen. Es wurde auch die Überlegung ins Spiel gebracht, die Heizung mit Hackschnitzel zu betreiben. Hier gab Bettina Richter zu bedenken, dass für die Hackschnitzel der Lagerraum größer sein müsse, dass bei der Verbrennung mehr Asche anfalle und dass der Wartungsaufwand höher sei als bei Pellets. Darüber hinaus seien die Anschaffungskosten für die Hackschnitzelheizung für den Heizbedarf für die beiden Gebäude unverhältnismäßig hoch. Die Hackschnitzellösung würde auch in gleicher Höhe bezuschusst wie die Pelletsheizung, so Richter.

Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag des Bürgermeisters zu, bis zur nächsten Sitzung die Kosten für die verschiedenen Lösungen – Wärmepumpe in Kombination mit Ölheizung, Pellets, Hackschnitzel  - noch einmal zu berechnen. Dann könne man zu einer Entscheidung kommen.

Der Punkt "Feststellung des Jahresabschlusses 2019 für die Wasserversorgung und die Photovoltaik-Anlagen" wurde auf Wunsch von Peter Dietrich auf die nächste Sitzung vertagt: aufgrund eines Versehens lag den Gemeinderäten nur die Beschlussvorlage vor, und nicht die näheren Ausführungen dazu. Auch die Überlegung des Bürgermeisters, dass man an den Zahlen nichts ändern könne, dass es nur darum gehe, das Ergebnis festzustellen, konnte das Gremium nicht davon abbringen, den Tagesordnungspunkt auf die nächste Sitzung zu verschieben – dann liegen die Unterlagen vor.

Uferbereiche von Mühlbach und Volkach noch nicht gereinigt

Unter dem Punkt "Wünsche und Anregungen" fragte Michael Ortner nach, wie es mit der Begehung der Ufer des Mühlbachs weitergehe. Man habe zugesagt, die Uferflächen zu reinigen, das sei bisher noch nicht geschehen. Der Aufwand der Pflege der Ufer sei hoch, da eine Bearbeitung mit Maschinen nur teilweise möglich sei. Der Bürgermeister sagte zu, dass die Einladung zu dieser Begehung zu Beginn des nächsten Jahres erfolge.

Auch die Reinigung der Uferbereiche der Volkach in Zeilitzheim stehe an, das Wasserwirtschaftsamt hatte zugesagt, hier für Ordnung zu sorgen, was aber bisher noch nicht geschehen sei. Der Bürgermeister informierte, dass die Messungen zu den Grundwasserständen in den neuen Baugebieten in Kolitzheim und Gernach durchgeführt würden. Das Wasserrückhaltebecken in Kolitzheim muss voraussichtlich etwas verlegt werden, bedingt durch den Grundwasserstand am geplanten Standort. Man stehe im Kontakt mit dem Planungsbüro, damit diese Änderungen zügig eingearbeitet werden.

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