Würzburg

45 Jahre ÖZ: 480 bunte Steine sollen Kirche lebendig machen

480 bunt bemalte Steine sorgten am Ende des Jubiläumsgottesdienstes für Überraschung und Aufbruchstimmung: Angesichts der Frage, wie Kirche in Corona Pandemie-Zeiten lebendig sein kann, hatten Gemeindemitglieder gemeinsam mit Ingrid Pollak und ihrem Mann, Diakon Richard Pollak, 480 Kieselsteine bemalt, mit einem Wunschband versehen und gaben sie – unter Beachtung der Corona-Regeln – den Besuchern mit, mit dem Motto „Steine unters Volk“ oder wie es Ingrid Pollak wörtlich formulierte: „Lengfeld soll steinreich werden.“  

Den ersten Karton mit 20 Steinen erhielt der Festprediger, Pastor Christopher Schmitter von der CityChurch, einer der Freikirchen in Würzburg, der in seiner beachteten Predigt den Prolog des Johannes-Evangeliums mit dem Wort als Zusage interpretierte und meinte: „Worte können wirklichkeitsverändernde Wirkung haben.“ Das Wort aus dem Evangelium in die heutige Zeit zu übersetzen, das treibt nach Schmitters Worten die CityChurch an. Bedroht sieht er das Wort durch Unwahrheit und Lüge. Dem setzt er das Wort des Evangeliums entgegen: Du kannst mir glauben. Die zweite Gefahr sieht er in der Tendenz der Menschen, unbedingt mit anderen mithalten zu müssen. Er fordert, Kirchen zu bauen, in denen Menschen Menschen sein können.

Lezuo: Kirchliche Entwicklungen zu langsam

Eröffnet hatte den Gottesdienst mit dem Motto „Friedensklima“ um 11 Uhr Pfarrer Christoph Lezuo, seit 2002 evangelischer Pfarrer im ÖZ. In Anbetracht von 45 Jahren Ökumenisches Zentrum Lengfeld meinte er, dass die kirchlichen Entwicklungen zu langsam gingen, „die Zeit davonrennt“ und ein neues Verständnis von Ökumene nötig wäre, das Grenzen radikal überschreitet, bereichert und fördert. Lezuo wörtlich. „Wir versuchen hier, Ökumene auf die Reihe zu bringen, während woanders die Luft schon längst heraus ist.“

Für die musikalische Gestaltung hatte der Freundeskreis des ÖZ unter Josef Theo Kellerhaus für ansprechende Musik und Texte gesorgt, mit der JazzBand aus Thomas Cimander (Gesang), Wolfgang Cimander (Piano), Klaus Bühre (Saxophon) und Michael Schmidt (Bass).

 Dass ein „Friedensklima“ nicht nur örtlich wichtig ist, machte der Schlussteil des Jubiläums deutlich: Das Versöhnungssymbol in Form des Nagelkreuzes aus Coventry war als Wander-Nagelkreuz 2010/11 für ein Jahr im Kirchenzentrum an der Kürnach zu Hause, seine Botschaft hat nichts an Aktualität eingebüßt.

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