VEITSHÖCHHEIM

50 Jahre Militärseelsorge

Erinnerungsfoto anlässlich 50 Jahre Militärseelsorge am Standort Veitshöchheim (von links): Militärpfarrer Martin Klein, Brigadegeneral a.D. Ernst-Otto Berk, Generalmajor Bernd Schütt, Militärdekan Artur Wagner, Oberst i.G. Nau, Domkapitular a.D. Kurt Witzel, Bürgermeister Jürgen Götz, Oberstabsgefreiter Christoph Eckstein, Altbürgermeister Rainer Kinzkofer und Pfarrhelfer Elmar Fries. Foto: Dieter Gürz

„Die Militärseelsorge ist ein wesentlicher, nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Kaserne, stellt eine beachtliche Größe in der Garnisonsgemeinde dar und ist in stürmischer Zeit ein Fels in der Brandung und Zufluchtsort für alle Soldaten, wenn sie es wünschen.“

Dieses Fazit zog Divisionskommandeur Bernd Schütt in seinem Grußwort zum 50. Jubiläum der Katholischen Militärseelsorge am Standort Veitshöchheim. Im Speisesaal der Balthasar-Neumann-Kaserne hatten sich fast 240 Gäste eingefunden, Soldaten und zivile Mitarbeiter aus Volkach und Veitshöchheim und viele Ehrengäste, um gemeinsam das Goldene Jubiläum zu feiern.

Am Beginn stand ein Festgottesdienst, den Militärpfarrer Martin Klein zusammen dem Leitenden Militärdekan Artur Wagner aus München und Domkapitular a.D. Kurt Witzel zelebrierte. Imposant die Eröffnung durch ein Bläserensemble des Heeresmusikkorps Veitshöchheim mit Henry Purcells „Trumpet Tune“.

Anstelle einer Predigt schilderten ein Oberst, ein Mannschaftsdienstgrad und ein 44 Jahre gedienter Ex-General ihre persönlichen Erfahrungen mit der Militärseelsorge.

Oberst i.G. Nau bezeichnete die Militärseelsorge als das definitiv stärkste Bindeglied in der Zusammenarbeit mit Veitshöchheim, seien es die regelmäßigen Standortgottesdienste und die Adventskonzerte mit dem Heeresmusikkorps in der Kuratiekirche oder der Weihnachtsgottesdienst am 24. Dezember im Umfeld der Wache mit mehreren hundert Teilnehmern. Oberstabsgefreiter Christoph Eckstein berichtete über seine sehr guten Erfahrungen von Familienwochenenden mit Themen wie die Trennung der Familie bei einem Einsatz.

So wurde ihm die Möglichkeit geboten, den Alltag zu verlassen und in Ruhe darüber zu sprechen, wo die Frau nicht kochen muss und die Kinder betreut werden.

Der pensionierte Brigadegeneral Ernst Otto Berk verwies darauf, dass sich die Lage in der Welt Mitte der 90er Jahre mit den Kriegen in Asien, Afrika und auf dem Balkan stark verändert habe. Die seitdem geleistete seelische Betreuung der Kameraden im Auslandseinsatz durch die Militärpfarrer könne nicht hoch genug eingeschätzt werden.

So sagte denn auch Militärdekan Wagner, er sei Klein sehr dankbar, dass er seine Aufgaben seit 2009 so gut meistere, ebenso wie zuvor seine Vorgänger (Erwin Kuhn 1965 bis 1967, Hartmut Wahl bis 1973, Theo Sell bis 1980, Kurt Witzel bis 1986, Georg Hartmann bis 1999 und Wolfgang Bier bis 2008).

Im Speisesaal wartete dann auf die Jubiläumsgäste ein bayerisches Frühstück mit Weißwurst, Leberkäs und Bratwürste. Passend spielte dazu bayerische Musik ein Quintett des Heeresmusikkorps, das sich „Die Wirtshaus Vielharmoniker“ nennt.

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