Würzburg

400-Jahr-Feier der Unibibliothek geht in die zweite Runde

Nach der Ausstellung "Elfenbein und Ewigkeit" gibt die Würzburger Unibibliothek zu ihrem 400-jährigen Bestehen im zweiten Halbjahr weitere Einblicke in ihre Arbeit.
Auch die Universitätsbibliothek wurde beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 völlig zerstört und verlor 80 Prozent ihres Bestandes. In der Alten Universität begann in bescheidenen Verhältnissen der Neustart.
Auch die Universitätsbibliothek wurde beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 völlig zerstört und verlor 80 Prozent ihres Bestandes. In der Alten Universität begann in bescheidenen Verhältnissen der Neustart. Foto: Unibibliothek Würzburg

Zu ihrem 400-jährigen Bestehen bietet die Würzburger Universitätsbibliothek auch im zweiten Halbjahr ein vielfältiges Programm an. Es beginnt mit einer Führung zu den "Würzburger Lügensteinen" am Freitag, 20. September, um 16 Uhr, gefolgt von einer Führung am Samstag, 21. September, um 16.30 Uhr, bei der die Teilnehmer in der Alten Universität in der Domerschulstraße Unbekanntes entdecken und sich auf Spurensuche begeben können.

Harald Lesch spricht über Gravitationswellen

Am Donnerstag, 3. Oktober, heißt es ab 11 Uhr "Tür auf zur Unibibliothek". Eingeladen sind alle Interessierten aus Universität, Stadt und Region, das 400-jährige Bestehen zu feiern, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und dabei auch Bereiche der Bibliothek kennenzulernen, die an den sonstigen Öffnungstagen nicht allgemein zugänglich sind.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Lesung von Astrophysiker Harald Lesch aus seinem Buch "Die Entdeckung der Gravitationswellen" in der Zentralbibliothek am Hubland am Freitag, 11. Oktober, um 19 Uhr. Zusammen mit einigen seiner ehemaligen Studenten erklärt er die Hintergründe dieser bahnbrechenden Entdeckung, berichtet von explodierenden Sternen, verschmelzenden Löchern und riesigen Laser-Interferenz-Detektoren. Eine Veranstaltung auch für Nichtphysiker.

Markus Grimm erweckt Anton Ruland zu neuem Leben 

Darsteller und Autor Markus Grimm tritt als Theologe Anton Ruland auf.
Darsteller und Autor Markus Grimm tritt als Theologe Anton Ruland auf. Foto: Thomas Obermeier

Am Sonntag, 20. Oktober, um 17 Uhr wird das Foyer der Neubaukirche, in dem vor der Zerstörung am 16. März 1945 mehr als 200 Jahre lang der barocke Bibliothekssaal untergebracht war, zur Bühne: In seiner Solo-Performance "Ruland Rulez!" inszeniert der preisgekrönte Würzburger Darsteller, Autor und Theologe Markus Grimm den Theologen Anton Ruland, der im 19. Jahrhundert während wechselvoller Zeiten die Universitätsbibliothek leitete. Grimm beleuchtet den begnadeten Prediger sowie feurigen Rhetoriker und dessen vehementen Einsatz für seine Bücher, seine Bibliothek und seine ganze Welt.

Am Samstag, 16. November, dreht sich in der Zentralbibliothek ab 13 Uhr alles um die Themen Buchdruck und Papierherstellung. Eine Krimi-Lesung mit dem Würzburger Autor Günter Huth am Dienstag, 3. Dezember, und eine Führung zum Thema "Ohne Worte … oder sind Bilder die besseren Texte?" am Freitag, 13. Dezember, um 16.30 Uhr beschließen das Jubiläumsjahr.

Hier gibt es Karten für die Veranstaltungen

Alle Führungen und Veranstaltungen am Tag der offenen Tür am 3. Oktober sind frei. Eintrittskarten für die Solo-Performance von Markus Grimm sowie die Lesungen mit Harald Lesch und Günter Huth sind an der Abendkasse oder im Sekretariat der Universitätsbibliothek erhältlich. Karten für Grimms Inszenierung gibt es auch in der Würzburger Tourist-Information im Falkenhaus.

Programm 400 Jahre Universitätsbibliothek
Das Programm zum Jubiläum der Universitätsbibliothek mit detaillierten Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen ist auf der Webseite http://go.uniwue.de/ub400 einsehbar oder als PDF-Datei aufrufbar unter http://go.uniwue.de/ub400programm.

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