Waldbrunn

100 Tage Bürgermeister: Verwaltungsprofi in Waldbrunns Rathaus

Markus Haberstumpf hat in Waldbrunn die Nachfolge von Hans Fiederling angetreten. Wie er die erste Zeit im Amt erlebt hat und wie er der Feuerwehr erhalten bleiben will.
Der Neue ist ein Verwaltungsprofi: Waldbrunns Bürgermeister Markus Haberstumpf (CSU) hat eine Ausbildung zum diplomierten Verwaltungsfachwirt (FH) mit Beamten-Studium absolviert.
Foto: Herbert Ehehalt | Der Neue ist ein Verwaltungsprofi: Waldbrunns Bürgermeister Markus Haberstumpf (CSU) hat eine Ausbildung zum diplomierten Verwaltungsfachwirt (FH) mit Beamten-Studium absolviert.

Einen Verwaltungsprofi auf dem Chef-Sessel im Rathaus gewann die Gemeinde Waldbrunn mit Markus Haberstumpf (CSU) bei der Kommunalwahl im März für sich: Der neue Bürgermeister ist diplomierter Verwaltungsfachwirt (FH) mit Beamten-Studium. Der Amtsantritt war für den 37-jährigen verheirateten Vater einer vierjährigen Tochter deshalb leichter als für viele seiner Amtskollegen. Und doch: Wenngleich Haberstumpf "durch die persönlichen beruflichen Voraussetzungen einen naturgemäß leichteren Einstieg" einräumt, habe der Job als Bürgermeister "intensivere Einblicke in laufende Prozesse mit sich gebracht", als er sie vorher über sechs Jahre als Mitglied im Gemeinderat gesammelt habe, sagt Haberstumpf.

Seine ersten Wochen im Rathaus seien durch eine gute Amtsübergabe durch seinen Vorgänger Hans Fiederling (UBG) sowie eine äußerst loyale Verwaltung geprägt gewesen, so der neue Bürgermeister. Zu Bürgern, die mit Anliegen auf ihn zugekommen seien, habe sich zudem ein guter Kontakt ergeben. "Da habe ich häufig die Bestätigung bekommen, auf konkrete Fragen befriedigende Antworten gegeben zu haben, wenngleich sie nicht unbedingt auch die gewünschten waren. Man muss nicht immer gleicher Meinung sein, aber stets ehrlich, was die Tatsachen angeht", ist Haberstumpf überzeugt.

Neues Sondergebiet: "Die Gemeinde muss sich selbst etwas wert sein"

Für Waldbrunns Bürgermeister sind viele Bereiche seiner heutigen Aufgabe vertraut, da sie Routine und Tagesgeschäft aus seinen vorherigen Tätigkeiten darstellen. Nach der Ausbildung zum Diplom-Verwaltungsfachwirt war er unter anderem acht Jahre in der Verwaltung der Stadt Marktheidenfeld tätig. Dort fungierte Haberstumpf vor seinem Wechsel ans Landratsamt Würzburg als stellvertretender Geschäftsleiter. In seiner zweijährigen Tätigkeit in der Kreisbehörde gehörte er dem Fachbereich Hochbau, Liegenschaften und Schulverwaltung an.

Seit seiner Wahl zum Bürgermeister hatte Haberstumpf an der Ausweisung eines Sondergebiets gearbeitet, zu dem der komplette Gemeinderat bereits Mitte Juli mit dem Aufstellungsbeschluss seine Zustimmung erteilte. Innerhalb eines 3,17 Hektar umfassenden Bereichs am Ortsausgang in Richtung Eisingen möchte die Gemeinde Waldbrunn bei Bedarf potenziellen Interessenten attraktive Flächen anbieten können - für Nahversorgung, Einzelhandel und medizinische Versorgung. Die Umsetzung erhofft sich Haberstumpf in naher Zukunft. Auf die damit verbundenen Kosten und Investitionen angesprochen, vertritt Haberstumpf die Auffassung, dass "die Gemeinde sich auch selbst etwas wert sein muss."

Haberstumpf will weiterhin ehrenamtlich tätig sein

Gleichzeitig wünscht sich der Rathaus-Chef, einige schon in der vorigen Periode angestoßene spannende Projekte bis zum Ende seiner ersten Amtszeit abgeschlossen zu haben. Dazu zählen unter anderem das neue Dorfzentrum im Klosterhof, die Erweiterung des Gewerbegebiets, die Erneuerung der Wasserversorgung, und nicht zuletzt der Bau und Betrieb der geplanten Veranstaltungshalle.

Gleichzeitig soll noch Zeit bleiben, selbst Ehrenamt zu leben, betont Haberstumpf. Das Amt des stellvertretenden Kommandanten der örtlichen Feuerwehr möchte er ebenso beibehalten wie auch das des Kreisbrandmeisters innerhalb der Kreis-Feuerwehr-Führung, wo er nach seiner Wahl den Aufgabenbereich wechselte: Die zeitintensive Verantwortung für die HvO (Helfer vor Ort)-Kräfte, mit ständigem Lehrgangsbetrieb, gab Haberstumpf zum 1. April ab. Stattdessen übernahm er die Verantwortung für den neuen Fachbereich Katastrophenschutz und Koordination der Hilfeleistungskontingente für den Landkreis Würzburg - just zum Höhepunkt der Corona-Pandemie.

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