Würzburg

105000 Euro für den Ausbau digitaler Lehrangebote in Unterfranken

Die Universität Würzburg und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt werden von der Virtuellen Hochschule Bayern für die Einrichtung von drei neuen digitalen Lernangeboten gefördert.
Foto: SymbolChristin Klose, dpa | Die Universität Würzburg und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt werden von der Virtuellen Hochschule Bayern für die Einrichtung von drei neuen digitalen Lernangeboten gefördert.

Insgesamt rund 105000 Euro erhalten die Universität Würzburg und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) in der zweiten Förderrunde 2020 der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb) für die Einrichtung von drei neuen digitalen Lernangeboten. Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in einer Pressemitteilung mit.

Das bayernweite Fördervolumen betrage demnach in der aktuellen Förderrunde 2020-II 1, 14 Millionen Euro für insgesamt 27 neue digitale Kurse. Das gab Wissenschaftsminister Bernd Sibler  bekannt. Die beiden Hochschulen seien zwei von bayernweit derzeit 31 Hochschulen, die unter dem Dach der vhb bei der digitalen Hochschullehre kooperieren.

Sibler: "Kurse sind eine echte Bereicherung"

Sibler betonte: "Die Virtuelle Hochschule Bayern ist ein Aushängeschild digitaler Lehre. Auch unsere unterfränkischen Hochschulen leisten für dieses Netzwerk sehr gewinnbringende Arbeit. Für Studentinnen und Studenten, Dozentinnen und Dozenten sowie jede und jeden Interessierten sind die Kurse der vhb eine echte Bereicherung."

Sie würden digitales, flexibles und individuelles Lernen möglich machen. Die Angebote seien ein Beispiel dafür, wie Lehre heute gestaltet werden kann. "Dabei stellen wir selbstverständlich hohe Ansprüche an die Qualität. Mit dieser Plattform machen unsere Hochschulen vor, wie digitale Lehre erfolgreich gemeinsam weiterentwickelt werden kann." Daraus ergebe sich ein hoher Mehrwert, von dem alle Beteiligten profitieren könnten, sagte Sibler.

Verschiedene digitale Lernformate

Die vhb bietet laut Pressemitteilung unterschiedliche digitale Selbstlernformate für verschiedene Zielgruppen an. Die aktuelle Förderung beziehe sich auf sogenannte CLASSIC vhb-Kurse, die sich an Studentinnen und Studenten richten, sowie auf "OPEN vhb-Kurse", die von jeder und jedem Interessierten genutzt werden können und zugleich in die Hochschullehre integriert werden können, wenn Lehrende die Betreuung ihrer Studentinnen und Studenten übernehmen und Prüfungen anbieten. Der nächste Stichtag für die Einreichung von Anträgen zu den halbjährlich ausgeschriebenen Förderrunden für "CLASSIC vhb-Kurse" und "OPEN vhb-Kurse" ist der 30. April.

Eine dritte Säule des Selbstlernangebots der vhb bestehe in sogenannte SMART vhb-Lerneinheiten, die auf den Einsatz in Blended Learning-Formaten ausgerichtet sind. Dies ist ein Lernmodell, in dem computergestütztes Lernen und klassischer Unterricht kombiniert werden. Über die Förderung dieser digitalen Lerneinheiten wird einmal jährlich entschieden, Hochschulen können Anträge noch bis 15. Mai einreichen.

Virtuelle Lehre seit über 20 Jahren

Die vhb wurde im Jahr 2000 gegründet. Ihr Markenkern ist laut Bayerischem Wissenschaftsministerium die hochschulübergreifende Kooperation ihrer derzeit 31 Trägerhochschulen – zu diesen zählen zwölf Universitäten und 19 Hochschulen für angewandte Wissenschaften. Als Verbundinstitut mit ihren drei Formaten CLASSIC vhb, OPEN vhb und SMART vhb setze die vhb Impulse für die Vernetzung von Hochschulen, Lehrenden und Studentinnen und Studenten in Bayern.

Grundlegend sei dabei der Gedanke des Teilens von Hochschullehre. Die vhb entwickelt ihre Angebote und Organisationsstrukturen kontinuierlich weiter. Die durch den Freistaat bereitgestellten Mittel werden in Förderrunden an Antragstellende der Trägerhochschulen vergeben.

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