Frankenwinheim

Weitere Windräder im Südosten der Gemeinde werden abgelehnt

Bis die Gemeindearbeiter einen Begrenzungspfosten setzen, wurden von ihnen schon einmal große Steine verlegt, um eine Durchfahrt auf dem Gehweg in das Baugebiet Schlossgarten in Frankenwinheim zu unterbinden.
Foto: Stefan Polster | Bis die Gemeindearbeiter einen Begrenzungspfosten setzen, wurden von ihnen schon einmal große Steine verlegt, um eine Durchfahrt auf dem Gehweg in das Baugebiet Schlossgarten in Frankenwinheim zu unterbinden.

Bürgermeister Herbert Fröhlich gab aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung bekannt, dass eine Anfrage über Windkraftanlagen an der Straße Richtung Schallfeld vom Gemeinderat abgelehnt wurde. Antragsteller und weitere Hintergründe blieben geheim. Ebenso lehnt der aktuelle Gemeinderat Freiflächenphotovoltaikanlagen im Außenbereich ab. Auch hierzu gab es keine weiteren Informationen für die Öffentlichkeit. Die Gemeinde verkauft in Frankenwinheim 2 Bauplätze und in Brünnstadt einen Bauplatz.

Dem Bauantrag für den Neubau eines Gartenhauses am Seeweg in Brünnstadt mit den Abmaßen 12 auf 5,5 Metern stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Die Abstandsflächen müssen jedoch vom Landratsamt geprüft werden. Den Abriss einer landwirtschaftlichen Halle im Umfeld der Frankenwinheimer Mühle nahm man zur Kenntnis. Dem Neubau einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle mit den Abmaßen 26,9 auf 18,5 Metern an der gleichen Stelle stimmte der Gemeinderat zu. Notwendig ist hier die Bestätigung der Privilegierung für das landwirtschaftliche Bauen im Außenbereich.

Der Bauantrag für die Errichtung eines Doppelhauses im Baugebiet Schlossgarten II wurde  abgesegnet. Der Überschreitung der Baugrenze im Westen entlang der Lülsfelder Straße und der Befreiung an der Nordgrenze wurde zugestimmt.

Da das Landratsamt Schweinfurt bei der Errichtung einer Maschinenhalle sowie einer Reithalle in Brünnstadt Nachforderungen gestellt hat, wurde der Bauplan dem Gemeinderat nochmals zur Kenntnisnahme vorgelegt. Die Versorgungsräume in der Reithalle sowie Stellplätze für Pferdeanhänger und WC-Anlagen wurden im Plan nachgetragen.

Erweiterung des Kindergartens

Bürgermeister Fröhlich berichtete von einer Sitzung des Bauausschusses mit dem Architektenbüro Jäcklein aus Volkach über die Erweiterung des Kindergartens. Dabei wurden die Änderungen, die zur Kosteneinsparung führen sollen, vorgestellt und diskutiert. Die kalkulierten Kosten konnten nun von 1,64 Millionen Euro auf 1,31 Millionen Euro gesenkt werden. Dabei wurden folgende Änderungen vorgenommen: Wegfall des begrünten Daches und dafür Einbau eines Kiesdaches, Wegfall der Erdwärme-Heizung und Weiterverwendung der bestehenden Gasheizung. Die Heizung wird jedoch für einen späteren Umbau in eine Luft-Wärme-Heizung vorbereitet. Die Gartenarbeiten und das Versetzen der offenen Gartenhalle wird in Eigenregie durch die Gemeindearbeiter erledigt. Es werden weniger Spielgeräte aufgestellt. Der Änderung stimmte der Gemeinderat zu.

Hannelore Vollmuth (rechts) hört zum Jahresende als Schriftführerin der Gemeinde Frankenwinheim auf und verabschiedet sich in den Ruhestand. Bürgermeister Herbert Fröhlich dankte für die gute Zusammenarbeit.
Foto: Stefan Polster | Hannelore Vollmuth (rechts) hört zum Jahresende als Schriftführerin der Gemeinde Frankenwinheim auf und verabschiedet sich in den Ruhestand. Bürgermeister Herbert Fröhlich dankte für die gute Zusammenarbeit.

Die Umsetzung der Gigabitrichtlinie, sprich die Versorgung der Haushalte mit schnellem Internet, wurde kurz von Bürgermeister Fröhlich erläutert. Die Markterhebung durch ein Fachbüro wird voraussichtlich im Februar 2021 dem Gemeinderat im Detail präsentiert. Da Frankenwinheim durch Kabel Deutschland erschlossen ist, wird es hier keine Förderungen für einen Ausbau geben, wie Fröhlich ausführte. In Brünnstadt dagegen sei eine Förderung gegeben. Für die weiteren Betrachtungen sollen noch die Hofstellen außerhalb der Ortschaften einbezogen werden, dies sind die Weinbergsmühle, die Brünnstädter Mühle und der Weidachtalhof. 

Die Suche nach dem "Verschönerungskünstler" am Heiligenbrünnlein durch die Polizei war ergebnislos. Die Anzeige wurde ohne Ergebnisse eingestellt, wie Fröhlich mitteilte. Die Sitzgruppe aus Naturstein wurde von den Gemeindearbeitern von der Farbe gereinigt.

Der bestehende Fußweg in das neuen Baugebiet wurde in letzter Zeit als Durchgangstraße auch von schweren Fahrzeugen missbraucht und dabei Randsteine beschädigt. Die Gemeindearbeiter werden einen Pfosten errichten, um die Durchfahrt zu unterbinden.

Ausgleichsmaßnahmen für das Baugebiet Schlossgarten

Juliane Böhm fragte nach dem Stand der Ausgleichsmaßnahmen, die für das Baugebiet Schlossgarten II notwendig sind. Bürgermeister Fröhlich berichtet von einer Ortsbegehung im September mit der Unteren Naturschutzbehörde. Auf der Flurnummer 846 müssen 19 Wildobstbäume und 20 Obstbäume angepflanzt werden. Dem Pächter der Ackerfläche wurde nun gekündigt, so dass im Herbst 2021 die Pflanzungen vorgenommen werden können. Die Ortsrandbegrünung direkt am Baugebiet erfolgt in Zusammenarbeit mit den neuen Baugrundstückserwerbern.

In den gemeindeeigenen Gärten am Lülsbach, bei denen die Pacht ausgelaufen ist, soll nun durch die Gemeindearbeiter der zurückgelassene Unrat entfernt werden. Ines Hauck berichtete, dass im Bereich der Hörnau mit Fahrzeugen auf den angrenzenden Wiesen gefahren wird. Die Gemeinde will sich darum kümmern.

Den Jahresrückblick konnte Bürgermeister Fröhlich schnell erledigen, da das Gemeindeleben aufgrund der Coronapandemie stark eingeschränkt war. Er berichtete von 16 Gemeinderatsitzungen. In Brünnstadt wurden im Jahr 2020 zwei Bauplätze verkauft, in Frankenwinheim 14. Somit gibt es in Frankenwinheim im Baugebiet Schloßgarten noch vier Bauplätze. Im Gemeindebereich wurden Spielplätze neu gestaltet. 

Hannelore Vollmuth legte nach 36 Jahren als Gemeindeschriftführerin ihr Amt nieder. Sie erlebte in ihrer langen Amtszeit drei Bürgermeister. Bürgermeister Herbert Fröhlich dankte für die gute Zusammenarbeit und überreichte Präsent und Blumenstrauß. Das Amt der Schriftführerin wird die VG-Mitarbeiterin Marcella Reichl übernehmen.

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