Kreis Schweinfurt

Wie lernen mehr Kinder schwimmen?

Die Zahl der Menschen die nicht schwimmen können, wächst. Die Grünen wollen das Schwimmen für Kinder fördern. Doch zum Wie gibt es viele Fragen.
Schwimmen  macht Spaß, egal ob im Freibad oder am Baggersee. Doch um dort sicher unterwegs zu sein, muss man das Schwimmen auch beherrschen.
Schwimmen  macht Spaß, egal ob im Freibad oder am Baggersee. Doch um dort sicher unterwegs zu sein, muss man das Schwimmen auch beherrschen. Foto: Christoph Schmidt

Das Landratsamt sucht nach Möglichkeiten, wie der Landkreis dazu beitragen kann, dass wieder mehr Kinder und Jugendliche schwimmen lernen. Diese Suche geht auf einen Antrag der Grünen im Jugendhilfeausschuss, die Gemeinden mit pädagogischen Konzepten zur Förderung der Schwimmfähigkeit auseinander. Im Detail entspann sich eine lebhafte Diskussion der Ausschussmitglieder.

Im Grundsatz folgte der Ausschuss der Intention der Grünen, nicht jedoch der gezielten Förderung von Gemeinden. Vor allem ging es um die Ursachen, warum die Zahl der Ertrinkenden steigt und viele Kinder nicht schwimmen lernen, und wie man die Eltern am besten für das Thema gewinnen kann.

Hoher Aufwand der Schulen

Die CSU zielte vor allem auf die Schulen ab: Sie seien die ersten Ansprechpartner, um alle Kinder zu erreichen, wie Barbara Göpfert sagte. In den Schulen werde ein hoher Aufwand - etwa beim Transport - betrieben, um Schwimmunterricht sicherzustellen, sagte Göpfert. Thomas Lindörfer (Rotes Kreuz) verwies darauf, dass neben einer Lehrkraft weiteres Aufsichtspersonal nötig sei, um die Sicherheit der Kinder beim Schwimmunterricht zu gewährleisten.

CSU: Eltern in der Verantwortung

Schulamtsleiterin Gabriele Freiberg verwies auf ein geändertes Freizeitverhalten: Viele Eltern gingen schlichtweg nicht mit ihren Kindern ins Schwimmbad, wodurch Defizite in der Schwimmfähigkeit entstünden. Auch Barbara Göpfert zielte auf die Eigenverantwortung der Eltern ab, die kostenlose Schwimmkurse nicht annehmen würden. Aus diesem Grund plädierte Lindörfer dafür, Organisationen wie Wasserwacht und DLRG, die Schwimmkurse anbietet, zu fördern.

Rechtlich nicht unproblematisch ist der Vorschlag der Grünen, Gemeinden mit Schwimmbädern finanziell zu unterstützen. Wie Landrat Florian Töpper (SPD) sagte, handle es sich allenfalls um eine freiwillige Leistung des Landkreises. Die Verwaltung soll nun eine Lösung für das gesamte Thema ausarbeiten.

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