Würzburg

600 Gäste beim Ehrenamtsfest der Stadt Würzburg gewürdigt

Beim Ehrenamtfest der Stadt gab es auch Livemusik. Foto: Silvia Gralla

Rund 600 Gäste aus verschiedenen Bereichen des bürgerschaftlichen und ehrenamtlichen Engagements kamen zum Ehrenamtsfest der Stadt im Congress Centrum Würzburg – 200 mehr als im Vorjahr. Der festliche Abend sollte die engagierte Tätigkeit der Anwesenden ehren und machte deutlich, dass das Ehrenamt in Würzburg sowohl stark als auch vielfältig ist. Eingeladen waren Besitzer einer Ehrenamtskarte, engagierte Personen in der Arbeit mit Geflüchteten, sowie Vertreter der Akzeptanzpartner der Ehrenamtskarte. 

Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Sozialreferentin Hülya Düber bedankten sich für die große Bandbreite der ehrenamtlichen Arbeit, die von Vereinssport, Jugendarbeit und freiwilliger Feuerwehr, bis hin zur Behindertenhilfe und Seniorenarbeit reicht.

"Wir sind stolz auf diese Vielfalt", betonte Oberbürgermeister Schuchardt und hob hervor, dass ein Fehlen "schlichtweg nicht vorstellbar" sei. Das Ehrenamt diene als gesellschaftliches Frühwarnsystem, welches schnell auf Veränderungen in der Gesellschaft reagiere und so bereits vor staatlichem Eingreifen Missstände aufzeige: "Ohne Ehrenamt hätten wir eine andere Gesellschaft."

Ehrenamtliche helfen bei der Integration 

Auch was die Geflüchtetenhilfe angeht sei Würzburg gut aufgestellt. So befinden sich über 40 Prozent der geflüchteten Menschen in einer Ausbildung oder Beschäftigung, eine der höchsten Quoten im Vergleich zu anderen Großstädten. Dies sei im besonderen Maße der Stadtgesellschaft zu verdanken, die früh durch ehrenamtliches Begleiten Hilfe geleistet hat. "Integrationsarbeit ist eine Daueraufgabe, der wir uns auch dementsprechend zu stellen haben", so Schuchardt. Bei der Umsetzung dieser Arbeit seien Helfer mit dem Herz am rechten Fleck maßgeblich beteiligt.

Sozialreferentin Düber hob das Projekt "Aktives Schuljahr" hervor, das im vergangenen Jahr angelaufen ist, und ein voller Erfolg sei: neun Schüler leisteten insgesamt 450 Stunden ehrenamtliche Arbeit außerhalb der Schule. Dieses junge Engagement solle noch mehr unterstützt werden. 

Selbsthilfegruppen bei der Uniklinik

Auch unter Studenten ist das Thema Ehrenamt laut Düber aktuell. Im Studiengang International Management der Fachhochschule Würzburg konnten 80 Studierende die in den Lehrveranstaltungen erlernte Theorie in der ehrenamtlichen Arbeit in die Praxis umsetzen. Düber sprach ebenso von der Selbsthilfe als ganz besondere Form des ehrenamtlichen Engagements.

Durch die Beteiligung von Selbsthilfegruppen schaffte es das Universitätsklinikum Würzburg zur Auszeichnung als selbsthilfefreundliches Krankenhaus und damit zum bayernweit ersten Universitätsklinikum mit diesem Titel. Nicht zuletzt dankte Düber auch den Nominierten des Bürgersozialpreises 2018, insbesondere den beiden Preisträgern, Julian Wendel und der Kindertafel Würzburg.

Neben der Übergabe der neuen Ehrenamtskarten sorgten Auftritte der drei Tanzgruppen des Jugendzentrums Heuchelhof für Unterhaltung durch den feierlichen Abend. Musikalisch untermalt wurde der Abend von ReVier mit Unterstützung von WiMu und der solidarischen Musikschule Neunerplatz, Verpflegung genossen die Ehrenamtlichen durch das Stadtkasino.

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