Würzburg

24-Stunden-Lesung am Domvorplatz

Kürzlich hat die Menschenrechtsorganisation „Mehr als 16a“ zu einer außergewöhnlichen Idee aufgerufen: 24 Stunden am Stück wollen sie zusammen mit Freiwilligen aus dem Buch „Todesursache: Flucht – Eine unvollständige Liste“ der Schriftstellerin Anja Tuckermann und der Journalistin Kristina Milz vorlesen. Das ist auch in Würzburg  geschehen, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Die Aktion fand auch in Städten wie zum Beispiel  in Regensburg und München statt. Innerhalb kürzester Zeit haben sich zahlreiche Menschen verschiedensten Alters und Gruppierungen in eine Schichtliste eingetragen. Pünktlich, am vergangenen Sonntag um 12 Uhr, startete die erste halbstündige Schicht, trotz starken Windes und Regen.

Die Leser und Zuhörer saßen unter einem  Pavillion. Lichterketten, Kerzenschein, Kekse und Tee stehen für alle Menschen bereit. Hin und wieder blieben Passanten stehen, einige machten es sich trotz der Wetterbedingung unter Decken bequem und lauschten den Geschichten, die von Menschen handelten, die die Überfahrt nach Europa nicht überlebt haben oder bereits in der Wüste gestorben sind.

Froh über ein warmes Zuhause

Die Weihnachtsstimmung unter dem großen Baum am Domvorplatz gab laut Pressemitteilung einen wertvollen Kontrast zu den Geschichten, die gelesen wurden und zumeist unglücklich endeten. Viele Menschen erzählten, wie froh sie seien, dass sie schnell und sicher zurück in ihr warmes Zuhause fliehen können.

In der kalten Nacht wurde klar, dass die Möglichkeit nach Hause zu gehen ein Privileg ist, das nicht allen Menschen gegeben sei. Die großen Lager in Griechenland seien besonders im Winter eine Zumutung für alle Geflüchteten. Die großen Lager in Libyen, in denen zahlreiche Menschenrechtsverletzungen dokumentiert sind, bestünden weiter.

Doch die Lesung sollte nicht nur auf die Situation der Menschen aufmerksam machen, sondern auch Perspektiven schaffen und besonders am internationalen Tag der Menschenrechte daran erinnern, dass Menschen gerettet hätten werden können.

Mehr Informationen und Hintergründe über das Buch finden Sie unter https://flucht.hirnkost.de/. Mehr über uns finden Sie auf facebook unter „Mehr als 16a“.

Bei der 24-Stunden-Lesung am Domvorplatz.
Bei der 24-Stunden-Lesung am Domvorplatz. Foto: Lukas Ziegler

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