WÜRZBURG

60 Kleinbusse fahren zum Dom

Mehr als 350 Kranke und Behinderte haben sich bei den Maltesern für den Kiliani-Wallfahrtstag der Kranken und Behinderten an diesem Samstag, 13. Juli, in Würzburg angemeldet. Rund 60 Malteser-Busse werden in ganz Unterfranken unterwegs sein, um die Menschen in den Kiliansdom zu bringen. Dort feiert Bischof Friedhelm Hofmann um 10.30 Uhr ein Pontifikalamt, teilt der Pressedienst des Ordinariats mit. Die Malteser weisen darauf hin, dass wegen der rund 60 Busse, welche die Kranken nach Würzburg bringen, der Paradeplatz einschließlich der Parkplätze entlang der Ärztekammer sowie der Kardinal-Döpfner-Platz vom frühen Morgen bis zum Nachmittag gesperrt sind.

„Wir tun dies aus alter Tradition“, erklärt Klaus-Dieter Bopp, Würzburger Stadtbeauftragter des Malteser-Hilfsdienstes (MHD). Die Begleitung und Betreuung von Pilgern und die Hilfe für Bedürftige seien jahrhundertealte Aufgaben der Malteser. Die Busse bringen die Kranken unter anderem aus Aschaffenburg, Kitzingen, den Haßbergen, der Rhön, Marktheidenfeld und Würzburg zum Kiliansdom. Ohne die Unterstützung der Malteser hätten die meisten nicht die Möglichkeit, überhaupt nach Würzburg zu den Häuptern der Frankenapostel zu kommen. „Bei den zu erwartenden hohen Temperaturen kann der Tag für die Teilnehmer dann sehr anstrengend sein“, sagt Bopp. Am Dom werden die Rollstuhlpilger von Malteserhelfern empfangen und zu den Plätzen im leergeräumten Querschiff begleitet.

Behinderten-Speisung im Dom

Ein Höhepunkt für viele Kranke und Behinderte ist die persönliche Begegnung mit Bischof Hofmann nach dem Pontifikalamt. Dazu wird den Wallfahrern eine Kleinigkeit zur Stärkung gereicht. Mit der Speisung im Dom folgen die Malteser einer alten Pilgertradition, die in dieser Form in Deutschland wohl einzigartig sei. „Wir haben 800 Würstchen mit Brötchen, 400 Hörnchen, etwa 300 Liter Kaltgetränke und etwa 100 Liter Kaffee und Tee vorbereitet“, erzählt Bopp. Auch während des Gottesdienstes werden die Malteser den Gläubigen immer wieder Wasser anbieten, denn die Erfahrung zeige, dass „Kranke und Menschen mit Behinderung gerade bei Aufregung nicht ausreichend trinken“.

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