Würzburg

25 342,92 Euro für den Herzenswunsch-Krankenwagen

Aus den Händen von Weihbischof Ulrich Boom (Mitte) nahmen Joachim Gold und Heike Fleischmann von den Maltesern einen Scheck über 25342,92 Euro für den Herzenswunsch-Krankenwagen entgegen. Foto: Markus Hauck (POW)

Einen Spendenscheck über 25 342,92 Euro hat Weihbischof Ulrich Boom, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, auf dem Kiliansplatz an Joachim Gold, Würzburger Stadtbeauftragter der Malteser, und dessen Stellvertreterin Heike Fleischmann übergeben. Das Geld kam bei den Kollekten der Gottesdienste während der Kiliani-Wallfahrtswoche zusammen und ist zweckgebunden für den Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser, heißt es in einer Pressemitteilung des Bischöflichen Ordinariats Würzburg. „Ich bin begeistert und dankbar, dass die Gottesdienstbesucher sich dieses Anliegens so nachdrücklich angenommen haben“, sagte der Weihbischof.

In Würzburg gibt es das Angebot seit 2017. „Menschen sortieren am Ende des Lebens ihre Gedanken, lassen ihr Leben Revue passieren. Wünsche werden wach, von denen die Sterbenden dann glauben, dass sie unerfüllbar sind angesichts des gesundheitlichen Zustands.“ Die Malteser Herzenswunsch-Teams erfüllten Wünsche von Schwerstkranken und Sterbenden, führen diese an den Ort der Wahl und könnten so Menschen am Lebensende mit unvergesslichen Momenten glücklich machen, erklärte Gold.

Das Spektrum reiche von einem Konzertbesuch in Hamburg oder einer Fahrt an die Ostsee über ein Schnitzelessen mit der Familie in der Stammkneipe bis hin zum Besuch am Grab der Ehefrau. „All diese Wünsche haben wir bereits erfüllt“, berichtete Gold. Einzige Voraussetzung sei, dass der Patient transportfähig ist und ihm die behandelnden Ärzte die Fahrt zutrauen und erlauben. Manchmal erfülle den Menschen allein die Tatsache, über den Wunsch gesprochen zu haben, oder auch die Aussicht auf die Wunscherfüllung mit Freude und Dankbarkeit. Die Erfüllung selber sei dann manchmal nicht mehr so wichtig – und mitunter auch nicht mehr möglich.

„Das Angebot ist für die Patienten und ihre Angehörigen kostenfrei. Um möglichst vielen Menschen einen letzten Herzenswunsch erfüllen zu können, brauchen wir dennoch finanzielle Unterstützung. Das Projekt ist rein spendenfinanziert“, ergänzte Fleischmann. Die aktuelle Spende fließt in die Anschaffung eines speziellen Herzenswunsch-Krankenwagens. Der soll dann noch besser auf die Bedürfnisse von Schwerstkranken und Sterbenden ausgerichtet sein. „Dieses Fahrzeug wird zum Beispiel mit großen Fenstern ausgestattet sein, so dass der Fahrgast während der Fahrt hinausschauen kann, und eine besonders gefederte Trage haben, damit auch längere Fahrten wie die an die Ostsee für den Patienten so angenehm wie möglich sind“, betonte Gold.

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