UETTINGEN

24 Stunden schnelle Hilfe im Notfall

Vor dem neuen Domizil: Philipp Kessler (links), Wachbeauftragter Kist/Uettingen, und Rainer Kaufmann, Bezirksgeschäftsführer des Malteser-Hilfsdienstes vor der neuen Wache in Uettingen. Foto: Carolin Lemuth

Die aktuelle Hochwasserlage in weiten Teilen Deutschlands hat wieder einmal verdeutlicht, wie wichtig Rettungs- und Hilfsdienste sind. Um auch in ländlichen Regionen zeitnah Hilfe leisten zu können, müssen Rettungswachen 24 Stunden besetzt und mit moderner Technik ausgestattet sein.

Im Raum Uettingen können sich die Menschen sicher sein, im Notfall schnell Hilfe zu erhalten. Gemeinsam mit den am Rettungsdienst beteiligten Hilfsorganisationen, dem Roten Kreuz, den Johannitern und dem Rettungszweckverband, hat der Malteser-Hilfsdienst am Freitag seine neue Rettungswache in Dienst gestellt.

Bereits seit 2010 gab es einen Stellplatz bei der Feuerwehr im Ort. Eine Einsatzbereitschaft rund um die Uhr war hier nicht gegeben. Die neue Rettungswache ist 24 Stunden besetzt. Die Mitarbeiter wechseln sich in Zwölf-Stunden-Schichten ab.

Vier Schlafplätze

Das Gebäude bietet nicht nur eine moderne Halle für den Rettungswagen (Wert: 115 000 Euro inklusive Rettungsmaterial), sondern auch vier Schlafplätze, getrennte Umkleide- und Duschbereiche sowie ein Wohnzimmer samt Einbauküche. „Man schläft natürlich nie so gut wie zu Hause, aber es ist hier so angenehm und wohnlich wie möglich geworden“, sagt Wachbeauftragter Philipp Kessler.

Die Wache ist klimatisiert und nach der neuesten Betriebsstättenordnung aufgebaut. Eine Abgassauganlage, rutschsichere Fliesen sowie Ölabscheider in der Fahrzeughalle und eine automatische Lichtanlage zur Aufrechterhaltung bei Stromausfall sichern den Rettungsbetrieb ab.

Besonders stolz sind die Mitarbeiter auf einen Lagerraum, der sämtliches Ersatzmaterial für den Rettungswagen bietet. Injektionen, Medikamente und Verbandsmaterial müssen nun nicht mehr umständlich nach den Einsatzfahrten in einer Hauptwache aufgefüllt werden. Für die Nachbereitung von Schienen und Hilfsmitteln dient ein spezieller Desinfektionsraum.

Für Landrat Eberhard Nuß ist die neue Wache eine große Stärkung für den ländlichen Raum: „Eine gute medizinische Versorgung ist eine Grundvoraussetzung.“ Niemand hoffe, dass er die Malteser brauche – aber wenn, dann könne er sich nun sicher sein, schnelle Hilfe zu erhalten.

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