Hesselbach

"Wir müssen eine einladende Kirche sein"

Am kommenden Sonntag wird Kai Söder als neuer Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Schweinfurter Rhön eingeführt.
Foto: Rita Steger-Frühwacht | Am kommenden Sonntag wird Kai Söder als neuer Pfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Schweinfurter Rhön eingeführt.

Bischof Franz Jung hat Kai Söder mit Wirkung vom 1. Oktober zum Pfarrer für die Pfarreiengemeinschaft "Schweinfurter Rhön" ernannt. Dazu gehören die Pfarreien Hesselbach und Üchtelhausen sowie die Kuratien Ebertshausen und Reichmannshausen.

Kai Söder stammt aus Sandberg/Rhön, dessen Kirche zusammen mit dem Kreuzberg in einem Bild sein neues Pfarrbüro in Hesselbach schmückt. Nach dem Abitur in Würzburg studierte er hier und in Wien Theologie. Seine Kaplansjahre verbrachte er in der Pfarreiengemeinschaft "Heilig Geist Rauhenebrach" und in der Pfarreiengemeinschaft "Sankt Christophorus im Baunach-, Itz- und Lautergrund". 2012 kam er als Pfarrvikar in die Pfarreiengemeinschaft "Zu den Frankenaposteln im Maintal, Bergrheinfeld". Seit 2015 war Söder Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft "Sankt Franziskus am Steigerwald, Gerolzhofen".

Der 37-Jährige konnte in seinem bisherigen Wirkungsort Gerolzhofen als Pfarrvikar viel Erfahrung beim Zusammenwachsen eines pastoralen Raumes sammeln. "Das habe ich von den Kinderschuhen an begleitet", sagt er. Dieser Zusammenschluss steht auch für die Pfarreiengemeinschaften Schonungen, Marktsteinach, Schweinfurter Rhön und Stadtlauringen an. Am 24. Oktober werden in Würzburg durch den Bischof im Bistum alle pastoralen Räume in einer Feier errichtet.

"Für den pastoralen Raum, der von allen hauptamtlichen Mitarbeitern in den Pfarrgemeinden gemeinschaftlich mit dem Stadtlauringer Pfarrer Eugen Daigeler als Moderator geleitet wird, muss ein Bewusstsein unter den Pfarreimitgliedern geschaffen werden", nennt Söder als eine seiner wichtigsten Aufgaben.

In der Seelsorgearbeit und im kirchlichen Leben hält er eine "Neuevangelisierung" für wichtig. "Strukturdebatten bringen uns nicht weiter", ist seine Sichtweise. Dabei könnten die Katholiken viel von den Freikirchen und der evangelischen Kirche lernen, die das Wort Gottes mehr in den Mittelpunkt stellen. Daher sieht er das ehrenamtliche Engagement der Wortgottesbeauftragten sehr positiv: "Wenn keine regelmäßige Eucharistiefeier mehr in den einzelnen Pfarreien möglich sein wird, dann werden Wortgottesfeiern noch wichtiger. Die Menschen sollen zum Gebet zusammenkommen."

Mit Blick auf die derzeitige Corona-Pandemie räumt Söder ein, dass es eine schwierige Zeit für Gottesdienste und gemeinsame Aktionen der Kirchengemeinden sei. "Aber wir müssen eine einladende Kirche sein, wir müssen uns trauen, andere Menschen zu unseren Gottesdiensten einzuladen." Das sieht Söder als Chance für die Zukunft der kirchlichen Gemeinden vor Ort.

Am Sonntag, 25. Oktober, wird Kai Söder als Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Schweinfurter Rhön in sein Amt eingeführt. Zur Eucharistiefeier sind wegen der Corona-Beschränkungen nur angemeldete Besucher zugelassen.

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