Schweinfurt

Was machen der Mobilfunk- und Glasfaserausbau im Landkreis?

Wie wichtig Digitalisierung ist, zeigt sich seit Corona durch Homeoffice und digitalen Unterricht. Dafür braucht es schnelles Internet. Wie ist die Lage in der Region?
Während es in Schweinfurt guten Empfang gibt, sieht es an einigen Orten im Landkreis mau aus.
Foto: Stefan Pfister | Während es in Schweinfurt guten Empfang gibt, sieht es an einigen Orten im Landkreis mau aus.

Ob Handynetz oder Wlan – wie wichtig schnelles Internet und guter Empfang sind, wurde vor allem durch die Corona-Krise deutlich. Denn nicht nur für Streamingportale wie Netflix oder Social Media Plattformen empfiehlt sich eine verlässliche Internetverbindung. Auch für Homeoffice und digitalen Unterricht ist sie unerlässlich. Doch wie ist die Lage in Stadt und Landkreis Schweinfurt? Gibt es überall schnelles Internet, sind Teile der Region noch nicht verkabelt oder liegen sie in Funklöchern?

Im Dezember 2018 hat das bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ein Mobilfunk-Förderprogramm gestartet. Ziel des Ganzen: Weiße Flecken auszumerzen, um flächendeckenden Mobilfunk nutzen zu können.

1. Mobilfunknetz in der Region

"Die Stadt Schweinfurt ist laut unserer Karte vollständig versorgt", sagt  Aaron Gottardi, stellvertretender Pressesprecher des bayerischen Wirtschaftsministeriums. Deutlich schlechter schaut es allerdings in zehn Gemeinden im Landkreis Schweinfurt aus. Laut der Versorgungskarte des Bayerischen Mobilfunk-Förderprogramms gibt es in Dingolshausen, Donnersdorf, Frankenwinheim, Kolitzheim und Michelau im Steigerwald Funklöcher, so Gottardi. Auch in den Märkten Oberschwarzach und Stadtlauringen sowie in den Gemeinden Schonungen, Sulzheim und Üchtelhausen gebe es ein Empfangsproblem. 

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Bayernweit lägen bereits über 500 Interessensbekundungen von Gemeinden vor, 60 davon hätten bereits einen Förderbescheid erhalten und könnten die Versorgungslücken selbst schließen. Darunter auch einige Gemeinden in der Region. "Von zehn förderberechtigten Gemeinden haben drei eine Interessensbekundung beim Mobilfunkzentrum gestellt", erklärt der stellvertretende Pressesprecher. Dabei handelt es sich um Schonungen, Stadtlauringen und Üchtelhausen, so Gottardi. Und für zwei der drei Gemeinden sieht es gut aus: Die Gemeinde Üchtelhausen hat den Förderbescheid erhalten, erklärt er. Und die Gemeinde Schonungen könne einen Förderantrag stellen, da ein Mobilfunkbetreiber Interesse an der Anmietung eines geförderten Mastes habe. Anders in Stadtlauringen. In der 4300-Seelen-Gemeinde will die Deutsche Telekom die Versorgung selbst und ohne Förderung in die Hand nehmen, so die Angaben des Wirtschaftsministeriums.  Die Voraussetzung für eine Förderung des bayerischen Mobilfunk-Förderprogramms würde dadurch entfallen.

Zehn förderberechtigte Gemeinden im Landkreis

Laut Angaben des Wirtschaftsministeriums kann eine Gemeinde bis zu 500 000 Euro Zuschuss durch das Mobilfunk-Förderprogramm erhalten. Der Betrag wird erhöht, sobald zwei Gemeinden zusammenarbeiten – um weitere 50 000 Euro. "Der gesamte Landkreis Schweinfurt sowie die kreisfreie Stadt Schweinfurt gelten als Gebietskörperschaften im Raum mit besonderem Handlungsbedarf", erklärt Gottardi. Deshalb könnten 90 Prozent der förderfähigen Kosten übernommen werden. 

2. Breitbandausbau in der Region

Nach Aussage der Bundesregierung soll ganz Deutschland bis zum Jahr 2025 mit superschnellen sogenannten Gigabit-Netzen versorgt sein. Im Landkreis Schweinfurt sind bereits 97 Prozent der Haushalte zumindest mit schnellem Internet versorgt, berichtet Markus Brunhofer vom Bayerischen Breitbandzentrum Amberg auf Nachfrage der Redaktion.  Noch etwas besser sieht es für die Stadt Schweinfurt aus: "Gemäß den Daten des Breitbandatlasses des Bundes sind 98 Prozent der Haushalte in der Stadt Schweinfurt mit einer Bandbreite von mindestens 30 Mbit/s  erschlossen", so Brunhofer. Dies sei laut EU-Definition die Mindestgeschwindigkeit für schnelles Internet. Die an einer Adresse maximal zur Verfügung stehende Bandbreite sei jedoch grundsätzlich abhängig von der eingesetzten Telekommunikationstechnik und den Angeboten der örtlichen Netzbetreiber. 

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