Ebrach

Waldwege laden zum Wintersport ein

Wolfgang Vogel aus Theres und Michael Griebel aus Knetzgau (von links) beim Langlauf im Staatsforst.
Foto: Ulrich Mergner | Wolfgang Vogel aus Theres und Michael Griebel aus Knetzgau (von links) beim Langlauf im Staatsforst.

„So einen herrlichen Winter hatten wir lange nicht mehr“, meint Ulrich Mergner, Leiter des Forstbetriebs Ebrach laut einer Pressemitteilung. Der verschneite Wald lade ein für Wintersport und Waldspaziergänge. Bei der Wegebenutzung wirbt der Chef des Staatswaldes für gegenseitige Rücksichtnahme. Das Waldwegenetz sei zwar vorrangig für die Holzernte konzipiert, könne aber gleichzeitig auch zur Erholung in den Wäldern genutzt werden. Über 500 Kilometer stünden im Forstbetrieb zur Verfügung. Da komme jeder auf seine Kosten.

Langlauf auf dem Mittelstreifen

Besonders kommen derzeit die Freunde des Skilanglaufs auf ihre Kosten. Vielerorts seien schon „wilde Loipen“ entstanden. Mergner empfiehlt den Loipenspurern den Mittelstreifen der Forstwege zu wählen. An die Fußgänger appelliert er, die Fahrspuren von Autos und Holzfuhrwerken zu benutzen. Ein solches Nebeneinander ist meist möglich. Wer ausnahmsweise durch den Wald fahren müsse, sollte die Loipen auf der Fahrbahnmitte schonen.

Jagdruhe im Staatsforst

Seit Mitte Januar herrscht in den staatlichen Jagden Jagdruhe, so Mergner. Die Jäger der Staatsjagden bleiben zu Hause. Reh und Wildschweine sollen bei strengem Frost nicht beunruhigt werden, damit sie nicht unnötig Energie verlieren. Mit Waldbesuchern, die überwiegend auf den Wegen bleiben, haben die Wildtiere kein Problem. Sie können die Gefahr, die von Menschen ausgeht, gut einschätzen. Mergner hat auch seine Mitarbeiter aufgefordert, Waldfahrten möglichst zu reduzieren und mehr zu Fuß zu gehen.

Waldarbeit ruht überwiegend

Mergner wirbt um Verständnis, dass einzelne Waldwege geräumt werden müssen. „Wir haben zwar die eigenen Waldarbeiter kurzzeitig entlassen, die maschinelle Holzernte kann jedoch weitergehen“, so der Forstmann. Der Grund: Die Arbeit der Waldarbeiter ist bei dem vielen Schnee und den tiefen Temperaturen gefährlich, die Maschine habe dagegen keine Probleme. Einige Hauptwege und die Zufahrten zu den Waldorten, an denen Holz gemacht würde, müssten deshalb geräumt werden. „Der Winter ist eigentlich der beste Zeitpunkt für die Holzernte. Insbesondere bei Laubbäumen ist es wichtig, im saftlosen Zustand zu fällen. Das erhält eine gute Qualität des Holzes“, erklärt Mergner.

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