WÜRZBURG

40 Jahre im Rettungsdienst: Ernst Freier ist eine Institution

(huGO-ID: 29264919) Als Dankeschön für die 40 Jahre Treue überreichte Malteser Bezirksgeschäftsführer Rainer Kauf-mann dem stellvertretenden Rettungsdienstleiter Ernst Freier unter anderem ein Portrait, zusam-mengesetzt aus vielen einzelnen Photos, Sinnbild für die vielen Bilder, die Freier sicher im Kopf habe aus 40 Jahren Rettungsdienst. FOTO Christina Gold, Malteser Foto: Christina Gold, Malteser

Der stellvertretende Rettungsdienstleiter der Malteser, Ernst Freier, feierte „40 Jahre Rettungsdienst“ und dazu 35 Jahre als Luftrettungsassistent – und die Namen derer, die zur Feierstunde gekommen waren, lasen sich wie das „who is who“ der Würzburger Rettungsdienstfamilie.

Ernst Freier war überwältigt, hatte er doch nicht gewusst, wer alles bei seinem „Dienst-Jubiläum“ dabei sein würde. Malteser-Bezirksgeschäftsführer Rainer Kaufmann und die Kollegen hatten im Geheimen recherchiert und viele Gäste eingeladen: Freier sollte überrascht werden mit Menschen, die ihn auf seinem rettungsdienstlichen Lebensweg begleitet haben: Also waren Weggefährten der ersten Stunde dabei wie Geschäftsführer und Vorstände aller im Rettungsdienst beteiligten Hilfsorganisationen, Vertreter von Polizei, Rettungsleitstelle und ADAC sowie ehemalige und aktuelle Kollegen aus Haupt- und Ehrenamt.

Sie alle waren gekommen, um einer „Institution“ im Würzburger Rettungsdienst zu einem sehr seltenen Dienstjubiläum zu gratulieren. Ernst Freier sei die Ruhe in Person, würdigte Kaufmann in seiner Laudation. Ein „Arbeiter in alle Richtungen“, dem kein Einsatz zu viel, kein Auftrag zu klein sei, um sich nicht darum zu kümmern. „Wenn du etwas wissen willst, dann musst du Ernst Freier fragen“, sei ihm zum Beginn seiner Zeit als Geschäftsführer empfohlen worden, erzählte Kaufmann. Der Tipp habe sich bewahrheitet: Freier sei perfekt vernetzt, weit über die Grenzen des Landkreises Würzburg bekannt und geschätzt. Gleichzeitig mache er nie großes Aufheben um das, was er tut. „Er tut es einfach“, so Kaufmann, denn „Menschenleben retten ist seine Passion.“

Das bestätigte Uwe Kinstle von der Johanniter-Unfall-Hilfe, der stellvertretend auch für das BRK sprach und den „Menschen Ernst Freier“ in den Vordergrund stellte. Ein Freund sei er, immer eine Hilfe, wenn man ihn braucht, zu jeder Tages- oder Nachtzeit erreichbar, einfach der „Papa der Kompanie“, so Kinstle. Augenzwinkernd erwähnte er Freiers „Uhrzeitproblem“.

Das gleiche er aber durch Gradlinigkeit und Freundlichkeit wieder aus, vor allem aber durch seine Kompetenz. „Du hast bestimmt in deiner Laufbahn jeden medizinischen Notfall schon fünfmal erlebt“, war sich Kinstle sicher. Das mache die Zusammenarbeit so angenehm. Der Leitende Polizeidirektor Johannes Hemm stimmte zu – und bedankte sich bei Freier für die vielen Einsätze, die sie gemeinsam bewältigt haben. Hemm übergab ein VW-Käfer-Modellauto – weil der Käfer wie der Jubilar bescheiden und stets verlässlich sei.

Auch die Kollegen vom Rettungshubschrauber Christoph 18 in Ochsenfurt zollten Anerkennung. Die langjährige Ärztin auf dem Rettungshubschrauber Christoph 18 in Ochsenfurt, Dr. Erdmuthe Hummel, erinnert sich gut an ihren ersten Einsatz mit Freier, der typisch gewesen sei für die gesamte 30-jährige Zusammenarbeit: „Ernst nahm mich an die Hand und vermittelte mir durch seine Ruhe absolute Sicherheit“.

Rainer Schmitt, durch den Freier 1972 – zunächst ehrenamtlich – zu den Maltesern kam, berichtete aus den Anfangsjahren. Viele, viele Stunden hätten sie gemeinsam in der Malteser-Dienststelle in der Randersackerer Straße verbracht, kritisch beäugt von den „Alten“, die sich über die langen Haaren der „Jungen“ und die sprichwörtlichen Flausen im Kopf aufregten.

Mit 40 Dienstjahren gehört Freier nun selber zu den „Alten“, aber den Rettungsdienst und den Malteser-Hilfsdienst ohne ihn – das kann sich in Würzburg niemand vorstellen, da waren sich alle Festredner einig.

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