Schweinfurt

Wie ein Wels in der Brandung

Paul Sennewald?s BOP entlädt immer mal wieder gerne seine angestauten musikalischen kreativen Ideen in einem Konzertabend.
Foto: Disharmonie | Paul Sennewald?s BOP entlädt immer mal wieder gerne seine angestauten musikalischen kreativen Ideen in einem Konzertabend.
Stephan Bormann

Fr., 2. Oktober, 19 Uhr und 21 Uhr Stephan Bormann zählt zu den vielseitigsten deutschen Gitarristen. Seit 15 Jahren tourt er erfolgreich mit dem Cristin Claas Trio, Hands On Strings, dem 10String Orchestra u. v. a. und ist nun erstmals mit seinem Solo-Programm zur CD „over the years“ live zu erleben. Die Arbeit am Solo Guitar Book (Schott Music) – als auch das euphorische Feedback darauf – haben ihn dazu bewogen, die Musik, die ihn über viele Jahre geprägt hat, nun auch solistisch umzusetzen. In seinen originellen Arrangements findet sich die Klangästhetik eines „Fingerstylers“ ebenso wieder, wie der Ansatz eines Jazzmusikers, jedem Stück eine immer währende Frische durch den Freiraum für Improvisation zu geben. Stephan Bormanns innige Nähe zur Musik Amerikas, Skandinaviens, Afrikas und Brasiliens weisen ihn als Weltreisenden auf der Gitarre aus, gewandt in vielen Stilen und vertraut mit den unterschiedlichsten Facetten des Instruments.

Poetry Slam

Sa., 3. Oktober, 20 Uhr, Stadthalle Schweinfurt Mit viel Wort, Poesie, Storys und einer emotionalen Achterbahnfahrt startet die Saison unter neuen Vorzeichen coronabedingt erst im Herbst (ausführlicher Artikel siehe Seite 11).

Kabarett mit Edgar und Irmi

So., 4. Oktober, 17 Uhr Edgar und Irmi, das Durchschnittsehepaar aus der fränkischen Rhön schaut in seinem brandaktuellen Programm „Deutschland: Achtung Baustelle!!“ genauer hinter die Kulissen. Viele nationale und weltpolitische Ereignisse werden akribisch hinterfragt. Die Dieselkrise, der Zustand unserer Wehrmacht, Ökologie und auch zwischenmenschliche Beziehungen in unserer Gesellschaft sind nur einige der vielen ungelösten Probleme in Deutschland. Edgar und Irmi versuchen, dazu Lösungsansätze zu geben, immer aus den unterschiedlichen Perspektiven eines Ehepaares.

Don Clarke – SexundSechzig

Mi., 7. Oktober, 19.30 Uhr, Stadthalle Schweinfurt Mit seinem neuen Soloprogramm „SEXundSECHZIG“ knüpft der natural born Comedian Don Clarke dort an, wo er niemals aufgehört hat: Nichts tun! Und da er glücklicherweise nicht der Einzige ist, der ihm dabei gerne zuhört, wird seine Fangemeinde immer größer. In über 1000 Shows von Flensburg bis nach München und von Köln bis nach Dresden begeisterte Don Clarke in den letzten Jahren sein Publikum und hinterließ eine Schneise der Zwerchfellvernichtung. Mit neuen, skurrilen Geschichten ist er wieder auf Tour, plaudert aus dem Nähkästchen und gibt Lebenstipps der etwas anderen Art: „Wenn Du abnehmen willst, musst Du erst mal zunehmen! Das lief bei mir so gut, dass ich ein paar Mal verdoppelt habe ...“ Und, um trotzdem nicht ganz untätig zu sein, betreibt er wieder Sport: Rittersport ...

Paul Sennewald?s BOP

Do., 8. Oktober, 19 Uhr und 21 Uhr Am Anfang stand der Entschluss, nicht nur anderer Leute Stücke zu interpretieren, sondern auch eigene Musik zu schreiben. Dann war da die Notwenigkeit einer eigenen Band, mit der sich die neuen Stücke ausprobieren lassen. So in etwa kam es zur Gründung von Paul Sennewald?s BOP. Seither dient die Band den vier sehr unterschiedlichen Musikern als eine Art Ablassventil für jegliche, durch Jahre des Übens, des Grübelns, des Hürden Meisterns, des Höhenfliegens und des mitunter harten Landens und des erneuten Übens angehäufte kreative Energien.

Irmgard Knef – Musical Comedy

Fr., 9. Oktober, 19 und 21 Uhr „Ein Lied kann eine Krücke sein“, heißt die Musical Comedy von und mit Ulrich Michael Heissig. 90 Jahre und kein bisschen leise. . . Irmgard Knef, Alterspräsidentin des deutschen Kabarett-Chansons feiert in ihrem neuen, mittlerweile achten Solo-Programm das Leben und die Liebe. Wenn auch ein wenig gebrechlich, präsentiert sie doch mit ungebrochenem Kampfgeist neue Chansons und bekannte Songs. Dankbar, noch Mumm in den Knochen zu haben, statt Honig im Kopf, bietet die witzig-skurrile Entertainerin dem Alter die Stirn und dem Publikum kurzweilige Unterhaltung. Diese Frau lässt sich nicht in die Suppe spucken – erst recht nicht, wenn man sowieso bald den Löffel abgeben muss. Die hoffnungslose Optimistin lässt am Spätabend ihres Lebens noch mal die Korken knallen – eine satirische Ode an die Vitalität einer unverwüstlichen Berlinerin und wie immer auch eine stilistisch-musikalische Hommage, bzw. „Oma“-ge an die Schwester mit dem großen Namen. Kabarettistische Zukunftsprognosen, Bestandsaufnahmen der Gegenwart in Bezug auf Politik und Karriere fehlen da ebenso wenig wie humoristische Vergangenheitsbewältigung in Sachen Männer.

TBC – Totales Bamberger Cabaret

Sa., 10. Oktober, 19.30 Uhr, Stadthalle Schweinfurt Wann, wenn nicht wir? Die Zeit ist reif. Reif für Helden. Reif für die Männer von TBC – drei Superhelden, gefangen in den Körpern unterschätzter und überbezahlter Kabarettisten (oder auch andersherum). Mit ihrer wahnwitzigen Mischung aus furiosen Sketchen und bissigen Songs reißt das fränkische „Driemdiem“ Georg Koeniger, Michael A. Tomis und Florian Hoffmann ihr Publikum von den Sitzen. Sie leisten WiderStand-Up-Comedy gegen den alltäglichen Irrsinn, zeigen sich als Beschützer von Witzen und Weisen und sind der Wels in der Brandung gegen Despo-, Chao- und sonstige Idioten. Denn wo andere nur Fragen im Kopf haben, weiß TBC schon lange: Wann, wenn nicht wir. Und wenn Sie sich fragen, wer sich dieses Gagfeuerwerk anschauen soll, lautet die Antwort ganz klar: Dann, wenn nicht Sie.

An Erminig – musique celtique

So., 11. Oktober, 17 und 19 Uhr Berichte von außergewöhnlichen Ereignissen und Personen waren schon in früheren Zeiten willkommene Abwechslungen im oft harten und eintönigen Leben der Menschen auf dem Lande und in der Stadt. Lange bevor es Zeitungen und andere Medien gab, wurden Nachrichten, die über Skurriles, Erheiterndes oder Trauriges berichteten, von fahrenden Sängern und Musikanten von Ort zu Ort getragen. Diese Art der Informationsverbreitung war auch früher in der Bretagne üblich. Das Programm Plomadeg greift diese Tradition auf und erzählt in (Tanz-)Liedern und Balladen heitere, bewegende, aber auch traurige Begebenheiten aus dem täglichen Leben der bretonischen Landbevölkerung.

Philipp Weber – Kabarett

Do., 15. Oktober, 19.30 Uhr, Stadthalle Schweinfurt Gestern ist das Heute von morgen, richtig. Aber wie schnell ist heute das Morgen von gestern? Der Mensch rast in die Zukunft: Digitalisierung, Gentechnik, Künstliche Intelligenz! Doch wo ist die Zeitmaschine, die saubere Fusionsenergie, das Bier zum Downloaden? Wird der Mensch durch Maschinen ersetzt – oder befreit? Kommt das „Ende der Arbeit“? Super, dann haben wir endlich Zeit für was Sinnvolles. Aber wann hätte der Mensch jemals was Sinnvolles gemacht, nur weil er dafür Zeit hat? Doch es gibt Hoffnung. Denn in der Zukunft wartet jemand: Philipp Weber mit seinem neuen Programm „KI: Künstliche Idioten“. Denn das wichtigste Rüstzeug für alles Kommende war, ist und wird immer sein: der Humor.

Physik für alle

Sa., 17. Oktober, 18 und 20.30 Uhr Jedem begegnet Schulphysik in alltäglichen Situationen, doch auch komplexere Themen finden Anwendungen in gewöhnlichen Gegenständen wie beispielsweise GPS oder Handys. Physik erscheint jedoch häufig aufgrund der vielen Formeln nur schwer zugänglich. Zum zweiten Mal geben die vier Würzburger Physikstudenten Pablo Basteiro, Moritz Dorband, Manuel Graf und Tobias Kehrer einen anschaulichen Einblick in verschiedene Themen der Physik. Es stehen vier faszinierende Vorträge (je 30 min) über alltägliche Phänomene wie Telekommunikation und das Zustandekommen von Gezeiten, Physik in der Medizin (Röntgenaufnahmen) und dem theoretischen Konstrukt der String Theorie (bekannt aus Big Bang Theory) auf dem Programm. Die Vorträge sind in verständlicher Form, also ohne Gleichungen, formuliert. Auch deshalb sind keinerlei Vorkenntnisse nötig. Der Abend richtet sich dementsprechend an alle Interessierten, wobei auch Fragen gestellt werden können.

Frauenvokalquintett Take Five

So., 18. Oktober, 11 und 17 Uhr Im Herbst 2011 haben sich vier Sängerinnen, die seit vielen Jahren in verschiedenen anderen Vocalensembles erfolgreich aktiv sind, in dem neu gegründeten Quintett „Take Five“ zusammengetan, das nach dem bekannten Stück des Jazzpianisten Dave Brubeck benannt ist. Dieses Ensemble widmet sich vielen verschiedenen Musikrichtungen. So sind im Programm bekannte Stücke aus Jazz, Swing, Bebop, aber auch Soul, Latin, Flowerpower, Pop und Eigenkompositionen zu hören. „Take Five“ bietet aber auch noch ein spezielles kirchenmusikalisches Programm an, wo auch Werke bekannter zeitgenössischer Komponisten wie John Rutter oder Bob Chilcott dargeboten werden.

Anton Mangold Quintet

Do., 23. Oktober, 19 und 21 Uhr Das Anton Mangold Quintet besteht seit Anfang 2016. Die Musiker lernten sich an der HfM Würzburg im Rahmen ihres Jazzstudiums kennen. Gespielt werden Eigenkompositionen, die durch rhythmische Vielschichtigkeit und harmonischen Einfallsreichtum überzeugen. Die Musiker sind im modernen Straight-ahead Jazz verwurzelt, aber auch offen für Experimentelles und Einflüsse aus Pop und Worldmusic. Das deutsch-chinesische Projekt spielte 2016 und 2018 mehrere Konzerte in China, ist aber auch regelmäßig auf deutschen Bühnen zu hören. Im Herbst 2017 gewannen sie den „Jungen Deutschen Jazzpreis“ in Osnabrück und veröffentlichten ihr Debütalbum „Beijing Underground“. Das neue Album „Da Xia“ erschien Anfang 2020.

Joscho Stephan Trio – Gypsy Swing

Fr., 23. Oktober, 19 und 21 Uhr Wie kein anderer prägt Joscho Stephan mit seinem Spiel den modernen Gypsy Swing: Durch seinen authentischen Ton, mit harmonischer Raffinesse und rhythmischem Gespür, vor allem aber mit atemberaubender Solotechnik hat sich Stephan in der internationalen Gitarrenszene einen Ruf erspielt. Er versteht es wie kein Zweiter, aus der Vielzahl aktueller Gypsy-Swing-Adaptionen heraus zu ragen, indem er neben den vielen Interpretationen der bekannten Klassiker des Genres den Gypsy Swing mit Latin, Klassik und Rock liiert. Musikergrößen wie Paquito D?Rivera, James Carter, Charlie Mariano und Grady Tate zeigten sich nach gemeinsamen Auftritten begeistert. Auf dem australischen Kontinent war Joscho Stephan mit Martin Taylor und Tommy Emmanuel auf Konzertreise. Mit seinen eigenen Ensembles hat er auf vielen bedeutenden Festivals in ganz Europa gespielt. Auch in den USA konnte er mit Konzerten u.a. in Nashville, Chicago, San Francisco, Detroit oder im legendären Jazzclub Birdland und dem Lincoln Center in New York begeistern.

Axel Pätz – Comedy

Sa., 24. Oktober, 19 und 21 Uhr Als erfahrener Familienvater und Weltkenner ist Axel Pätz seit vielen Jahren den kleinen und großen Absurditäten des täglichen Lebens auf der Spur. Er stöbert sie auf, analysiert sie und fertigt daraus skurrile Geschichten und kunstvolle Lieder. Höchste Zeit, die großen Momente aus vier Soloprogrammen in einem Abend zusammenzufassen. In „Das Niveau singt – Premium Gold“ setzt Pätz dem Aufsitzrasenmäher ebenso ein musikalisches Denkmal wie dem Rollator. Er informiert über die Risiken und Nebenwirkungen des Geburtstraumas. Er erläutert in einer scharfsinnigen Analyse, warum Schubladen für die Weltordnung so wichtig sind.

Comedy Lounge

Mi., 28. Oktober, 19 und 21 Uhr Welcome to the Comedy Lounge. Hier treffen Newcomer auf Vollprofis, Spaß auf Wahnsinn und das Lach auf die Muskeln. Denn die Comedy Lounge bietet Anfängern eine Möglichkeit, ihr Talent zu entfalten, und alten Hasen die Gelegenheit, ihren Lebensabend ruhmreich, aber arm zu beschließen. So präsentiert Moderator und Jazzkabarettist Andy Sauerwein dem neugierigen Zuschauer jeden Monat einen spannenden Abend mit den Comedy- und Kabarett-Helden von gestern, heute und morgen.

Martin Müller – Brazil-Guitar

Fr., 30. Oktober, 19 und 21 Uhr Man nennt ihn „Mr. Brazilguitar“ – Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete ihn als „ eine Institution für die brasilianische Musik in Deutschland“. Durch seine Reisen und Produktionen mit Musikern aus Brasilien entwickelte er in seiner über 40.jährigen dauernden Karriere einen individuellen und aussagekräftigen Kompositionsstil für Gitarre. Die Zeitschrift Akustik Gitarre nannte ihn: „ein Visionär auf der Nylongitarre“. 1978 veröffentlichte er seine erste LP und es folgten, neben diversen Fachbuch -publikationen, ca. 30 weitere Tonträger, die seine außergewöhnliche Vielseitigkeit als Komponist und Interpret repräsentieren. Ein Muss – nicht nur für Gitarrenfans.

Irmgard Knef präsentiert mit ungebrochenem Kampfgeist neue Geschichten, neue Chansons und bekannte Songs.
Foto: Robert Recker | Irmgard Knef präsentiert mit ungebrochenem Kampfgeist neue Geschichten, neue Chansons und bekannte Songs.
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